Absage des Frühlingsfestes und der Musiknacht
Grevener Frühling ein Corona-Opfer

Greven -

Nein, angekommen ist der Corona-Virus in Greven noch nicht. Aber. Er zeigt bereits Wirkung. So hat Greven Marketing jetzt das Frühlingsfest und die Musiknacht abgeblasen. Beides sollte in zwei Wochen stattfinden. Ob am Freitag das große Doppelkopf-Turnier stattfindet ist noch unklar.

Dienstag, 10.03.2020, 06:54 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 07:00 Uhr
Der Frühling muss in Greven in diesem Jahr ohne Fest auskommen. Ein herber Verlust für die Geschäftsleute.
Der Frühling muss in Greven in diesem Jahr ohne Fest auskommen. Ein herber Verlust für die Geschäftsleute. Foto: Peter Beckmann

Irgendwie war das ja fast zu erwarten. Nachdem die Nachbarstadt Emsdetten ihr Frühlingsfest am Wochenende abgesagt hatte, zog gestern Greven Marketing nach. Das für den 29. März geplante Frühlingsfest findet nicht statt. „Wir bedauern das sehr“, erklärte Peter Hamelmann von Greven Marketing, „für die Geschäfte und vor allem den Autohandel ist der Grevener Frühling immer ein wichtiger Termin gewesen.“

Hintergrund der Absage ist natürlich das Corona-Virus, das inzwischen auch im Kreis Steinfurt angekommen ist und der Rat des Bundesgesundheitsministers Spahn, größere Veranstaltungen nicht durchzuführen.

Ebenfalls betroffen: Die Musiknacht am Tag zuvor in den Kneipen. Auch diese Konzerte sind abgesagt. Bereits bezahlte Eintrittsgelder werden erstattet. „Was die Musiknacht angeht“, so Hamelmann, „werden wir mit den beteiligten Wirten überlegen, ob es einen Ausweichtermin im Herbst geben kann.“ Für die Frühlingsveranstaltung sei das nicht möglich. Herbst ist nun mal nicht Frühling.

Auch weitere Veranstaltungen stehen auf der Kippe. Der Martinus-Cup der Martini-Grundschule wurde abgesagt. Das für Freitag geplante Doppelkopfturnier des Schützenvereins Frohsinn Ost im Ballenlager und in der Kulturschmiede wird bislang stattfinden. Daran nehmen immer so zwischen 350 und 400 Menschen teil. Aber ob es denn wirklich stattfinden kann, wird sich erst heute entscheiden. „Wir warten da auf eine Aussage vom Kreis“, erklärt Volker Havixbeck, Vorsitzender des Vereins. Denn der Kreis könne zumindest Veranstaltungen in öffentlichen Gebäuden – und dazu zählen Ballenlager und Kulturschmiede – unterbinden.

Begeistert wäre der Verein sicherlich nicht. „Wir haben schon zahlreiche Anmeldungen bekommen, abgemeldet haben sich nur ganz wenige Spieler“, erklärt Havixbeck. Und: Mit einem Teil des Gewinns aus dem Doppelkopfturniers werde ja schließlich auch das Schützenfest des Vereins mitfinanziert.

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