Freilichtbühne Reckenfeld
Bürgermeisterkandidat Kriegeskotte: "Wäre wunderbar, wenn Ihr wieder loslegen könnt"

Reckenfeld -

SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Kriegeskotte besuchte nun die Freilichtbühne und erfuhr, wie schwer es den Aktiven fällt, auf Proben und Aufführungen zu verzichten zu müssen.

Dienstag, 12.05.2020, 11:29 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 12:00 Uhr
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Die Freilichtbühne in Reckenfeld ist ein besonderer Ort – voller lebendiger Kultur, wo Jugendarbeit, Engagement und Zusammenhalt der Mitglieder etwas Besonderes geschaffen haben. Aber gerade Kulturbetriebe, die auf viele Helfer und viele Zuschauer angewiesen sind, sind von der Corona-Krise hart betroffen. Viele Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht.

Für Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Kriegeskotte ( SPD ) ist es laut Pressemitteilung der Sozialdemokraten wichtig, bei den Menschen, Vereinen und Institutionen vor Ort zu sein und über deren Situation zu erfahren. Bei der Bühne wäre jetzt eigentlich Saisonbeginn angesagt. Im Gespräch mit Vertretern der Freilichtbühne merkt man: Man würde gerne sofort loslegen. Vielen Darstellern und Mitarbeitern fehlen die Proben und das Arbeiten auf ihrer Bühne.

Bedeutung von Kultur

„Wir warten darauf, dass man uns sagt, ob und unter welchen Bedingungen wir spielen können“, sagt Petra Niepel für den Vorstand. „Erst dann können wir sagen, ob Aufführungen möglich sind und endlich loslegen.“

Die Lockerungen in NRW

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  • Wenige Minuten nach Kanzlerin Angela Merkel trat auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vor die Mikrofone. Er verkündete am Mittwochnachmittag (6. Mai) zahlreiche und weitreichende Lockerungen für sein Bundesland.

    Foto: Marcel Kusch
  • Für all die Lockerungen in NRW gilt ein Grundsatz: Monitoring und Evaluation der Fallzahlen seien das A und O für die künftige Entwicklung, betonte Ministerpräsident Armin Laschet.

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  • Laschet kündigte zudem an, die Anzahl der Tests deutlich zu erhöhen und gleichsam auf eine Abstimmung mit Belgien und den Niederlanden zu achten.

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  • Alle Grundschüler in NRW sollen ab dem 11. Mai in einem tageweisen Wechsel in die Klassenräume zurückkehren. Viertklässler kehren schon an diesem Donnerstag teilweise zurück. Noch keine näheren Zusagen gab es für Kitas.

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  • Ab dem 20. Mai können Freibäder öffnen - allerdings mit Ausnahme von Spaßbädern. 

    Ab dem 30. Mai dürfen Sportbegeisterte auch in Sparten mit unvermeidbarem Körperkontakt wieder ihren Sport ausüben. Auch die Hallenbäder dürfen ab dem 30. Mai wieder den Betrieb aufnehmen.

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  • Gaststätten dürfen in Nordrhein-Westfalen ab dem 11. Mai wieder öffnen. Die Erlaubnis gilt für den Innen- und den Außenbereich. 

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  • Hotels dürfen ab dem 21. Mai wieder für Touristen öffnen. Voraussetzungen sind die Einhaltung des Sicherheitsabstands sowie ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

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  • Nordrhein-Westfalen erlaubt schon ab Donnerstag (7. Mai) wieder kontaktlosen Breitensport und den Trainingsbetrieb im Freien. Voraussetzung ist die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand zwischen den Sportlern.

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  • Theater, Opern und Kinos dürfen ab dem 30. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern müsse gewährleistet werden. Durch den verstärkten Einsatz von Ordnern seien Ansammlungen im Warte- und Pausenbereich zu verhindern.

    Foto: Oliver Werner
  • Fitnessstudios, Tanzschulen und Kursräume von Sportvereinen können ab dem 11. Mai unter strengen Auflagen aufmachen. 

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  • VHS-Kurse, Jugendeinrichtungen und Ähnliches werden ab Montag unter Schutzauflagen wieder starten können. Es sollen maximal 100 Menschen gleichzeitig vor Ort sein.

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„Der große Knackpunkt“, schildert sie, „sind auch hier die Hygienebedingungen, insbesondere die Abstandsregelungen im Zuschauerraum.“ Das Kinderstück hat die Bühne schon abgesagt. Proben waren nicht möglich. „Für die Aufführungen von ,Pension Schöller‘ und ,Ein Käfig voller Narren‘, die erst später in der Saison starten, gibt es zumindest noch Hoffnung. Vorausgesetzt, die Bedingungen stimmen“, erläuterte Niepel. Die finanzielle Situation sei aufgrund der ehrenamtlichen Helfer und Darsteller nicht so problematisch wie in anderen kulturellen Betrieben.

Kriegeskotte machte im Gespräch auf die Bedeutung von Kultur aufmerksam. „Es wäre wunderbar, wenn Ihr gerade in dieser schwierigen Zeit endlich wieder loslegen könnt und mehr Kultur in das Leben der Menschen bringt. Die Menschen warten sehnsüchtig darauf,“ ist sich Kriegeskotte sicher. „Für mich ist es beeindruckend, dass Ihr als Verein das alles mit 700 Mitgliedern ehrenamtlich auf die Beine stellt und für die Arbeit mit jungen Menschen so viel Zeit investiert. Das verdient große Unterstützung.“

Aushängeschild für Greven

Dass diese Unterstützung notwendig ist, wurde im Gespräch sehr deutlich. „Das Spielerheim muss unbedingt durch einen größeren Neubau ersetzt werden“, so Niepel. Dieser wird benötigt für die Proben und die Arbeit der Jugendgruppen und ermöglichen der Freilichtbühne auch außerhalb der Freilichtsaison einen Spielbetrieb. Das so etwas nicht umsonst zu haben ist, ist klar und so ist man auf der Suche nach Sponsoren und hofft, dass auch die Stadt den Neubau anteilig mitfinanziert.

Kriegeskotte ist sich sicher: „Es ist wichtig dieses Projekt zu unterstützen. Die Freilichtbühne ist ein Aushängeschild für Greven und hat eine große Bedeutung für die Kultur und den Tourismus in der Region.“ „Die Jugend- und Kulturarbeit ist von unschätzbarem Wert für die jungen Menschen und die Gesellschaft“, so Kriegeskotte.

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