Wasserwerk: Komplettes Rohrleitungsnetz der Filteranlage erneuert
Jede Leitung ist eine Maßanfertigung

Greven -

Wenn das Rohrleitungsnetz der Filteranlage im Wasserwerk Greven erneuert werden muss ist Präzision gefragt.

Sonntag, 22.03.2020, 20:10 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 20:40 Uhr
Mehr oder weniger pünktlich zum Tag des Wassers am Sonntag, 22. März, kann Wassermeister Jörg Bürgin eine große Baumaßnahme im Grevener Wasserwerk abschließen.
Mehr oder weniger pünktlich zum Tag des Wassers am Sonntag, 22. März, kann Wassermeister Jörg Bürgin eine große Baumaßnahme im Grevener Wasserwerk abschließen. Foto: Stadtwerke Greven

Mehr oder weniger pünktlich zum Tag des Wassers am Sonntag, 22. März, konnte Wassermeister Jörg Bürgin eine große Baumaßnahme im Grevener Wasserwerk abschließen. „Die Übereinstimmung ist reiner Zufall, aber irgendwie auch passend“, sagt Bürgin. In den vergangenen drei Jahren ist das komplette Rohrleitungsnetz der Filteranlage erneuert worden, jetzt ist, bis auf einige Restarbeiten, das Projekt fertig. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtwerke hervor.

Das bedeutet: Planungen, die weit im Vorfeld durchzuführen waren, enge Zeitfenster und ebenso enge Arbeitsbedingungen vor Ort. Diese Herausforderungen haben alle Beteiligten gemeistert, ohne irgendeine Beeinträchtigung beim Kunden. Jörg Bürgin: „Unser Grundsatz ist stets: Die Versorgung muss immer zu 100 Prozent gewährleistet sein. Der Kunde soll es gar nicht merken, wenn am Wasserwerk gearbeitet wird. Wir können die Anlage nicht einfach komplett abstellen.“

Deshalb haben die Arbeiten immer in den Wintermonaten stattgefunden, gestreckt über drei Jahre. „Im Winter haben wir einen geringeren Wasserverbrauch als im Frühjahr oder im Sommer. Dann können wir auch mal Filter aus dem Betrieb nehmen“, so Jörg Bürgin. In dieser Zeit wurden schrittweise neue Rohrleitungen eingebaut. Und das ist Schwerstarbeit, denn alle Leitungen sind in einem Kriechkeller unter den großen Filtern installiert. „Da ist dann teilweise wirklich Muskelkraft gefragt, weil es dort einfach zu eng ist für großes Gerät“, blickt der Wassermeister auf die Arbeiten zurück.

Zunächst mussten die alten Rohre ausgebaut werden: „Das ist massiver Stahl aus der Zeit, als das Wasserwerk in Betrieb ging, also Anfang der 50er Jahre. Wenn man die anheben will, sind zum Teil acht Leute nötig.“ Die Leitungen waren nicht defekt, hatten aber das Ende ihre Betriebsdauer erreicht. Im Sinne der Versorgungssicherheit war der Austausch notwendig.

Die neuen Rohre sind aus Edelstahl, nicht ganz so wuchtig, aber trotzdem keine Leichtgewichte. Jede Rohrleitung ist eine Maßanfertigung, schon beim Maßnehmen ist absolute Präzision gefragt, genauso wie bei der Fertigung und der Montage. „Da darf kein Zentimeter fehlen. Da kann man nichts mal eben zurechtbiegen. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor den Fachleuten, die für den Einbau zuständig sind. Das ist eigentliche hohe Kunst“, zollt der Leiter des Wasserwerks den Kollegen einer Fachfirma Respekt.

Mit dem Austausch der Rohrleitungen ist dieser Teil des Wasserwerks auf dem neuesten Stand. „Die alten Rohre haben fast 70 Jahre gehalten, mit der Umrüstung haben wir im Wasserwerk unsere Hausaufgaben erledigt und, was diesen Teil angeht, erst einmal Ruhe“, so Jörg Bürgin. Das heißt aber nicht, dass nun der Stillstand einzieht. Die nächste Baumaßnahme wird schon geplant: Im kommenden Januar werden zwei der großen Filter überholt - auch das im Sinne der Versorgungssicherheit.

Die Vereinten Nationen haben den 22. März zum Tag des Wassers erklärt, um auf die lebensnotwendige Bedeutung des Wassers hinzuweisen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Water and Climate Change“, also Wasser und Klimawandel.

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