Drei Monate Ausnahmezustand im Jugendamt
„Die räumliche Trennung bleibt“

Greven -

Ende des Shut-Downs. Ab dem kommenden Montag können auch in Greven wieder alle Kita-Kinder in ihre Einrichtungen gehen. Allerdings gibt es zeitliche Beschränkungen, die für manche Eltern weiterhin bedeuten: Leben im Ausnahmezustand. Die Corona-Pandemie hat nicht nur Eltern, Erzieherinnen und das Jugendamt drangsaliert. Dem städtischen Haushalt fehlen einige Hunderttausend an Einnahmen, die nur bedingt durch staatlich Hilfen ausgeglichen werden.

Freitag, 05.06.2020, 23:59 Uhr aktualisiert: 06.06.2020, 05:02 Uhr
Haben drei Monate Ausnahmezustand hinter sich: Jugendamtsleiter Frank Hänel und seine Stellvertreterin Cordula Beinker.
Haben drei Monate Ausnahmezustand hinter sich: Jugendamtsleiter Frank Hänel und seine Stellvertreterin Cordula Beinker. Foto: Günter Benning

Sie haben in den vergangenen Wochen viel telefoniert: „Drei Vollzeitstellen“, sagt Jugendamtsleiter Frank Hänel , „waren bei uns mit den Ausnahmeregelungen für die Kitas beschäftigt.“ Ab Montag soll es wieder eine Stufe normaler weitergehen. Eingeschränkter Regelbetrieb – das heißt: vieles geht, vieles geht noch nicht.

Die erste Einschränkung, sagt Cordula Beinker , stellvertretende Amtsleiterin, die alle Kita-Zahlen der Stadt aus dem Ärmel schütteln kann, betrifft die Zeiten. Pauschal werden von den jeweils gebuchten Zeiten zehn Stunden abgezogen. Wer beispielsweise 45 Betreuungsstunden gebucht hat, erhält nur 35.

Finanzielle Entlastung für Eltern

„Inhaltlich ändert sich in den Kitas, dass sie in festen Gruppensettings arbeiten“, sagt Beinker. Offene Konzepte, bei denen sich Kinder etwa frei in der Kita bewegen können, gruppenübergreifend mit anderen spielen oder Zusatzangebote wie die Kita-Bücherei oder Sporthallen nutzen, sind nicht möglich. „Die räumliche Trennung“, sagt Beinker, „macht es für viele Einrichtungen schwierig.“

Der aktuelle Stand in den Bundesländern

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  • Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Hier der aktuelle Stand der Lockerungen in den Ländern in ausgewählten Lebensbereichen.

    Wichtig: Die Lockerungen erfolgen in aller Regel unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

    (Stand: 5. Juni 2020)

    Foto: Manfred Segerer via www.imago-im
  • BADEN-WÜRTTEMBERG
    Restaurants und Bars: Speiselokale, Kneipen und Bars dürfen öffnen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Ferienwohnungen und Campingplätze können wieder öffnen, genauso wie Hotels - allerdings noch ohne die Wellnessbereiche.
    Freibäder und Freizeitparks: Freizeitparks dürfen öffnen, Bäder unter Auflagen von Samstag an.
    Kontaktbestimmungen: In privaten Räumen dürfen bis zu zehn Menschen aus mehreren Haushalten zusammenkommen. Bei Verwandten und Angehörigen des gleichen Haushalts und deren Lebenspartnern dürfen es sogar mehr Menschen sein. In der Öffentlichkeit darf man sich bis zum 15. Juni nur alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts sowie eines weiteren Haushalts aufhalten.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen. Auch Sportvereine dürfen nun wieder in Hallen trainieren.
    Demonstrationen: Versammlungen sind erlaubt - mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes - etwa zu Abständen oder Höchstteilnehmerzahlen.
    Schulen und Kitas: Mitte Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweise wieder Präsenzunterricht erhalten. Die Kitas sollen spätestens Ende Juni wieder vollständig öffnen. Bisher dürfen höchstens 50 Prozent der Kinder, die normalerweise die Einrichtung besuchen, gleichzeitig dort betreut werden.
    Foto: Tom Weller
  • BAYERN
    Restaurants und Bars: Restaurants dürfen sowohl die Außenbereiche als auch die Innenräume öffnen. Für Lokale wie Bars, die auf den Getränkeausschank ausgerichtet sind, gibt es noch keine Perspektive.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder öffnen, ausgenommen bleiben die Wellnessbereiche.
    Freibäder und Freizeitparks: Freizeitparks dürfen öffnen, Freibäder und Schwimmbadanlagen im Freien ab dem 8. Juni.
    Kontaktbestimmungen: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios und Indoor-Sportstätten dürfen am 8. Juni wieder öffnen. Derzeit ist Sport in Gebäuden nur in wenigen Fällen wie Reithallen erlaubt.
    Demonstrationen: Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.
    Schulen und Kitas: Laut Kultusministerium war vor den Pfingstferien rund die Hälfte aller Jahrgänge wieder an den Schulen, Mitte Juni sollen dann alle Schüler wochenweise in die Schule gehen. Bis 1. Juli sollen auch alle Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen.
    Foto: Peter Kneffel
  • BERLIN
    Restaurants und Bars: Kneipen und Bars können wieder öffnen, Gäste müssen aber an Tischen Platz nehmen. Restaurants und Gaststätten sind ebenfalls geöffnet.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können öffnen.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder können öffnen. Größere Freizeitparks gibt es nicht.
    Kontaktbestimmungen: Neben Angehörigen zweier Haushalte können sich auch wieder bis zu fünf Menschen zu Hause oder im Freien treffen. Das gilt unabhängig von der Frage, ob sie zusammen wohnen oder nicht.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder öffnen und Gruppen von bis zu zwölf Personen in Sporthallen wieder trainieren.
    Demonstrationen: Für Demonstrationen gilt keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr.
    Schulen und Kitas: Bis zum Sommer soll jedes Kita-Kind wieder ein Betreuungsangebot erhalten. Alle Schüler haben Unterricht, jedoch nur teilweise in der Schule.
    Foto: Christophe Gateau
  • BRANDENBURG
    Restaurants und Bars: Restaurants dürfen öffnen, Bars bleiben geschlossen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Ferienwohnungen und Hotels dürfen Gäste aufnehmen. Auch Campingplätze sind geöffnet.
    Freibäder und Freizeitparks: Freizeitparks und Freibäder können wieder öffnen.
    Kontaktbestimmungen: Zwei Haushalte oder bis zu zehn Menschen dürfen zusammen sein. Private Feiern sind mit bis zu 50 Personen möglich. Die Regeln gelten jeweils für drinnen und draußen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios, Turn- und Sporthallen können unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder aufmachen.
    Demonstrationen: Demonstrationen im Freien mit bis zu 150 Teilnehmern sind erlaubt.
    Schulen und Kitas: Allen Schülern wird vor den Sommerferien der Schulbesuch und die Teilnahme am Präsenzunterricht mindestens tage- oder wochenweise ermöglicht. Bei Kitas soll ein eingeschränkter Regelbetrieb anlaufen.
    Foto: Andreas Gora
  • BREMEN
    Restaurants und Bars: Restaurant- und Kneipenbesuche sind möglich. Es gelten ein Thekenverbot, Sitzplatz- und Bedienpflicht. Bars bleiben weiterhin geschlossen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels und Ferienwohnungen dürfen öffnen, Campingplätze ebenso.
    Freibäder und Freizeitparks: Die ersten Freibäder können öffnen, ab 15. Juni sollen Freibäder bei Vorlage eines Hygienekonzeptes generell geöffnet werden. Größere Freizeitparks gibt es nicht.
    Kontaktbestimmungen: Es können sich mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. In geschlossenen Räumen sind Veranstaltungen mit maximal 20 Personen möglich, wenn ein Hygienekonzept vorliegt. Bei Veranstaltungen im Garten, auf der Parzelle oder ähnlich umfriedeten Flächen im Freien liegt die Grenze bei 50 Personen. Für beide Fälle wird die einschränkende „Zwei-Haushalts-Regel“ aufgehoben.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Sporthallen und Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder öffnen.
    Demonstrationen: Versammlungen müssen angezeigt werden und können zum Infektionsschutz behördlich verboten, beschränkt oder mit Auflagen versehen werden.
    Schulen und Kitas: Alle Schulklassen werden schrittweise zurückgeholt. Alle Vorschulkinder können wieder in Kitas kommen.
    Foto: Hauke-Christian Dittrich
  • HAMBURG
    Restaurants und Bars: Restaurants sind offen, eine Öffnung von Bars wird geprüft.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gäste beherbergen.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Hamburg hat keine größeren Freizeitparks.
    Kontaktbestimmungen: Bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich wieder treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Sporthallen, Fitness- und Sportstudios, Yogastudios, Tanzschulen und Indoor-Spielplätze dürfen unter Auflagen wieder öffnen.
    Demonstrationen: Größere Versammlungen sind untersagt, unter freiem Himmel können Ausnahmen genehmigt werden.
    Schulen und Kitas: Alle Schüler sollen wenigstens einmal pro Woche Unterricht in der Schule bekommen. Kitas gehen schrittweise in den Regelbetrieb.
    Foto: Daniel Bockwoldt
  • HESSEN
    Restaurants und Bars: Gaststätten und Bars sind geöffnet, vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Gästen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels und Ferienwohnungen können aufsperren, Campingplätze ihre Tore öffnen.
    Freibäder und Freizeitparks: Kurse und Vereinstraining in Schwimmbädern sind bereits wieder möglich. Für die Allgemeinheit ist der Zeitpunkt für eine Wiedereröffnung auch der Freibäder noch unklar. Freizeitparks können wieder öffnen.
    Kontaktbestimmungen: Im öffentlichen Raum dürfen wieder Angehörige von zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Vereine dürfen unter Auflagen in Hallen trainieren, Fitnessstudios sind geöffnet.
    Demonstrationen: Demonstrationen sind unter Auflagen erlaubt. Prinzipiell müssen Veranstaltungen bis 100 Personen grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden, wenn ein Hygiene- und Abstandskonzept vorliegt.
    Schulen und Kitas: Kitas gehen wieder in den eingeschränkten Normalbetrieb über. Der Unterricht an den Schulen hat schrittweise wieder begonnen.
    Foto: Arne Dedert
  • MECKLENBURG-VORPOMMERN
    Restaurants und Bars: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen noch geschlossen bleiben.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels und Ferienwohnungen sind geöffnet. Gleiches gilt für Campingplätze.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder dürfen öffnen, Hallen- und Spaßbäder ab 8. Juni an wieder eingeschränkt. Freizeitparks sind geschlossen.
    Kontaktbestimmungen: Seit Freitag dürfen sich bis zu zehn Menschen mehrerer Haushalte wieder an öffentlichen Orten treffen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Vereine dürfen unter Auflagen in Hallen trainieren, Fitnessstudios sind geöffnet.
    Demonstrationen: Im Freien sind Veranstaltungen mit bis zu 150 Teilnehmern erlaubt.
    Schulen und Kitas: Die Schüler kehren bereits schrittweise in die Schulen zurück. Kitas stehen wieder allen Kindern offen. Nach Ende der Sommerferien Anfang August soll es einen verlässlichen und täglichen Regelunterricht für alle Schüler geben.
    Foto: Jens Büttner
  • NIEDERSACHSEN
    Restaurants und Bars: Restaurants sind geöffnet, Bars dürfen vom 8. Juni an öffnen. Ausgenommen sind Shisha-Bars.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet. Hotels dürfen mit maximal 60 Prozent Auslastung betrieben werden, vom 8. Juni an dann mit bis zu 80 Prozent.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder dürfen wieder öffnen, das gleiche gilt für Freizeitparks. Hallenbäder folgen am 8. Juni.
    Kontaktbestimmungen: Es dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten in der Öffentlichkeit treffen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Sport in Hallen ist unter Einhaltung der Mindestabstände wieder erlaubt. Das gilt auch für Fitnessstudios.
    Demonstrationen: Für Demonstrationen und Versammlungen unter freiem Himmel können die Behörden Ausnahmegenehmigungen erteilen. Vom 8. Juni an können Demos unter freiem Himmel auch ohne Ausnahmegenehmigung stattfinden.
    Schulen und Kitas: Die Notbetreuung in den Kitas wird schrittweise ausgeweitet, von Mitte Juni an soll es für alle Kinder ein zeitlich eingeschränktes Angebot für den Kita-Besuch geben. Auch die Schüler kehren nach und nach zurück, vom 15. Juni an haben alle Jahrgänge wieder Unterricht in den Schulen.
    Foto: Swen Pförtner
  • NORDRHEIN-WESTFALEN
    Restaurants und Bars: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen meist geschlossen bleiben, entschieden wird im Einzelfall vor Ort.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können aufmachen.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder dürfen öffnen, der Mindestabstand gilt auch in den Schwimmbecken. Freizeitparks dürfen Besucher hereinlassen.
    Kontaktbestimmungen: Gruppen mit bis zu zehn Personen dürfen sich im Freien treffen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios sind geöffnet. Vereinssport in Hallen ist nur bedingt möglich.
    Demonstrationen: Demonstrationen sind grundsätzlich erlaubt - bei Einhaltung der Abstandsregeln und einer Höchstzahl an Teilnehmern, gerechnet auf die Gesamtfläche.
    Schulen und Kitas: Kita-Kinder und Schüler kehren schrittweise zurück. Schüler erhalten tageweise Präsenzunterricht, alle Grundschüler sollen ab 15. Juni wieder täglich in die Schule gehen. Für Kita-Kinder gilt ab dem 8. Juni ein „eingeschränkter Regelbetrieb“.
    Foto: Marius Becker
  • RHEINLAND-PFALZ
    Restaurants und Bars: Gaststätten und Bars dürfen unter Auflagen öffnen. Ab dem 10. Juni werden die erlaubten Öffnungszeiten ausgeweitet - späteste Schließzeit ist dann 24.00 Uhr und nicht mehr 22.30 Uhr.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels dürfen wieder für Touristen öffnen, Ferienwohnungen wieder vermietet werden. Auch Campingplätze sind wieder offen.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder dürfen wieder öffnen, für sonstige Schwimmbäder und für Freizeitparks ist das erst ab dem 10. Juni vorgesehen.
    Kontaktbestimmungen: Im öffentlichen Raum können sich Angehörige aus bis zu zwei Haushalten treffen. Ab dem 10. Juni dürfen sich bis zu zehn Menschen unabhängig von der Zahl der Haushalte treffen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios dürfen wieder aufmachen, auch Vereinssport in Hallen ist unter Auflagen wieder möglich.
    Demonstrationen: Demonstrationen im Freien sind unter Auflagen möglich.
    Schulen und Kitas: Der Unterricht hat stufenweise wieder begonnen, alle Schüler sollen bis Mitte Juni zumindest zeitweise wieder zur Schule gehen. Die Kitas öffnen wieder für alle, wenn auch mit Einschränkungen.
    Foto: Thomas Frey
  • SAARLAND
    Restaurants und Bars: Restaurants und andere Gaststätten dürfen wieder öffnen. Unter anderem muss das Personal Mundschutz tragen, die Gaststätten müssen um 23.00 Uhr schließen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder für den Tourismus öffnen.
    Freibäder und Freizeitparks: Schwimm- und Freibäder dürfen ab dem 8. Juni unter Auflagen wieder öffnen. Freizeitparks dürfen wieder Besucher empfangen.
    Kontaktbestimmungen: Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen sind zugelassen - auch in Gaststätten.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Sport treiben in Hallen ist unter Auflagen erlaubt - im Fitnessstudio und beim Vereinssport.
    Demonstrationen: Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes unter freiem Himmel sind unter Auflagen erlaubt, so müssen etwa die Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden.
    Schulen und Kitas: Im Laufe des Junis sollen alle Schüler zumindest zeitweise wieder an die Schule zurückkehren. Kitas sollen ab dem 8. Juni wieder eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen.
    Foto: Schedler/Privat
  • SACHSEN
    Restaurants und Bars: Restaurants und Bars dürfen öffnen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen können öffnen.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder und Freizeitparks dürfen öffnen, sofern sie ein genehmigtes Hygienekonzept haben. Ab Samstag können auch Hallenbäder öffnen, wenn die Kommunen deren Hygienekonzept genehmigt haben.
    Kontaktbestimmungen: Es können sich zwei Hausstände treffen. Ab Samstag sind auch Treffen mit bis zu zehn Menschen erlaubt - sowohl drinnen als auch draußen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios sind geöffnet, Vereinssport ist auch in der Halle erlaubt.
    Demonstrationen: Kundgebungen sind nicht mehr auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern begrenzt.
    Schulen und Kitas: Sachsens Kitas und Grundschulen können im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Schüler an weiterführenden Schulen sollen zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtet werden.
    Foto: Robert Michael
  • SACHSEN-ANHALT
    Restaurants und Bars: Alle Restaurants und Bars dürfen wieder öffnen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Ferienwohnungen können öffnen, Hotels und Campingplätze ebenfalls.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder und Freizeitparks dürfen wieder öffnen. Auch Hallenbäder dürfen öffnen, wenn Abstandsregeln und Hygieneanforderungen erfüllt werden.
    Kontaktbestimmungen: Bis zu zehn Menschen dürfen sich treffen, zu privaten Feiern dürfen bis zu 20 Gäste eingeladen werden.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, auch Sport in Hallen ist erlaubt. Verboten bleiben Wettkämpfe, Zuschauer und generell Kontaktsportarten wie Ringen.
    Demonstrationen: Demonstrationen sind möglich, wenn die Versammlungsbehörde sie zusammen mit dem Gesundheitsamt erlaubt. Eine pauschale Höchstgrenze für Teilnehmer gibt es nicht.
    Schulen und Kitas: Kitas und Schulen kehren zu einem regulären Betrieb zurück. Bis zum 15. Juni sollen wieder alle Grundschüler täglich zur Schule kommen.
    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
  • SCHLESWIG-HOLSTEIN
    Restaurants und Bars: Restaurants und Bars können öffnen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze dürfen öffnen.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder und Freizeitparks können vom 8. Juni an wieder öffnen.
    Kontaktbestimmungen: Vom 8. Juni an sind Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum wieder zulässig. Bisher dürfen sich im privaten und im öffentlichen Raum nur mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios dürfen öffnen und Vereine auch in Räumen trainieren.
    Demonstrationen: Versammlungen sind verboten, Ausnahmen aber möglich.
    Schulen und Kitas: Für einige Jahrgänge hat der Unterricht bereits wieder begonnen. Vom 8. Juni an sollen alle Grundschüler wieder täglich im Klassenverband unterrichtet werden. Der Regelbetrieb an allen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am 10. August wieder starten. In den Kitas gilt ein eingeschränkter Regelbetrieb.
    Foto: Carsten Rehder
  • THÜRINGEN
    Restaurants und Bars: Restaurants und Bars können öffnen.
    Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen aufmachen.
    Freibäder und Freizeitparks: Freibäder können öffnen, über Freizeitparks entscheiden die Kreise in eigener Regie.
    Kontaktbestimmungen: Draußen und auch drinnen dürfen sich die Mitglieder von zwei Haushalten treffen.
    Fitnessstudios und Sporthallen: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, Vereine können in Hallen zurückkehren.
    Demonstrationen: Demonstrationen ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl sind möglich.
    Schulen und Kitas: In allen Kitas gilt eingeschränkter Regelbetrieb. Alle Schüler können wieder an einem angepassten Präsenzunterricht teilnehmen.
    Foto: Martin Schutt

Notwendig sind die Einschränkungen einerseits aus Sorge vor der Ansteckung, andererseits auch wegen der zusätzlichen Belastung des Kita-Personals. Ältere Kolleginnen, die zu Risikogruppen gehören, haben weiter „Berufsverbot“. Wobei es jetzt nicht mehr reicht, älter als 60 Jahre zu sein, man benötigt auch ein Attest vom Arzt.

Dazu sind erhebliche hygienische Anforderungen gekommen, die das Personal zusätzliche belasten. Abgesehen davon, dass Kinder, die fast drei Monate in der Kita fehlten, jetzt wieder eingewöhnt werden müssen.

Für die Eltern gibt es weiter finanzielle Entlastungen. Waren die Monate April und Mai komplett kostenfrei, so fällt für Juni und Juli nur der halbe Kita-Beitrag an, der in einem Monatsbeitrag eingezogen wird.

Ein Kind infiziert

„Für die Kinder aus der Offenen Ganztagsschule, OGS“, erklärt Frank Hänel, „haben wir noch keine Regelung gefunden.“

Für die Stadtkasse bedeuten die ausfallenden Kita-Beiträge einen monatlichen Verlust von 250 000 Euro. Eine halbe Million für die ersten beiden Monate, wovon das Land NRW die Hälft erstatten wird.

 Die neuen Regelungen gelten erst einmal bis zum 31. August. Teilweise können sie auch für die Eltern eine Verschlechterung bedeuten, die bisher ihre Kinder in der Notbetreuung untergebracht hatten. Denn währen dabei Rücksicht auf den für die Arbeit notwendigen Betreuungsaufwand genommen wurde, gelten jetzt für sie auch die allgemeinen Kürzungsregelungen. Also: pauschal eine Betreuungsstufe weniger als gebucht.

„Wir arbeiten seit März im Krisenmodus“, sagt Frank Hänel. Aber zur Corona-Krise in den Kitas ist es nicht gekommen. Nur ein Kind aus einer Notbetreuungsgruppe sei infiziert worden. Seine Mutter habe im medizischen Bereich gearbeitet, erklärt Cordula Beinker: „Da musste die ganze Gruppe geschlossen werden.“ Da allerdings diese Gruppen sehr klein waren, sind nicht viel Freunde des kranken Kinder betroffen gewesen.

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