Peter Lakenbrink will mit seiner Mode-Idee gute Laune verbreiten
Doppel-Mützen für die Party-Meile

Mittwoch, 18.03.2020, 10:25 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 16:27 Uhr
Peter Lakenbrink mit seinen Design-Mützen.
Peter Lakenbrink mit seinen Design-Mützen. Foto: Günter Benning

Ja, so könnte es bald wieder sein. Nach dem Virus. In der Welt, die den Grevener Lakenbrink auf sein Nebenerwerbsgeschäft gebracht hat. Hauptberuflich ist er nämlich eigentlich Mathematiker. Und als solcher im Ahlener IT-Unternehmen des Greveners Prof. Klaus Gellenbeck als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Er befasst sich mit Abfallanalysen und mit betrieblichen Abläufen. „Ich mache die Produktion digitaler“, sagt Lakenbrink.

In einem anderen Leben ist er allerdings deutlich spaßnäher unterwegs. Nämlich als Fußballer. 09, DJK, so fing er an. Dann spielte er für zwei Jahre in der Jugend des BVB und schließlich noch bei Borussia Emsdetten . Es folgten drei Kreuzbandrisse und seit dieser Saison spielt er mit seinem Bruder Bernd in der ersten Mannschaft der 09er. Kleines Programm, sagt er, nur drei bis vier Mal pro Woche Training. Wie gesagt, wir sprachen mit ihm darüber – vor Corona.

Aber Lakenbrink hat auch Lust an modischen Gimmicks. Die Skimützen, die vor ihm auf dem Tisch liegen, sehen jetzt nicht gerade aus, als seien sie frisch erfunden worden. Vorne prangt jeweils ein Spruch oder ein Wort. Zum Beispiel „Zu mir“. Oder „Engel.“ Lakenbrink setzt sich die Mütze auf, klappt den Rand um und dann liest man „Zu dir“ oder „Teufel“. Das ist seine Idee.

Für diese Kreation hat er eine Internetseite gebastelt, die huhuciaoi.com heißt. Der Name kommt auch aus dem Fußball und verdankt sich dem Spieler Tore Glanemann aus Greven. Lakenbrink: „Der hat jedes Mal Huhu gesagt, wenn er kam. Und Ciaoi, wenn er ging.“ Zusammengestrickt ergibt das Huhuciaoi, was sich durchaus flüssig spricht, wenn man es übt.

Die Huhuciaoi-Mützen bekommt Peter Lakenbrink aus – huhu! – China. Im Moment heißt das ja wohl eher – ciaoi! Immerhin hat er noch einiges auf Lager. Eigentlich besteht seine Kreation ja auch aus drei Teilen: Der Mütze, dem Aufsetzer und dem gesetzlich vorgeschriebenen Etikett, das erklärt, woraus alles besteht und ob man es bügeln kann. Alles also aus China – aber zusammengenäht wird es in Greven. „Von meiner Mutter“, sagt Lakenbrink. Wenn das Geschäft mal größer wird, denkt er auch an weitere Hilfen.

Über seine Internetseite hat er bereits deutschlandweit einige Mützenfans erreicht. „Für das Apres Ski kann ich mir das sehr gut vorstellen“, sagt Lakenbrink, ohne schon zu wissen, dass derzeit Apres Ski etwas anders verstanden wird als vor Wochen. Vorgestellt hat er seine Mütze bereits dem Bierkapitän von Malle, Richard Bier. „Der hat positiv reagiert“, sagt Lakenbrink, „die Mütze passt eben auf jeden Kopf.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7331641?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Nachrichten-Ticker