Corona und der FMO
Kriegeskotte kritisiert Kösters-Kraft: „Das ist unverantwortlich und unseriös“

Greven -

Der SPD-Bürgermeisterkandidat rechnet via Pressemitteilung scharf mit seinem grünen Mitbewerber ab. Anlass sind dessen Äußerungen zum FMO.

Mittwoch, 06.05.2020, 06:56 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 08:24 Uhr
Der FMO befindet sich in einer schwierigen Situation.
Der FMO befindet sich in einer schwierigen Situation. Foto: Benning

In einer Pressemitteilung äußert sich die Grevener SPD zur Situation am Flughafen Münster/ Osnabrück. Dieser und seine Mitarbeiter bräuchten demnach „Krisenhilfe vom Land und die Unterstützung der Politik und keine unüberlegten Abwicklungsfantasien“. Die Corona-Krise habe den Flugverkehr überall zum Erliegen gebracht. Alle Flughäfen in Deutschland kämpfen um Schadensbegrenzung.

In dieser schwierigen Situation nutze der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/die Grünen, Dr. Michael Kösters-Kraft , unüberlegt und voreilig die Gelegenheit, um indirekt die Schließung des Flughafens zu fordern. „So macht man das also: in einer nicht verschuldeten wirtschaftlichen Krise deren Auswirkungen noch nicht bekannt sind, einen unliebsamen Betrieb in Frage stellen“, schreibt Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Kriegeskotte (SPD).

„Der Flughafen gehört der Stadt Greven und den beteiligten Kommunen. Wir als Politiker haben Verantwortung für die Beschäftigten unserer Unternehmen. Kein Wort vom grünen Bürgermeisterkandidat Kösters-Kraft über die Arbeitsplätze, geschweige denn über die 480 Mitarbeiter des FMO , die durch die Corona-Krise von Kurzarbeit und Einkommensverlusten betroffen sind und sich große Zukunftssorgen machen. Das ist genau die Botschaft, die die Beschäftigten in dieser Zeit sicher nicht brauchen. Leider auch kein Wort zur Entwicklung des FMO vor der Corona-Krise“, zeigt Kriegeskotte sein Unverständnis.

Der Flughafen war vor dem Lock-Down mit 25 Prozent Wachstum in den ersten beiden Monaten des Jahres und einem Wachstum von 43 Prozent im Februar auf einem guten Weg.

„Ohne die Folgen und Auswirkungen der Krise zu kennen, wird vorschnell und unüberlegt eine regional bedeutsame Infrastruktur mit einer hohen Wertschöpfung in der Region in Frage gestellt. Das ist unverantwortlich und keine seriöse Politik“ so Kriegeskotte. „Am Betrieb als Verkehrsflughafen hängen circa 1000 Arbeitsplätze und damit auch 1000 Menschen und ihre Familien. In dieser Situation erwarte ich von der Politik, dass sie sich für die Beschäftigten einsetzt und Unterstützung vom Land einfordert“, erklärt Kriegeskotte. „Statt zerstören und verängstigen ist jetzt gemeinsam Arbeiten angesagt.“

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