Schadstoffe im Rathaus
Ergebnisse frühestens in sechs Monaten

Greven -

Nein, valide Aussagen könne man derzeit noch nicht treffen. „Das wird sicherlich noch mindestens ein halbes Jahr und länger dauern, bis wir das können“, sagt Mario Huslage, Fachbereichsleiter Service der Stadtverwaltung, auf Anfrage. Es geht um das Grevener Rathaus und die Belastung mit Schadstoffen.

Sonntag, 19.01.2020, 08:45 Uhr aktualisiert: 19.01.2020, 12:20 Uhr
 
  Foto: Peter Beckmann

Wobei vor allem das PCB, das bereits nachgewiesen werden konnte, im Mittelpunkt steht. „Um über die konkrete Belastung Aussagen machen zu können, müssen einfach langfristige Messungen bei unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt werden“, so Huslage.

Ziel sei es zum einen, mit Hilfe von kleinen Dosen, die an den Wänden im Rathaus angebracht werden, die Schadstoffquellen zu finden. Außerdem würden demnächst Kernbohrungen durchgeführt, um zu ermitteln, wie tief das PCB in die Baustoffe, sprich den Beton, eingedrungen ist. In diesem Zusammenhang werde auch ein Statiker mit ins Boot genommen, der eben im Fall eines Rückbaues Messungen zur Standfestigkeit durchführen soll. „Klar ist aber, dass man ein Ausgasen des PCB nicht vollständig ausschließen kann“, sagt Huslage.

Und natürlich stehe man in diesem Zusammenhang im Dialog mit der Denkmalbehörde. „Es steht immer die Frage im Raum, ob das Rathaus bei einer starken Belastung und den Konsequenzen daraus weiter ein Denkmal sein kann.“

Aktuell werde man in den kommenden Wochen Maßnahmen ergreifen, um die PCB-Konzentration in den diversen Büros zu vermindern. „Das sind natürlich nur temporär wirksame Maßnahmen, die keine Sanierung ersetzt“, erläuterte Huslage.

Neben dem PCB waren im Rathaus auch Asbest und Formaldehyd nachgewiesen worden.

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