Städtebaulicher Plan für Bereich an der Nordwalder Straße
Großer Entwurf – und konkrete Pläne

Greven -

Es gibt neue, spannende Pläne für eine mögliche Bebauung entlang der Nordwalder Straße. Die jetzige Raiffeisenfläche wäre demnach erst der Anfang.

Donnerstag, 27.02.2020, 06:54 Uhr aktualisiert: 27.02.2020, 07:01 Uhr
1, 2, 3 – mit diesen Prioriäten versieht das Planungsamt die Bereiche an der Nordwalder Straße.
1, 2, 3 – mit diesen Prioriäten versieht das Planungsamt die Bereiche an der Nordwalder Straße. Foto: Stadt Greven

Alles in einem Rutsch. Im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt geht es am Donnerstag, 5. März, um 17 Uhr im Rathaus um die Gestaltung des Eingangstors in die Stadt an der Nordwalder Straße. Einerseits wird dort den Kommunalpolitikern ein städtebaulicher Rahmenplan für das Areal von der Raiffeisen-Genossenschaft bis zur Kerkstiege auf beiden Seiten der Nordwalder Straße vorgestellt.

Andererseits sollen gleich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Denn die Raiffeisen hat das renommierte münsterische Architektenbüro Bolles + Wilson (unter anderem Stadtbibliothek Münster) mit den Planungen für zahlreiche Wohnungen auf dem Gelände ihres jetzigen Lagers beauftragt.

In drei Hausriegeln könnten dort 114 Wohnungen entstehen, nach den neuen Vorgaben der Stadt wären davon 35 Prozent, oder 40 Einheiten, öffentlich geförderter Wohnraum.

Die Gebäude sind durch die Bahnschienen vom neuen Emstor-Gebäude getrennt, so dass in diesem Bereich der Nordwalder Straße eine erhebliche Zahl von Neubürgern angesiedelt werden dürften. Mit all den Anforderungen für die Infrastruktur in der Umgebung.

Bei den geplanten Mehrfamilienhäusern versuchen Bolles + Wilson durch die bauliche Anlage der Gebäuderiegel im Dreieck Bahn / Nordwalder Straße / Biederlackstraße die Lärmbelästigung zu reduzieren.

Durch die Anordnung der Gebäude ergibt sich eine abschirmende Wirkung für die Innenbereiche, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung. Zudem könne durch die Grundrissgestaltung und die Verwendung von Schallschutzfenstern die Lärmbelastung der Wohnnutzungen verringert werden. Im Innenbereich soll sie nur noch bei 30 Dezibel liegen, deutlich weniger als direkt an der Straße.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Rat der Bauverwaltung den Auftrag mitgegeben, den Bereich entlang der Nordwalder Straße städtebaulich neu zu überplanen. Dieser Bereich stellt die Verbindungsachse zwischen den Stadtteilen links der Ems und rechts der Ems dar, werde dieser Funktion aber städtebaulich aufgrund der heterogenen Bebauungsstruktur nicht gerecht, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

In dem Planentwurf werden zunächst einmal nur die Baulinien für eine spätere mögliche Bebauung festgelegt.

Die Agrargenossenschaft Raiffeisen Münster Land verlagert ihren Standort in Greven vom derzeitigen Betriebssitz an der Nordwalder Straße in das Gewerbegebiet Nien Esch, wo derzeit Neubau des Raiffeisen-Marktes und der großen Getreidesilos entsteht. Dadurch werden die Grundstücke des Raiffeisen-Marktes und der Verwaltung an der Alten Bahnhofstraße frei.

Nach den Plänen der Raiffeisen steht zunächst das Gelände an der Alten Bahnhofstraße zur Verfügung. Der östliche Gebäuderiegel an der Gutenbergstraße soll aufgrund seiner Lage im Erdgeschoss eine Geschäfts- und Dienstleistungsnutzung erhalten, während die darüber liegenden Geschosse zu Wohnzwecken genutzt werden.

Die beiden anderen Gebäuderiegel sollen ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt werden, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Der Rahmenplan, über den der Ausschuss in diesem Zusammenhang berät, betrifft ein Gebiet, das in der Vergangenheit ohne Planung oder Konzept entstanden ist. Es habe sich, so die Verwaltung, Gemengelagen, ein Nebeneinander unverträglicher Nutzungen – Gewerbe und Wohnen – entwickelt. Einher gingen städtebauliche Problemlagen, die der gewachsenen Struktur der Nutzungen

So wurden beispielsweise bestehende Gebäude überformt und die städtebauliche und gestalterische Qualität für den Bereich, der als zentrales Verbindungsstück zwischen den Stadtteilen Greven Kern, rechts und links der Ems eine prioritäre Rolle in der Stadtgliederung einnimmt, nahm merklich ab, so die Vorlage.

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