Jahresrückblick Schmedehausen
Ein sehr lebendiges Vereinsleben

Schmedehausen -

Es ist schon so etwas wie Tradition: In den ersten Tagen des neuen Jahres erreicht die Redaktion der Jahresrückblick für den Grevener Stadtteil Schmedehausen, verfasst von Johannes Hennigfeld, einem „Ur-Einwohner“ des Grevener Stadtteils. In der morgigen Ausgabe folgt dann – zum ersten Mal – das Pendant aus Gimbte, geschrieben von Johannes Wilp, „Ur-Einwohner“ des Grevener Stadtteils Gimbte.

Freitag, 03.01.2020, 06:26 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 06:30 Uhr
Im Mittelpunkt des Dorfes Schmedehausen steht die Kirche Zu den Heiligen Schutzengeln
Im Mittelpunkt des Dorfes Schmedehausen steht die Kirche Zu den Heiligen Schutzengeln Foto: gap

Großer Andrang herrschte in der Schutzengelkirche sowohl am Heilig Abend bei der von Kindern für Kinder gestalteten Krippenfeier als auch am Ersten Weihnachtstag im Festhochamt mitgestaltet vom Kirchenchor. Von einer Gruppe Frauen aus Schmedehausen vorbereitet, unterstützt durch Pastoralreferentin Maria Wagner wurden im vergangenen Jahr in der Schutzengelkirche einige Wortgottesdienste an Sonntagen gefeiert. Ein weiteres Angebot, um mehr kirchliches Leben in der Gemeinde stattfinden zu lassen. Nach mehr als 42 Jahren im Dienst der Kirchengemeinde, als Küster, Friedhofsmitarbeiter, Anlagenpfleger und Hausmeister wurde Werner Schäpermeier in den Ruhestand verabschiedet. 2019 war für den Kirchenchor Schmedehausen-Hüttrup ein „normales Chorjahr“ mit Proben und Auftritten zu den kirchlichen Hochfesten. Im Rahmen der Generalversammlung wurden Annette Westrup als stellvertretende Vorsitzende und Stefan Große Sundrup als Kassierer wiedergewählt. In 2020 kann Chorleiter Klaus Spruch sein 60jähriges Dirigentenjubiläum feiern und der Chor besteht seit 140 Jahren.

25 Kinder waren im vergangenen Jahr als Sternsinger aktiv und zogen als kleine Könige verkleidet durch das Dorf und brachten den Segen Gottes zu den Menschen. Sie sammelten die stolze Summe von 2165 Euro, die an die „Missioneras de Jesus verbo y victima“ in Peru, zu denen ein besonderes Verhältnis besteht, geleitet wurde.

Eine Spende von 1000 Euro überreichte die Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Schmedehausen-Hüttrup, Hildegard Brockötter , auf der Jahreshauptversammlung an Bernadette Brinkmann vom Haus Hannah. Das Geld stammte aus dem Verkauf der von den Frauen selbst gemachten Leckereien und aus Spenden privater Aussteller auf dem Nikolausmarkt im vergangenen Jahr. Eine besondere Ehrung erhielten Agnes Jochmaring und Gertrud Untied. Ihnen konnte zu 50jähriger Mitgliedschaft in der Frauengemeinschaft gratuliert werden. Der Besuch des Boulevard Theaters in Münster, eine Besichtigung des Wasserwerkes Greven und eine Winterwanderung rundeten das Jahresprogramm ab.

Das Königspaar der Schützenbruderschaft St. Reinhildis Schmedehausen-Hüttrup eingerahmt von weiteren Majestäten: Beim traditionellen Schützenfest errang Markus Rosendahl die Königswürde. Zur Königin wählte er sich seine Frau Jasmin, den Hofstaat bildeten Martin Berkenheide und Ann-Christin Wichmar, sowie Michael Wichmar und Maren Krude. Jubelkönigspaar (25 Jahre) waren Theo und Monika Laakmann. Auf der Generalversammlung der Schützenbruderschaft am Drei-Königs-Tag gab es eine besondere Jubilarehrung für Hubert Brockötter sen. und Josef Schulze Jochmaring. Sie sind seit 70 Jahren Mitglied des Vereins. Franz-Josef Günnigmann wurde für 50jährige Mitgliedschaft geehrt. Mit dem silbernen Verdienstkreuz wurde Michael Rosendahl für seine zehnjährige Tätigkeit als Oberst geehrt. Für ihre langjährige Tätigkeit als Fahnenschwenker erhielten Carsten Regusiak (10 Jahre), Martin Berkenheide (25 Jahre), Ralf Jochmaring (32 Jahre) und Bernhard Brockötter (42 Jahre) eine besondere Auszeichnung. In ihren Ämtern bestätigt wurden: Christoph Brinkmann und Alfons Rosendahl (Fähnriche). Für den auf eigenen Wunsch ausscheidenden Paul Hegemann wurde Ludger Rosendahl zum Fähnrich gewählt.

Beim Heimatverein Schmedehausen-Hüttrup gab es einen Wechsel in der Vorstandsriege. Bernhild Reismann schied auf eigenem Wunsch nach Jahren als Zweite Vorsitzende aus. Für sie wurde Christa Nieße gewählt. Elvira Häder (Schriftführerin) und Susanne Arenskötter (Beisitzerin) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu als Beisitzer für Ludger Bröcker wurde Matthias Berkenheide gewählt. Auf dem Jahresprogramm stand unter anderem das Maibaumaufstellen, eine Waldwanderung und die Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Volkstrauertag zur Mahnung der Opfer durch Krieg und Gewalt.

Im Mai fand die offizielle Übergabe des neuen Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF) des Löschzuges der Feuerwehr Schmedehausen im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ statt. Kaplan Ralf Meyer weihte das neue Fahrzeug. Das alte MTF war im August 2018 aus dem Gerätehaus gestohlen worden. Im Oktober musste der Löschzug zu einem Einsatz am Flughafen ausrücken. In einem Parkhaus am FMO waren rund 60 Fahrzeuge in Brand geraten. Dem Löschzug gehören 23 Aktive, 85 fördernde Mitglieder und 14 Mitglieder in der Ehrenabteilung an. Die Herbstübung des Löschzuges fand auf dem Hof Stegemann statt.

Der Anschluss an die schnelle Datenautobahn wird in den nächsten drei bis vier Jahren realisiert werden. Im November erfolgte der erste Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in den Außenbereichen der Stadt. Der Kegelklub „Die Kegelkiller“ konnte im April sein 40jähriges Bestehen feiern. Zum elften Mal fand auf dem Hof Helmig das Apfelfest statt, das wieder sehr viele Besucher anlockte.

Die Wieder-Anbindung an die Schnellbuslinie S 50 (Ibbenbüren-Münster) und eine schnelle Umsetzung des bereits geplanten Radwegs entlang der L 555 Richtung Greven sind einige der Wünsche vieler Schmedehausener für die Zukunft.

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