Kein Wasser auf Friedhöfen
Schlott: „Die alten Menschen sollen zuhause bleiben“

Greven/Reckenfeld -

Viele Menschen wollen derzeit auf dem Friedhof die Gräber richten und bepflanzen. Friedhofsgärtner Henrik Schlott möchte aber, dass die vor allem älteren Menschen wegen der Corona-Gefahr zu Hause bleiben.

Samstag, 28.03.2020, 10:03 Uhr aktualisiert: 28.03.2020, 10:10 Uhr
Besonders ältere Menschen kümmern sich um die Gräber. Aber die sind eben auch Risiko-Patienten in Corona-Zeiten.
Besonders ältere Menschen kümmern sich um die Gräber. Aber die sind eben auch Risiko-Patienten in Corona-Zeiten.

Das herrliche sonnige Wetter hat viele Menschen dazu veranlasst, auf den Friedhof zu gehen und die Gräber der Angehörigen zu pflegen und zu bepflanzen. Das Wichtigste dabei ist natürlich Wasser. Nur: Das ist auf den Friedhöfen in Greven und Reckenfeld noch nicht angestellt. „Die Leute sind stinksauer“, berichtet ein Leser unserer Zeitung. Doch: Das nicht vorhandene Wasser ist Absicht.

„Ich kann verstehen, dass die Leute hierhin wollen und die Gräber pflegen wollen“, sagt Friedhofsgärtner Henrik Schlott auf Anfrage. Aber: „Im Moment ist es noch gar nicht notwendig, dass gewässert wird.“

Das Ganze habe natürlich etwas mit dem Corona-Virus zu tun. Der Friedhof werde schnell zu einer Art Treffpunkt. „Und es sind gerade die Risiko-Patienten, die sich um die Gräber kümmern.“ Sprich: Es sind größtenteils ältere Menschen. „Und gerade die sollen doch in diesen Tagen zuhause bleiben“, verdeutlicht Schlott.

Deshalb habe man sich in Absprache mit der Stadtverwaltung entschlossen, das Wasser nicht anzustellen. „Das ist eine schwierige Situation. Aber wir lassen die Wasserhähne geschlossen als Teil der Gesundheitsvorsorge für die älteren Menschen“, sagte Friedhofsgärtner Schlott.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7346346?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Nachrichten-Ticker