Hotel-Restaurant schließt Ende des Monats
Das Ende des Eichenhofes

Greven -

Das Hotel Eichenhof schließt Ende des Monats. Das bestätigte die Pächterin Tanja Kleine. Mitarbeiter der städtischen Bauordnung hatten Mängel in dem Gebäude festgestellt, unter anderem geht es um Brandschutz. Bestimmte Bereiche des Hotel dürfen nicht mehr genutzt werden.

Mittwoch, 05.02.2020, 09:48 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 11:18 Uhr
Hotel und Restaurant Eichenhof ist bald Beschichte. Ende des Monats ist Schluss.
Hotel und Restaurant Eichenhof ist bald Beschichte. Ende des Monats ist Schluss. Foto: Peter Beckmann

Dem Personal ist gekündigt, der offiziell letzte Tag steht fest. Am Ende diesen Monats ist das Hotel Eichenhof am Hansaring Geschichte. „Wir schließen Hotel und Restaurant zum 29. Februar“, erklärt die Betreiberin des Hotels, Tanja Kleine .

Gründe? Gibt es wohl einige. „Wir müssen schließen, da der Verpächter eine Nutzungsuntersagung der Stadt bekommen hat“, erklärt Kleine. So seien bei einer Brandschutzbegehung erhebliche Mängel festgestellt worden. „Es fehlt ein zweiter Fluchtweg.“ Außerdem habe sich ergeben, dass das Backhaus, das vor Jahren direkt an der Straße neu aufgebaut wurde, als Einfamilienhaus eingetragen sei und auch die Seminarräume im Obergeschoss offiziell als solche nicht nutzbar seien. „Wie sich heraus gestellt hat, ist das seit 2002 so.“

Kleine zählt weitere Gründe auf. Eine total veraltete Heizungsanlage, alte Fenster, die dringend erneuert werden müssten, ein fehlender Fettabscheider in der Küche. „Ich sehe keine Zukunft mehr für das Hotel“, fasst Kleine zusammen.

Tanja Kleine betreibt das Hotel seit Februar 2018. Vorher führten Markus Denk und vorher Ingeborg Denk das Hotel. Letztere hatte 2010 die Notbremse gezogen und ein Insolvenzverfahren beantragt. Zwischenzeitlich gab es Pläne, das Hotel zu erweitern. Diese scheiterten am Veto der Politik, die nicht in Kauf nehmen wollte, dass der benachbarte städtische Spielplatz dafür aufgegeben würde.

Eigentümer der Immobilie selbst ist Markus Denk, ein angeheirateter Onkel von Tanja Kleine. Er wollte das Hotel verkaufen, 2,3 Millionen Euro wurden auf den Immobilienportalen für das Ensemble, das zum Teil unter Denkmalschutz steht, gefordert. Ein Käufer wurde wohl nicht gefunden.

Tanja Kleine hatte selbst die Stadt beauftragt, die Immobilie genauer in Augenschein zu nehmen. „Ich wusste immer, da ist irgendetwas im Argen“, erklärt sie gegenüber unserer Zeitung. Sie und der Verpächter Markus Denk fechten derweil Meinungsverschiedenheit vor Gericht aus. „Zum laufenden Verfahren möchte ich aber nichts sagen“, so Kleine.

Den elf Mitarbeitern wurde inzwischen die Kündigung zugestellt. Am 16. Februar führt Tanja Kleine im Hotel einen großen Flohmarkt durch. „Da wird alle verkauft, vom Geschirr bis zu den Möbeln“, erklärt sie. Und dann geht es für sie persönlich nach Schweden. „Ich werde dort ein Hotel eröffnen“, erklärt Kleine, die mit einem Schweden verheiratet ist.

Von Seiten der Stadtverwaltung wird die Begehung des Hotels bestätigt. „Frau Kleine hat die Mitarbeiter der städtischen Bauordnung auf Mängel aufmerksam gemacht, es wurden auch Mängel festgestellt. Bestimmte Bereiche des Hotel dürfen nicht mehr genutzt werden“, bestätigte Wolfgang Jung, Pressesprecher der Stadtverwaltung.

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