Anzeige nach Demonstration
Check-in-Schalter am FMO blockiert: Passagiere wurden behindert

Greven -

Weil sie gegen den Türkei-Krieg in Syrien demonstriert haben, hat der Flughafen die Protestierer angezeigt. Vorwurf des FMO: Hausfriedensbruch. Die Demonstranten wehren sich.

Dienstag, 17.03.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 22:07 Uhr
Anzeige nach Demonstration: Check-in-Schalter am FMO blockiert: Passagiere wurden behindert
Rund 20 Aktivisten hatten am FMO den Check-in-Schalter von Sun Express für den Flug nach Antalya blockiert. Foto: Pressefoto

Demonstranten haben eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erhalten, weil sie im November gegen den Krieg der Türkei in Rojava (Syrien) demons­triert und dabei Flugreisendeam Einchecken gehindert haben. Das hat Thomas Siepelmeyer von der „Perspektive Rojava“ berichtet. Der Sprecher des Flughafens Münster-Osnabrück ( FMO ), Andrés Heinemann, hat am Dienstag bestätigt, dass der FMO die Anzeige erstattet hat.

Die rund 20 Demons­tranten hätten sich vor denCheck-in-Schalter gestellt, sodass Passagiere „sehr lange“in einer Schlange stehen mussten. Deswegen hätte ein neuer Schalter aufgemacht und von Polizisten geschützt werden müssen. Der Flug ist pünktlich gestartet. Die De­monstranten hatten die Ur­lauber aufgefordert, „die Türkei touristisch zu boykottieren“. Siepelmeyer fordert alle Ratsmitglieder in Münster auf, sich gegen die Straf­anzeigen auszusprechen. Sie würden die Ausübung des Meinungs- und Versammlungsgesetzes beschneiden.

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