Kreuzung wird zum Kreisverkehr umgebaut
Das nächste Nadelöhr

Reckenfeld -

Autofahrer, die von Reckenfeld nach Emsdetten wollen (oder von dort aus nach Reckenfeld), müssen sich auf die nächste Baustelle einrichten. An der Ortsgrenze baut der Kreis die Kreuzung am Autohaus Siemon zum Kreisverkehr um.

Donnerstag, 16.01.2020, 11:41 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 11:50 Uhr
Der Kreis hat an der Kreuzung bereits einen Bypass herstellen lassen, über den der Verkehr an der Baustelle vorbeigeleitet wird – allerdings nur in Richtung B481.
Der Kreis hat an der Kreuzung bereits einen Bypass herstellen lassen, über den der Verkehr an der Baustelle vorbeigeleitet wird – allerdings nur in Richtung B481. Foto: Oliver Hengst

Die Baustelle liegt auf Emsdettener Gebiet, ist gleichwohl auch für viele Pendler aus Reckenfeld von Bedeutung. Die Bauarbeiten sollen Mitte Februar starten und sich bis August hinziehen.

Weil demnächst zudem der dritte Bauabschnitt der Emsdettener Landstraße (K53) in Angriff genommen und die Ortsdurchfahrt dafür erneut vollgesperrt wird, fragen sich Anlieger, wie sie ihre Grundstücke erreichen können. Betroffen ist unter anderem die Freilichtbühne.

Doch zumindest für sie dürften sich die Einschränkungen in Grenzen halten. Die Bauarbeiten der Stadt innerhalb von Reckenfeld sollen im April oder Mai abgeschlossen sein, also vor Beginn der Sommersaison an der Bühne. Und die Kreuzung mit der Robert-Bosch-Straße (K54) „Wir haben da schon im Dezember einen Bypass hergestellt“, erläutert Rik Fehr vom Straßenbauamt des Kreises. Dieser Bypass werde in beiden Richtungen nutzbar sein, man werde allenfalls zeitweise auf eine Ampelregelung zurückgreifen. „Grundsätzlich ist der Bereich aber passierbar“, betont Fehr.

An den neuen Kreisverkehr würde – wenn sie denn kommt – auch die Westumgehung Emsdetten angeschlossen, die aktuell unter dem Namen K53n geplant wird. „Der Ursprung der Planung ist aber ein anderer“, sagt Fehr. Die jetzige Gestaltung der Kreuzung mit abknickernder Vorfahrt sei „nicht glücklich“. Lange Zeit sei der Bereich auch ein Unfallschwerpunkt gewesen. „Zuletzt aber zum Glück nicht mehr.“ Dennoch wolle man die Kreuzung sicherer machen. Zumal auf Emsdettener Seite ein neues Gewerbegebiet entstehe und so künftig mit mehr Verkehr zu rechnen sei.

Der Bau des Kreisverkehrs geschehe bewusst „im Schatten der Baustellen in Reckenfeld und Emsdetten“, sagt Fehr. Was er damit meint: zum einen den laufenden Umbau der Emsdettener Landstraße auf Reckenfelder Seite, zum anderen anstehende Kanalbauarbeiten auf Emsdettener Seite. Die dortige Reckenfelder Straße wird für mehrere Monate nicht passierbar sein. Die deshalb ohnehin nötigen, großräumigen Umleitungen sollen also genutzt werden, um zugleich auch den Kreisverkehr zu bauen.

Beim Erreichen des Reckenfelder Nordens (oder beim Verlassen desselbigen) müssen sich Autofahrer also auf Umleitungen und eventuelle Wartezeiten einstellen. Andererseits bedeuten die Baustellen auf Emsdettener Gebiet, dass es in der Reckenfelder Ortsmitte weniger Verkehr gibt.

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