Polizei löst über soziale Medien angemeldete Privatfeier auf
Corona-Party und spuckender Gastgeber

Greven -

Die Polizei löst in Greven eine Corona-Party. Und wird auch noch angespuckt.

Montag, 23.03.2020, 12:58 Uhr aktualisiert: 23.03.2020, 17:07 Uhr
Corona-Virus
Corona-Virus Foto: Adobe Stock (Romolo Tavani)

„Das ist das, wovor uns Frau Merkel immer warnt“, sagt ein Sprecher der Polizei. Am Freitag erfuhr die Polizei in Greven durch aufmerksame Zeugen, dass in sozialen Medien zu einer Corona-Party aufgerufen worden sei.

Wie aus den sozialen Medien zu entnehmen war, sollte die Party gegen 21 Uhr stattfinden. Der Aufruf zu dieser Party fand über eine private Rufnummer statt, erklärt der Polizeisprecher.

Die Polizei konnte schnell die Adresse zu dieser Rufnummer ausfindig machen. Es handelte sich dabei um eine Wohnung in der Halstrastraße.

Die Polizeibeamten fuhren zu dieser Adresse und trafen dort auf eine 47-jährige Frau mit ihrem 25-jährigen Sohn. Der junge Mann habe sich von Anfang an sehr aggressiv verhalten. Er hustete in Richtung der Beamten und sagte dabei, dass er sich in Quarantäne befände.

Tatsächlich hatte er Kontakt zu einem positiv getesteten Corona-Patienten gehabt. Diese Angaben wurden offiziell bestätigt.

Da sich auch die 47-jährige Mutter ebenfalls sehr unkooperativ verhalten habe, untersagten die Beamten jegliche Veranstaltungen in der Wohnung mit mehreren Personen. Darüber hinaus wurden das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt über diesen Sachverhalt informiert.

Die Polizeibeamten eröffneten gegen die Frau und den jungen Mann ein Strafverfahren: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz und vorsätzliche Körperverletzung. Nun muss erst einmal durch einen Test geklärt werden, ob der 25-Jährige tatsächlich mit Corona infiziert ist.

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