Kurse werden auf mehrere Räume aufgeteilt
Schulen öffnen – ein bisschen

Greven -

Heute läuft der Schulbetrieb wieder an – zumindest für einige hundert Schüler. Der Wiedereinstieg geschieht unter besonderen Vorzeichen, so werden Kurse nach Räumen getrennt.

Donnerstag, 23.04.2020, 06:06 Uhr aktualisiert: 23.04.2020, 16:20 Uhr
Leere Klassenzimmer – dieses Bild gibt es ab heute zumindest seltener.
Leere Klassenzimmer – dieses Bild gibt es ab heute zumindest seltener. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Normalität? Die wird sich am heutigen Donnerstag, wenn die ersten Schüler wieder in die Schulen zurückkehren, wohl nicht einstellen. Eher wird der Ausnahmezustand um eine weitere Ausnahme erweitert. Unter Einhaltung der corona-bedingten Abstands- und Hygienestandards werden die weiterführenden Schulen (und nur die) für den prüfungsvorbereitenden Unterricht in den Abschlussjahrgängen 10 bzw. in der Q2 (nur am Gymnasium) geöffnet.

An der Anne-Frank-Realschule betrifft das nach Auskunft der Stadt jene rund 100 Schüler/innen aus den vier Klassen der Stufe 10. „Sie werden in acht Gruppen auf weit auseinanderliegende Räume aufgeteilt, so dass maximal zwölf Schüler/innen in einem Raum unterrichtet werden, und bekommen Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch (die Prüfungsfächer sind)“ erläutert Wolfgang Jung , Pressesprecher der Stadt. Die Pausen werden die Gruppen räumlich getrennt voneinander (über das Schulgelände verteilt) verbringen. Bestimmte Toiletten sollen je bestimmten Gruppen zugeordnet werden.

An der Nelson-Mandela-Gesamtschule kehren rund 140 Schüler/innen der zehnten Klassen zurück. Auch h diese werden auf mehrere Räume aufgeteilt. Dafür wird ein bestimmter Bereich der Schule genutzt, um dort die Einhaltung der Hygiene-Standards gut gewährleisten zu können.

Am Gymnasium Augustinianum kehren etwa 140 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 zurück. Sie bekommen in einer Art „Schichtbetrieb“ prüfungsvorbereitenden Unterricht in den für sie jeweils abiturrelevanten Leistungs- und Grundkursen. Um Distanz halten zu können, stehen für jeden Kurs mindestens zwei Räume zur Verfügung. Alle drei Schulen müssen Sitzpläne für die Schüler festlegen und dokumentieren.

„An allen drei Schulen stehen nach derzeitigem Stand ausreichend einzusetzende Lehrkräfte nach den in der Schulmail formulierten Regelungen zur Verfügung“, betont Wolfgang Jung.

Es ist für die Schulen eine Situation, die sie so noch nie erlebt haben – und die deshalb eine besondere organisatorische Herausforderung darstellt. Diese meistern zu müssen, daran haben sich die Schulleitungen und die Lehrkräfte schon fast gewöhnt. Denn auch in den zurückliegenden Wochen war fast nichts so, wie man es gewohnt war.

„Man kann sagen, da ist eine Revolution gelaufen. Die Kollegen haben die Medien genutzt. Es haben auch viele Telefonate stattgefunden“, fasst Ingo Krimp­hoff seine Eindrücke zusammen. Der Leiter der Gesamtschule hat auch erlebt, dass einzelne Schüler den Kontakt zu ihren Lehren auch und gerade in der Zeit des Fernunterrichtes aktiv gepflegt haben. So wird es in den meisten Jahrgangsstufen auch erstmal weitergehen.

„Mit den Schülern Kontakt zu halten, das ist unheimlich gut gelaufen“, zieht der Schulleiter eine positives Zwischenfazit. Man sei der Stadt Greven dankbar, dass sie das I-Serve-System als Lernplattform technisch eingerichtet hat. „Da konnten Kollegen mit Konferenzmodul weiterhin Unterricht machen“, schildert Krimphoff.

Die Zehner, die nun als erste in die Gesamtschule zurückkehren, erwartet ab heute kein Unterricht nach Stundenplan. Man werde Angebote machen und auf die individuellen Bedürfnisse eingehen. All das mit dem Ziel, sie bestmöglich auf die anstehenden Prüfungen vorzubereiten. Dieser mündet im Erfolgsfall in die Fachoberschulreife mit oder ohne so genannten Q-Vermerk. „Dazu schreiben die Schüler in den drei Hauptfächern eine zentrale Prüfung. Die Note setzt sich daraus zusammen“, erläutert Krimp-hoff.

Der improvisierte Unterricht an den Schulen muss natürlich der Maßgabe folgen, dass die geltenden Hygienevorschriften eingehalten werden können – eine weitere Großbaustelle für die Schulen und die Stadt Greven als Schulträger. „Der Schulträger hat uns zugesagt, dass zum Schulanfang die hygienische Situation so ist, wie es das Ministerium vorsieht“m, sagt Krimphoff. Auch sei man in ständigem Austausch mit der Stadt.

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