Musikalischer Kaffee-Treff
Keine Angst vor dem Mikrofon

Reckenfeld -

Dass es auch beim dritten Reckenfelder Kaffeetreff im Deutschen Haus rappelvoll sein würde, war schon im Voraus klar. Dieses Mal waren auch viele Eltern und Großeltern des evangelischen Kinderchores Reckenfeld-Greven im Zuschauerraum, denn der Chor war der Haupt-Act des Nachmittags.

Montag, 27.01.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 18:40 Uhr
Musikalischer Kaffee-Treff: Keine Angst vor dem Mikrofon
Foto: Hans Bechtel

„Das ist heute der Auftakt in unser zehnjähriges Chorbestehen“, sagte Chorleiterin Uta Rodenberg . „Wir suchen noch weitere Kinder, vor allem Jungenstimmen.“

Die jungen Sängerinnen und Sänger des Kinderchores gaben alles. Sei es beim Kanon „Licht bricht durch die Dunkelheit“, dem Friedenslied, der Filmmusik „Sieh auf deinen Weg“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ oder bei „Ein Engel“ von den Wise Guys .

Dass die Kinder textfest sind, bewiesen sie, als Chorleiterin Uta Rodenberg fragte: „Wer ist für Euch ein Engel?“ Da kam neben unterschiedlichen Aussagen auch die Antwort: “. . . und der im Winter deine Heizung auf warm stellt.“ Ja, da lachten einige Gäste, die den Text nicht kennen, aber genau so lautete eine Zeile.

Doch für die meisten Kinder sind die Familie und die Freunde ihre ganz persönlichen

  Foto: Hans Bechtel

Engel. Dass die Kinder so locker drauf waren, keine Angst hatten, ins Mikrofon zu sprechen, und mit Eifer sangen, ist ein Verdienst ihrer äußerst engagierten Chorleiterin. Die hatte das gesamte Programm zusammengestellt, was Organisator Ernst Reiling vom veranstaltenden Kulturverein „Reckenfelder Treff“ natürlich freute und wofür er sich herzlich bei allen Akteuren bedankte.

Zum abwechslungsreichen Programm gehörte ein Instrumentalensemble aus Kindern mit Ferdinand Stein (Cello), Lucas Zimmermann (Euphonium) und Louis Lönne (Posaune). Begleitet wurden die drei von Stefanie Zillmann am Klavier. Jiska-Maria Thelen begleitete den Chor bei dem Friedenslied mit der Querflöte. Und dann waren da ja auch noch die

  Foto: Hans Bechtel

drei Sopranistinnen Anneliese Sackmann, Bigrit Stöppler und Uta Rodenberg, die glasklar ein „Musikalisches Sträusslein“ von 1617 und ein Volkslied aus dem 18. Jahrhundert zu Gehör brachten. Als Kontrastpunkte sangen sie „Weil du mich magst“ (Konstantin Wecker) und „Ein kleiner grüner Kaktus“ (Comedian Harmonists).

Da sangen viele mit – und so sollte es auch sein. „Tiritomba“, eines von mehreren Lieder zum Mitsingen, für alle im Saal folgte und zum Schluss dann wieder der Kinderchor.

Der fetzte mit dem „Halleluja-Reggae“ aus der Latin-Messe. Ein Abendlied – es wurde

  Foto: Hans Bechtel

draußen schon langsam dunkel –, ein Tauflied und „Peace shall be with you“, damit sollte Schluss sein, eigentlich. Doch ohne Zugabe durfte der Kinderchor nicht gehen.

Für die Kinder, einige sind noch recht jung, ist so ein Konzert eine anstrengende Sache. Doch ihre mitreißende Chorleiterin die „nebenbei“ auch noch mit Witz und Charme durchs Programm führte, schaffte es, die Kinder und auch die Gäste bis zum Schluss zu begeistern und mitzuziehen.

Das Konzert bei Kaffee und Kuchen begeisterte das Publikum, das einem spontanen Spendenaufruf für den Kinderchor folgte. Am Ende lagen knapp 280 Euro für die Kinder im Spendentopf. „Danke“ sagt Uta Rodenberg begeistert allen Spendern.

  Foto: Hans Bechtel

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