Betriebsleiter Aloys Wilpsbäumer in den Ruhestand verabschiedet
Ein Macher mit Weitsicht

Greven -

Weil im Hintergrund schon die Enkel des Nun-Rentners unruhig wurden, machte es Aloys Wilpsbäumer am Ende seiner Rede kurz: „Gottes Segen.“ Und: „Ach ja, das Büfett ist eröffnet.“

Freitag, 10.01.2020, 10:11 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 11:00 Uhr
Bürgermeister Vennemeyer dankte Wilpsbäumers Gattin mit einem Blumenstrauß. In seiner Ansprache lobte er Wilpsbäumers Macherqualitäten und seine Bereitschaft, sich auf neue Ideen einzulassen.
Bürgermeister Vennemeyer dankte Wilpsbäumers Gattin mit einem Blumenstrauß. In seiner Ansprache lobte er Wilpsbäumers Macherqualitäten und seine Bereitschaft, sich auf neue Ideen einzulassen. Foto: Oliver Hengst

Mehr Zeit zum Lesen hat er ja nun. Zum Beispiel das Buch „Rente – 77 Gründe zum Jubeln“, das Aloys Wilpsbäumer geschenkt bekam. Auch eine selbst gestaltete Urkunde für die „erfolgreiche Realisierung des Projektes Renteneintritt“ bekam er augenzwinkernd überreicht. Etliche gute Tropfen natürlich auch, Blumen, Naschwerk und allerhand gut gemeinte Gestaltungsvorschläge für die Zeit, die nun vor ihm liegt.

Der große Andrang bei der offiziellen Verabschiedung des Leiters der Technischen Betrieb Greven zeigte: Er kann kein ganz schlechter Mitarbeiter gewesen sein. Und auch kein unbeliebter. Oder wie Bürgermeister Peter Vennemeyer es ausdrückte: Er sei ein „unglaublich geschätzter Kollege, fachlich wie menschlich“. Wilpsbäumer hinterlasse „keine Lücke, sondern Krater“. Kein Wunder, war er doch für viele Dinge zuständig: Baustellen, Wasser, Abwasser, Abfallbeseitigung, Winterdienst, und, und, und . . .

Vennemeyer lobte die Macherqualitäten der langjährigen Führungskraft. Er sei stets offen für neue Ideen gewesen und habe andere begeistern können. Und natürlich habe er handfeste Spuren hinterlassen. Er habe „mit großer Ausdauer daran gearbeitet, Greven besser zu machen“ und dabei vor allem bürgernahe Dienstleistungen vorangetrieben. Der am Nachmittag offiziell eingeweihte Wertstoffhof sei dafür ein gutes Beispiel: die Idee dafür brachte Wilpsbäumer aus einem Urlaub mit (sh. unten stehender Bericht).

Aloys Wilpsbäumer in den Ruhestand verabschiedet

1/35
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst
  • Foto: Oliver Hengst

Dass man dem Emsdettener, der 1981 bei der Stadt anfing, mehr Verantwortung übertragen kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen, hat sich offenbar rasch herumgesprochen. So stieg Wilpsbäumer in der Rathaus-Hierarchie auf, zuletzt war er Leiter der Technischen Betriebe. Nicht erst in dieser, aber auch in dieser Position habe er weitsichtig gedacht und geplant. Nachhaltigkeit sei für Wilpsbäumer selbstverständlich gewesen, als der Begriff noch kein Modewort war.

Ihm selbst war so viel Lob fast unangenehm. Auch ans Mikro trat er nur, weil – na, ja: weil es eben nicht ohne ging. Und so zählte zu den ersten Dingen, die er ansprach: „Ich war es ja nicht allein“, auch wenn man nach den Lobesworten fast den Eindruck haben könne. „Die Kollegen haben mit dafür gesorgt. Wir haben als Team ganz hervorragend funktioniert.“ Man habe auch gute Unterstützung von externen Partnern bekommen. Zudem habe es eine gute Zusammenarbeit mit der Lokalpolitik gegeben. Insbesondere dankte Wilpsbäumer den Mitgliedern des Betriebsausschusses. „Wir haben immer gut diskutiert. Wir waren nicht immer einer Meinung, aber das ist ja auch normal.“ Die Beschlüsse seien stets pragmatisch und weitsichtig gewesen – etwa beim Thema vierte Reinigungsstufe der Kläranlage.

Wilpsbäumer hob auch die Zusammenarbeit mit den Fachbereichsleitern und der Veraltungsspitze hervor, die etwa während der Flüchtlingskrise, als schnell viel Wohnraum gebraucht wurde, exzellent funktioniert habe. „Da haben wir alle an einem Strick gezogen.“ An die Adresse seiner anwesenden Nachfolgerin sagte er: „Ich kann versichern, dass es Spaß macht, hier zu arbeiten.“ Und weil im Hintergrund schon die Enkel des Nun-Rentners unruhig wurden, gab es nur noch zu sagen: „Gottes Segen.“ Und: „Ach ja, das Büfett ist eröffnet.“

Ein ganz besonderes Geschenk gab es übrigens noch. Eines, das für kein Geld der Welt zu kaufen ist: eine lebenslange Berechtigungskarte für den Grevener Wertstoffhof. Für alle Nicht-Grevener ist der tabu, der Emsdettener Aloys Wilpsbäumer ist der einzige, für den man eine Ausnahme macht. „Legen sie die Karte bitte hinter die Windschutzscheibe, damit man sie nicht vom Hof jagt“, riet der Bürgermeister, der die Karte eigenhändig unterzeichnet hatte, schmunzelnd.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7181435?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Mögliche Bedrohungslage in der US-Kaserne in Dülmen geprüft
Terrorverdacht: Mögliche Bedrohungslage in der US-Kaserne in Dülmen geprüft
Nachrichten-Ticker