Greiwing enthüllt zum 90. Geburtstag einen besonderen Auflieger
Unikat soll international unterwegs sein

GReven/Reckenfeld -

Mit einem Lkw, mit dem Firmengründer Alfons Greiwing Kohle und Zement transportierte, hat alles begonnen. Am Dienstag konnte das Unternehmen Greiwing mit Sitz in Reckenfeld den 90. Geburtstag feiern.

Dienstag, 28.01.2020, 21:30 Uhr
Erich Greiwing (vorn, Mitte) enthüllte mit seinen Söhnen Roland (links) und Jürgen Greiwing den Auflieger. Ein Grafitti-Künstler hat darauf den Seniorchef als jungen Burschen verewigt.
Erich Greiwing (vorn, Mitte) enthüllte mit seinen Söhnen Roland (links) und Jürgen Greiwing den Auflieger. Ein Graffiti-Künstler hat darauf den Seniorchef als jungen Burschen verewigt. Foto: Oliver Hengst

Ein einziger Lkw, mit dem Firmengründer Alfons Greiwing Kohle und Zement transportierte – lange her. 90 Jahre, um genau zu sein. Heute ist Greiwing immer noch ein Familienunternehmen, hat aber hunderte Zugmaschinen und Auflieger im Einsatz. Gut 800 Menschen arbeiten an zwölf Standorten für die international agierende Spedition, die mehr als 100 Millionen Euro im Jahr umsetzt.

90 Jahre – das ist zwar kein richtiges Jubiläum, aber allemal ein Grund zum Feiern. Daher waren alle Mitarbeiter des Standortes Greven (Carl-Benz-Straße) in die große Werkhalle geladen, zu Sekt und Fingerfood. Und dann habe man, sagte Jürgen Greiwing , auch noch „eine kleine Überraschung“ für die Belegschaft. So ganz klein fiel die allerdings nicht aus: Ein verhüllter Auflieger rollte in die Halle.

Als Erich Greiwing und seine Söhne Jürgen und Roland den Sichtschutz entfernt hatten, brandete Applaus auf. Zum Vorschein kam ein echtes Unikat: ein Silo-Auflieger mit einem historischem Motiv an der Seite, Erich Greiwing als junger Mann neben einem Büssing 8000, 180 PS, das erste Fahrzeug, mit dem einst Zement ausgeliefert worden war. Auf dem Nummernschild ist das Gründungsjahr „1930“ verewigt. Und am Heck wirbt der „Opa“, Firmengründer Alfons Greiwing, mit einem kecken Spruch um Logistik-Nachwuchs. „Besser geht es nicht“, strahlte Erich Greiwing, der sich spontan für die erste Fahrt mit dem neuen Fahrzeug bewarb. „Der Lkw wird definitiv im nationalen und internationalen Fernverkehr eingesetzt“, versprach Jürgen Greiwing, der ebenso wie Roland Greiwing geschäftsführender Gesellschafter ist.

90 Jahre in einem umkämpften Markt zu bestehen – Greiwing hat das nicht zuletzt seiner Mitarbeiterschaft zu verdanken. „Es macht unheimlich Spaß, mit der Truppe zu arbeiten“, sagte Jürgen Greiwing. Zudem punkte man mit einer großen Produktpalette. Denn längst transportiert Greiwing nicht nur, sondern bietet Kunden ein Logistik-Komplettpaket an – bis hin zum Abfüllen und Etikettieren der Ware.

Apropos Ware: Greiwing hat sich spezialisiert auf granulierte, pulverisierte und staubförmige Rohstoffe, Komponenten und Produkte aus verschiedensten Branchen – von der Backzutat bis zum Baustoff. In Greven wird verwaltet und gesteuert. Zudem ist dort die Lkw-Werkstatt ansässig. Auch Neufahrzeuge werden ausgerüstet – die im Übrigen höchstens drei Jahre lang genutzt werden. Größtes Problem wie auch in anderen Branchen: der Fachkräftemangel. „Eine ganz große Herausforderung“, sagt Jürgen Greiwing. Man hofft auf eine Imagekampagne, die demnächst anrollt.

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