Grevens SPD-Bürgermeisterkandidat besucht den Flughafen
Kriegeskotte: Für Mittelstand ist FMO nicht ersetzbar

Greven -

Bei einem Besuch am FMO erfuhr SPD-Bürgermeisterkandidat Christian Kriegeskotte: Pro Monat verliert der Flughafen eine Million Euro.

Montag, 25.05.2020, 18:55 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 15:48 Uhr
Grevens SPD-Bürgermeisterkandidat besucht den Flughafen: Kriegeskotte: Für Mittelstand ist FMO nicht ersetzbar
Foto: SPD

Zu einem Gespräch über die Auswirkungen der Coronakrise traf sich SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Kriegeskotte mit Flughafenchef Prof. Rainer Schwarz . Laut Pressemitteilung der SPD sei es für Christian Kriegeskotte wichtig, sich über die Lage zu informieren, weil es um viele Arbeitsplätze und um eine wichtige verkehrliche Infrastrukturfaktor in der Region gehe.

„Wir haben die Mitarbeiter sehr schnell in die Kurzarbeit schicken müssen“, so Rainer Schwarz. Die Maßnahmen waren hart. Der Flughafen dürfe nicht geschlossen werden, da Lieferketten gewährleistet und medizinische Transporte weiterhin möglich sein müssten. Deshalb werde mit einer Mindestbesetzung gearbeitet. Wer die Kosten für das Offenhalten übernehme, sei zurzeit unklar.

Pro Monat verliere der Flughafen eine Million Euro. Mitte April wurden die kleinen Regionalflughäfen in den Rettungsschirm des Landes aufgenommen, Ende Juni erwartet Schwarz eine Konkretisierung der Maßnahmen.

„Der Flughafen war auf einem guten Weg“, schaut Christian Kriegeskotte in die jüngste Vergangenheit zurück. „Die Germania Krise war gut bewältigt. Bis Mitte März gab es Zuwachsraten von 25 Prozent: „Der Flughafen ist unverschuldet in eine Krise geraten, die jetzt zu bewältigen ist.“

Dazu der Flughafenchef: „Wir verfallen nicht in Angststarre, sondern bereiten uns darauf vor, dass es endlich wieder losgeht. Der Spuckschutz und die Masken für die Mitarbeiter sind bestellt. Natürlich werde im gesamten Terminal Maskenpflicht herrschen.“ Der erste Flugverkehr werden die Geschäftsreisenden sein. Schon jetzt ist ein Anstieg des Geschäftsreisefluges zu beobachten. Die Wiederaufnahme des Flugverkehrs für Urlaubsreisende wird von den Zielflughäfen und den Auflagen von Bund und Land abhängen“. Doch auch hier gibt es positive Signale, dass es bald losgeht.

Kriegeskotte betont: „Was mir viele Menschen, mit denen ich spreche, signalisieren: der Flughafen gehört zu Greven. Er ist einer der größten Arbeitgeber vor Ort, sicherlich an die hundert Betriebe mit 1200 Mitarbeitern sind dort tätig“. Für den Mittelstand sei der Flughafen nicht ersetzbar. Knapp 3000 Arbeitsplätze und 5000 Menschen in der Region seien direkt oder indirekt vom Flughafen abhängig.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7423182?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Nachrichten-Ticker