Stadt prüft Alternativen
Grünannahme am Wertstoffhof: Absperrung bleibt

Greven -

Die Situation am neuen Wertstoffhof hatte zuletzt Kritik von einigen Nutzern ausgelöst, die das Abladen von Grünabfall als zu beschwerlich empfinden. Doch die Situation bleibt zunächst unverändert. Aus Gründen der Sicherheit.

Samstag, 15.02.2020, 11:42 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 15:00 Uhr
Über diese hohe Absperrung muss der Grünabfall bislang hinübergehoben werden – dabei bleibt es vorerst auch.
Über diese hohe Absperrung muss der Grünabfall bislang hinübergehoben werden – dabei bleibt es vorerst auch. Foto: Oliver Hengst

Die Technischen Betriebe haben eine Untersuchung zur Situation der Grünannahme am neuen Wertstoffhof in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis nun (allerdings noch nicht schriftlich) vorliegt. „Die Untersuchung bestätigt unsere Einschätzung“, sagte André Kintrup , der aktuell die Geschäfte der Technischen Betriebe leitet. Demnach sei das Entfernen der Absperrung zur Erleichterung des Abladens aus Arbeitsschutzgründen nicht zulässig.

Die Situation hatte zuletzt Kritik von einigen Nutzern ausgelöst, die das Abladen von Grünabfall als zu beschwerlich empfinden. Es muss vom Hänger oder aus dem Kofferraum über die Absperrung (90 Zentimeter hoch) in den Container gehievt werden. Das kritisierte nun im Betriebsausschuss auch Hans-Jürgen Hildwein (FDP) als „sehr, sehr umständlich“. Am alten Standort sei das Entladen deutlich leichter gefallen. „Die Komfortzone war vorher recht groß“, umschrieb Ulrich Zeranka (SPD) seine Eindrücke. Doch die dort praktizierte Lösung, dass Grünabfall einfach abgeschüttet werden kann, um ihn dann von einem Frontlader zusammenzuschieben zu lassen, will die Stadt am neuen Standort nicht umsetzten. „Wenn der Schieber fährt, muss jedes Mal abgesperrt werden“, sagte Zeranka. Kintrup ergänzte: „Wer es auf den Anhänger geschafft hat, bekommt es auch wieder runter.“ Dennoch sagte er zu, dass man auch noch andere Lösungen prüfe. Der Vorschlag von Hildwein, doch wenigstens die untere von zwei Absperrstreben zu entfernen, könnte dazugehören.

Kintrup warb gleichwohl um Verständnis, der Wertstoffhof sei gerade mal sechs Wochen in Betrieb, manches müsse sich erst einspielen. „Die meisten Nutzer sind voll des Lobes. Nur eine kleiner Prozentsatz ist nicht zufrieden.“ Dass er gut angenommen werde, belegt eine Zahl: In den ersten sechs Wochen sind unter anderem satte sechs Tonnen Mettalschrott abgegeben worden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7260163?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Italien-Rückkehrer in Deutschland mit Coronavirus infiziert
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus (SARS-CoV-2, orange), das aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen (grau) austritt.
Nachrichten-Ticker