Kostümfundus der Freilichtbühne nach Umbau wiedereröffnet
Sofort alle Hände voll zu tun

Reckenfeld -

Kaum stand in der Zeitung, dass der Fundus der Freilichtbühne wieder geöffnet ist, da strömen auch schon die ersten Kunden herbei. Claudia Peters und Gudrun Maslanka haben am Samstag, dem ersten Öffnungstag nach erfolgtem Umbau, alle Hände voll zu tun, um den Besuchern behilflich zu sein.

Dienstag, 14.01.2020, 09:29 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 15:42 Uhr
Claudia Peters mit Josef Beiske, der gleich 19 Kostüme für eine Schulaufführung ausleiht. Dieser Großauftrag stellte das Fundus-Team gleich am ersten Öffnungstag vor eine Herausforderung, die aber bestens gemeistert wurde.
Claudia Peters mit Josef Beiske, der gleich 19 Kostüme für eine Schulaufführung ausleiht. Dieser Großauftrag stellte das Fundus-Team gleich am ersten Öffnungstag vor eine Herausforderung, die aber bestens gemeistert wurde. Foto: Rosemarie Bechtel

Annegret Büker aus Greven ist zum ersten Mal im Fundus. „Ich finde es hier wirklich toll. Alles ist so frisch, sauber und toll organisiert. Es ist wirklich super, dass es dieses Angebot für kleines Geld gibt.“ Da kann ihre Begleiterin Sabine Krake aus Saerbeck nur zustimmen. „Das hier ist wirklich eine große Auswahl.“

Claudia Peters , die langjährige Verantwortliche für den Kostümfundus, hat es an diesem Tag etwas schwer. Nach der großen Renovierung, bei der der gesamte Fundus komplett ausgeräumt war (wir berichteten), wurden die Kostüme nun nach anderen Kriterien sortiert als vorher. Zum Teil nach Größen, nach Kinder- oder Gruppenkostümen und mehr. So findet man jetzt die Hüte gut präsentiert auf Ständern. Stolen, Shirts, Schürzen, Tücher und was man sonst noch alles für ein Kostüm benötigt, sind jetzt in Schubladen sortiert. „Da muss ich mich jetzt erst neu rein finden“, erklärt Claudia Peters.

An diesem Nachmittag ist sie gleich mit einem Großauftrag beschäftigt. 19 Kostüme benötigt Josef Beiske. Er ist Lehrer am Martinum in Emsdetten. „Wir führen am 8. und 9. Februar vom AG Profilkurs Musik und Theater „Robin Hood jun.“ auf. Seit circa zehn Jahren gibt es diese Projekte und immer leihen wir uns hier die Kostüme aus.“ Dass er mit seinem „Auftrag“ nun direkt in der Zeit landet, in der im Fundus wegen des be-vorstehenden Karnevals viel los ist, liegt daran, dass der Fundus seit Oktober geschlossen war. Gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Hellner probt er das Musical mit den Schülern ein. Er muss für Robin Hood, Marian, den Sherriff von Nothingham sowie weitere Rollen und Waldtiere passende Kostüme finden. Dank Claudia Peters bekommt er, was er braucht. Gut, dass an diesem Tag auch Gudrun Maslanka , die die ganze Sanierung um Umstrukturierung begleitet hat, vor Ort ist. Im Moment weiß sie noch am besten, wo was zu finden ist. „Wir haben in der Näherei noch etliche Kostüme hängen, die auch noch eingeordnet werden müssen“, erzählt sie.

Alexandra Delitsch kommt seit Jahren in den Fundus und hat bisher immer etwas passendes gefunden und selbst sogar schon eine originale russische Unform gespendet. „Die brauchen wir selbst nicht und da dachte ich, hier ist der richtige Platz dafür.“ Ihr Partner Martin Firtzlaff geht dieses Mal als Mafioso und sie sucht ein 20er-Jahre-Kostüm.

Der erste Öffnungstag nach der langen Pause hat die beiden Ehrenamtlichen Peters und Maslanka schon etwas geschlaucht. Vor allem, weil jetzt zusätzliche Informationen mit herausgegeben werden. Zum Beispiel, wie die Kostüme gewaschen oder gereinigt werden müssen oder dass diese auf den gleichen Bügeln zurück kommen sollen.

Jeder Kunde muss jetzt einen Ausgabeschein unterzeichnen und sich verpflichten, das Kostüm gereinigt und im korrekten Zustand wieder zurückzugeben. Neben der Leihgebühr ist zusätzlich eine Pfandgebühr fällig.

Nächster Öffnungstermin ist der 18. Januar von 14.30 bis 16.30 Uhr.

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