Normaler Regelbetrieb scheint auf längere Sicht nicht möglich
AWO-Kitas bleiben kreativ in Kontakt mit Kindern

Greven/Reckenfeld -

Trotz der Corona-Beschränkungen halten die beiden Awo-Kitas Gerburgisstraße (Greven) und Elbestraße (Reckenfeld) Kontakt zu den Kindern. Dabei werden kreative Wege beschritten.

Dienstag, 26.05.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 26.05.2020, 20:30 Uhr
Ab dem 8. Juni ist geplant, dass alle Kita-Kinder mit einem eingeschränkten Regelbetrieb wieder in der Kita starten.
Ab dem 8. Juni ist geplant, dass alle Kita-Kinder mit einem eingeschränkten Regelbetrieb wieder in der Kita starten.

Seit Mitte März, als alle Kitas zur Eindämmung der Corona-Pandemie geschlossen wurden, sieht der Kita-Alltag deutlich anders aus. Von den 118 bzw. 67 Kindern, die regulär die AWO-Kitas Gerburgisstraße (Greven) und Elbestraße (Reckenfeld) besuchen, kommen derzeit 49 bzw. 30 Kinder in die Einrichtungen. Ihre Eltern sind entweder in systemrelevanten Berufen tätig, die Betreuung ist aus sozialpädagogischen Gründen sinnvoll oder die Kinder gehören zu einer der Gruppen, die seit dem 14. Mai wieder eine Kita besuchen dürfen.

Für die Mitarbeiterinnen der Kitas heißt das aber nicht: weniger Arbeit. Im Gegenteil: Sie müssen zum Beispiel zahlreiche administrative Aufgaben erledigen, heißt es in einer Pressemitteilung der Awo-Kitas. Sie setzen Hygienemaßnahmen um, richten Notgruppen ein und berücksichtigen dabei, dass ältere Kolleginnen sowie Kolleginnen mit Vorerkrankungen bei der Betreuung nicht eingesetzt werden. Dennoch schaffen sie es, trotz der ständig aktualisierenden Vorgaben, den Kindern in der Kita ein kleines Stück Normalität zu bieten.

Besonders wichtig ist den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, dass sie weiterhin den Kontakt zu allen Kindern und ihren Familien halten. Das machen sie auf sehr kreative Weise: Die Kita Elbestraße rief die Kinder dazu auf, Salzteigmandalas zu gestalten und diese zur Kita zu bringen. Ein Gemeinschaftsbild ziert nun den Flur der Kita. Die Kita Gerburgisstraße blieb mit zwei „Mailtagen“ mit den Kindern in Kontakt. Hier wurden von Kolleginnen Kamishibais, Quatschgeschichten, Bastelanleitungen, Suchbilder und mehr gestaltet und per Filmlink an die Familien geschickt.

„Wir vermissen „unsere“ Kinder sehr“, berichten Martina Bücker und Vanessa Virga, Leiterinnen der beiden AWO-Kitas. „Durch die Aktion, ebenso wie durch die wöchentlichen Telefonate und die persönliche Post an die Kinder, bleiben wir in Kontakt und wir bekommen mit, wie es den Kindern geht.“ Auch die Kinder vermissen den Kita-Alltag, ihre Freunde und die Erzieherinnen.

Von den Eltern kamen zahlreiche positive Rückmeldungen zu den Aktionen und sie sagten mit einem besonderen Film zum Weltbetreuungstag allen Kitateams in Greven Danke.

Für die Kitas ist eine schrittweise Wiedereröffnung vorgesehen. Seit dem 14. Mai dürfen alle Vorschulkinder mit einer Anspruchsberechtigung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket und Kinder mit Behinderungen wieder in die Kita. Ab dem 28. Mai können alle weiteren Vorschulkinder kommen. Ab dem 8. Juni ist geplant, dass alle Kita-Kinder mit einem eingeschränkten Regelbetrieb wieder in der Kita starten. Wie das konkret umgesetzt werden kann, in welchem zeitlichen Umfang die Kinder kommen können, all das wird derzeit erarbeitet. Ein normaler Regelbetrieb scheint jedoch auf längere Sicht nicht möglich.

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