Unfall der Feuerwehr
Glanering: Löschfahrzeug im Graben

Schmedehausen -

So sollte es nicht sein. Auf der Fahrt zu einem Einsatz rutschte dies Feuerwehrfahrzeug in den Graben. Der Einsatz war auch überflüssig...

Montag, 06.04.2020, 20:03 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 17:38 Uhr
Das Ausweichmanöver des Fahrers des Löschfahrzeuges ging auf der engen Straße in die Hose, das Fahrzeug kippte in den Graben.
Das Ausweichmanöver des Fahrers des Löschfahrzeuges ging auf der engen Straße in die Hose, das Fahrzeug kippte in den Graben. Foto: Feuerwehr

Das, was da am Sonntagnachmittag passierte, war ärgerlich, nein, sogar doppelt ärgerlich. Und es entstand ein relativ hoher Sachschaden. Aber: Bei dieser kuriosen Geschichte wurde zumindest niemand verletzt.

Die Geschichte begann mit dem Anruf von besorgten Fußgängern. Die waren in der Bauerschaft zwischen Schmedehausen und Postdamm unterwegs und sahen von weitem Rauch aufsteigen. Sie informierten die Feuerwehr , die dann auch sofort mit mehreren Fahrzeugen ausrückte.

„In solchen Fällen wird immer ein Löschzug Stadt und der Löschzug vor Ort alarmiert“, erklärt Stadtbrandmeister Sebastian Greufe . Die Fahrzeuge waren schnell vor Ort. Und genau so schnell stellte sich heraus, dass der vermeintliche Rauch nicht eben dieser, sondern eine weit sichtbare Staubfahne war, die von einem auf dem Acker fahrenden Trecker verursacht worden war.

So weit, so gut. Wenn da nicht die Gruppe Radfahrer gewesen wäre – vermutlich eine Familie. Denen wollte der Fahrer eine Löschfahrzeuges des Löschzuges Stadt – wie vorgeschrieben mit 1,50 Meter Abstand – Platz machen. Auf den engen Straßen des Glanerings nicht ganz einfach.

Es passierte, was passieren konnte. Der Fahrer bremste das Auto ab, lenkte nach rechts auf die Bankette. Aufgrund des Gewichtes des Löschfahrzeuges – immerhin bringt so ein Auto 16 Tonnen auf die Waage – brach die Bankette ab, das Löschfahrzeug kippe um in den Graben und bleib auf der rechten Seite liegen. Verletzt wurde dabei niemand, der Fahrer konnte unverletzt aus dem Auto klettern.

Die Bergung des Feuerwehrfahrzeuges erwies sich dann allerdings als komplizierter als gedacht. „Wir konnten das Fahrzeug mit eigenen Mitteln nicht bergen, es musste ein Großkran der Firma Buller und ein Spezialabschlepper angefordert werden“, erzählt Greufe.

Das Fahrzeug wurde komplett ausgeräumt, die rund 2400 Liter Löschwasser abgelassen um das Gewicht zu verringern. Nachdem dann Teile der Beifahrerseite frei gelegt worden waren und an den Radbolzen Befestigungswerkzeug befestigt werden konnte, wurde das Fahrzeug geborgen.

Das Auto steht inzwischen wieder auf allen vier Rädern und muss jetzt von einem Gutachter untersucht werden. Greufe: „Ich gehe eigentlich davon aus, dass wir hier keinen Totalschaden vorliegen haben und das Auto nach der Reparatur wieder einsatzbereit ist.“

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