Die Arbeit der freiwilligen Mitarbeiter im städtischem Team Jugendarbeit
„Sie haben einfach Bock“

Greven -

Welche Aufgaben übernehmen Freiwillige im städtischen Team Jugendarbeit? Und was haben sie von ihrem Engagement? Wir haben drei junge Frauen getroffen, die diese Fragen beantworten können.

Freitag, 14.02.2020, 15:10 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 15:02 Uhr
Freiwillige Mitarbeiter im städtischem Team Jugendarbeit (von links): Esra Semirgin, Rukiyat Aileru und Jennifer Pähler.
Freiwillige Mitarbeiter im städtischem Team Jugendarbeit (von links): Esra Semirgin, Rukiyat Aileru und Jennifer Pähler. Foto: Nele Grüter

Seit sechs Monaten arbeiten Jennifer Pähler, Esra Semirgin und Rukiyat Aileru freiwillig im städtischen Team Jugendarbeit in Greven. Esra Semirgin und Rukiyat Aileru machen ihr freiwilliges soziales Jahr im Jugendzentrum Karderie, Jennifer Pähler leistet ihren Bundesfreiwilligendienst in der mobilen Jugendarbeit Hansaviertel. Die beiden Bereiche hängen eng zusammen.

Das städtische Team Jugendarbeit nimmt seit 15 Jahren jeweils drei Freiwillige auf. „Und damit haben wir richtig gute Erfahrungen gemacht“, sagt Georg Dodt , Leiter des Teams Jugendarbeit der Stadt Greven. Die jungen Leute seien extrem engagiert und mit Herzblut bei der Sache. Christina Tenger, zuständig für die Mobile Jugendarbeit Hansaviertel, stimmt zu: „Die Freiwilligen haben einfach Bock.“

Und das merkt man auch. Die drei Freiwilligen leiten eigene Projektgruppen, Treffpunkte und Cliquen, begleiten die hauptamtlichen Street-Worker und gehen dabei eigenständig auf die Jugendlichen zu und planen mit ihnen unter anderem Konzerte. Das funktioniert dieses Jahr laut Georg Dodt besonders gut.

Jennifer Pähler leitet montags eine Mädchenclique, die Mädchen im Alter von sechs bis 14 Jahren besuchen. Dort werden Kinoabende veranstaltet, Spiele gespielt und gekocht oder gebacken. Was jeweils genau ansteht, bestimmen die Jugendlichen zusammen mit den Freiwilligen. „Es ist zwar manchmal sehr chaotisch, aber dafür hat man auch sehr viele Freiheiten. Das heißt aber auch Verantwortung zu übernehmen“, sagt sie. Die 19-jährige war immer schon stark an sozialen Berufen interessiert und entschied sich letztendlich für die Arbeit in der mobilen Jugendarbeit Hansaviertel. Auch Rukiyat Aileru wollte immer schon mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und probiert dies nun in der Karderie aus.

Die 18-jährige Esra Semirgin hat dagegen ihr Fachabitur im Bereich Wirtschaft und Verwaltung gemacht, sich aber danach auch Erlebnisse in anderen Bereichen gewünscht. „Die Erfahrungen hier in der Karderie haben mich so beeinflusst, dass ich mir nun auch vorstellen könnte, später einen sozialen Beruf auszuüben“, sagt sie selbst. Viele der Jugendlichen kennen die drei schon privat. Da muss man auf Distanz gehen können. Aber deswegen eignet sich diese Arbeit auch so für junge Menschen, „da sie so auch lernen, dass es Probleme geben kann und dass man damit umgehen muss“, sagt Georg Dodt.

Die Frage, was den Freiwilligen am besten gefällt, ist für alle schwer zu beantworten, „es ist die Mischung aus allem“, sagt Jennifer Pähler. Aber in einem Punkt sind sich alle einig, sie würden sich definitiv noch mal für eine freiwillige Mitarbeit im städtischen Team Jugendarbeit bewerben.

Jugendliche, die sich für ein freiwilliges soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst interessieren, können sich bis zum 31. März bewerben. Informationen unter www.greven.net oder auf Nachfrage bei christina.tenger@stadt-greven.de.

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