Dramatischer Appell an Landesregierung
Schnelle Corona-Hilfen für Flughäfen gefordert

Münster/Osnabrück, Paderborn, Dortmund, Weeze - die Regionalflughäfen in NRW liegen wegen der Corona-Pandemie größtenteils brach. In einem gemeinsamen Brief an die Landesregierung bitten Landräte und Oberbürgermeister jetzt um finanzielle Unterstützung. 

Mittwoch, 08.04.2020, 10:46 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 21:10 Uhr
Dramatischer Appell an Landesregierung: Schnelle Corona-Hilfen für Flughäfen gefordert
Am 24. März wurde das Terminal am Flughafen Münster/Osnabrück geschlossen. Foto: Peter Beckmann

Der Flugverkehr sei zum Erliegen gekommen, ohne „eine Unterstützung des Landes werden der Flughafen Münster/Osnabrück ( FMO ) und die anderen Regionalflughäfen die Krise nicht überstehen“, sagt der Steinfurter Landrat Klaus Effing .

Effing zitierte am Mittwoch aus einem Schreiben, das er gemeinsam mit den Oberbürgermeistern aus Münster und Dortmund, Markus Lewe und Ullrich Sierau, sowie den Landräten Manfred Müller (Kreis Paderborn) und Wolfgang Spreen (Kreis Kleve) an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) und Wirtschaftsminister An­dreas Pinkwart (FDP) geschickt hat.

„Für das Leben des FMO und aller Flughäfen in NRW müssen Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung eingeleitet werden“, betonte Lewe weiter. Es sei „unerlässlich“, für diese landesbedeutsame In­frastruktur ein staatlich finanziertes Programm aufzulegen, um diese kritische Zeit zu überbrücken. Eine Summe nannten die Kommunal­politiker nicht.

Seit Wochen finden auch in NRW kaum noch Flüge statt. Darunter leiden die kleineren Flughäfen besonders. Die zu erwartenden Verluste könnten vor dem Hintergrund der „belasteten kommunalen Haushaltslagen“nicht durch die Gesellschafter ausgeglichen werden.

In dem Schreiben betonen die kommunalen Flughafengesellschafter die wirtschaft­liche Bedeutung der Flug­häfen. Sie seien „Standortfaktoren mit erheblichen regionalökonomischen Effekten“.

Hintergrund des Schreibens ist die Tatsache, dass die Entwürfe für den NRW-Nachtragshaushalt 2020 ebenso wenig Hilfen für kommunale Unternehmen vorsehen wie das Rettungsschirmgesetz.

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