Sperrmüll an der Stauffenbergstraße
Schon zwei Wochen Ärger – TBG nicht zuständig

Greven -

Immer Ärger mit dem Sperrmüll. Aber die Stadt zieht sich den Schuh an der Stauffenbergstraße nicht an. Reine Privatsache.

Mittwoch, 19.02.2020, 10:44 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 11:00 Uhr
Ärgerlich für die Anwohner: Illegal entsorgter Sperrmüll auf einem Grundstück an der Stauffenbergstraße.
Ärgerlich für die Anwohner: Illegal entsorgter Sperrmüll auf einem Grundstück an der Stauffenbergstraße. Foto: Privat

Definitiv: Es ist Sperrmüll? Und ja: Und es sieht schon seit zwei Wochen schäbig aus, schreibt eine empörte Grevenerin an unsere Redaktion.

An der Stauffenbergstraße türmt sich zwischen zwei Gebäuden, was so vom Wohnen übrig bleibt. „Schöner Wohnen im Hansaviertel“, sagt Anliegerin Silke Löbbert , „dies ist der Niedergang eines Mythos.“

Der Sturm Victoria machte in den letzten Tagen den Niedergang noch perfekter. Jetzt fliege der Müll auch noch in die Anlagen ringsherum. Die Technischen Betriebe, erfuhren die aufgebrachten Anlieger, könnten keinen Abfuhrtermin nennen.

Die Technischen Betrieb fühlen sich derweil nicht zuständig. „Der Sperrmüll befindet sich auf dem privaten Gelände der Hausbesitzer“, sagt Wolfgang Jung , städtischer Pressesprecher.

Eine der Hausverwaltungen sitze in Münster und man habe die Eigentümer angesprochen: „Die sind im Bilde.“ Bei den Häusern handelt es sich übrigens nicht um Sahle-Gebäude. Mit dem heimischen Wohnungsunternehmen laufe die Zusammenarbeit gut.

Auch in der Vergangenheit hat es immer wieder Ärger mit Sperrmüll gegeben, der zu früh an die Straße gestellt wurde. Seit der Einführung des Grevener Wertstoffhofes an der Saerbecker Straße hat sich allerdings das System komplett geändert. Während früher Sperrmüll zu bestimmten Zeiten abgefahren wurde, sollte er heute – zerlegt in die richtigen Wertstofffraktionen – am Wertstoffhof abgegeben werden.

Als Entschädigung für den neuen Entsorgungsweg, der ja voraussetzt, dass die Grevener auch unförmigen Müll bis zur Saerbecker Straße transportieren können, haben die Haushalte die Möglichkeit, den Sperrmüllwagen zu bestellen.

„Zweimal im Jahr“, so Wolfgang Jung, „und das ist dann sogar kostenlos.“ In anderen Städten, wie in Ibbenbüren kann die Sperrmüllabfuhr öfter bestellt werden. Dann wird ein Sammeltermin genannt – und es sind 20 Euro fällig.

„Auch früher konnte man seinen Müll nicht einfach so an die Straße stellen“, sagt Jung.

Wer Sperrmüll auf legale Weise loswerden will, kann ein Meldeformular im Rathaus abholen oder unter www.greven.net/sperrmuell im Internet ausfüllen.

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