„Generation A – Gut alt werden in Greven“
Senioren sind noch nicht gut vernetzt

Greven -

Ein Handlungskonzept zum Älterwerden in Greven erstellt das Amt für Arbeit und Soziales. Dabei sollen möglichst viele Aspekte berücksichtigt werden Ein Zwischenstand zu dem Konzept wurde jetzt im Sozialausschuss vorgestellt.

Freitag, 26.06.2020, 10:34 Uhr
Auch die Pflegeangebote für Senioren werden im dem Handlungskonzept „Gut alt werden in Greven“ in den Blick genommen.
Auch die Pflegeangebote für Senioren werden im dem Handlungskonzept „Gut alt werden in Greven“ in den Blick genommen. Foto: dpa

Den Sachstand zum Projekt „Generation A – Gut alt werden in Greven“ stellte Christa Kriete vom Amt für Arbeit und Soziales am Dienstagabend im Sozialausschuss vor. Aufgrund des Kontaktverbotes während der Corona-Pandemie, seien sie mit dem Handlungskonzept noch nicht so weit, wie ursprünglich geplant. Insgesamt sei jedoch festzuhalten, dass es sehr viele Angebote für ältere Menschen gebe, die allerdings noch nicht so gut vernetzt seien.

Steuerungsgruppe

Eine fachübergreifende Steuerungsgruppe sei gebildet worden, die sich um Handlungsfelder für das Konzept kümmere. Dazu gehören unter anderem die Bereiche Beratung und Information, Teilhabe, insbesondere an Freizeit- und Kulturveranstaltungen, der Bereich Mobilität und Infrastruktur, das Thema Gesundheit und Prävention und der große Block Wohnen. Geschaut werde, wo es bereits gute Handlungsfelder gebe und welche Maßnahmen geplant werden müssen, erläuterte Kriete. Angedacht sei zudem, die Steuerungsgruppe durch politische Vertreter zu erweitern. Auch ein Bürgerworkshop sei geplant, aber aufgrund der Corona-Krise noch nicht terminiert. Zudem solle die Internetseite der Stadt zu diesen Themenfeldern überarbeitet werden.

Altersarmut

Thomas Hudalla von den Linken bat darum, auch das Thema Altersarmut mit in den Blick zu nehmen. Auch sollte es spezielle Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund vor allem sogenannte Gastarbeiter geben, ergänzt ein Ausschussmitglied. Kriete berichtet, dass auch Befragungen von Senioren in das Handlungskonzept mit einfließen sollen, aber erst wenn keine Corona-Infektionsgefahr mehr bestehe.

Schon vor der für Mitte 2021 geplanten Fertigstellung des Konzeptes werden einige Maßnahmen schon umgesetzt. Unter anderem werde in der Stadt nach „Stolperfallen“ für ältere Menschen gesucht. Außerdem soll das Projekt „Nette Toilette“ umgesetzt werden, bei dem Gastronomen erlauben, ihre WCs zu nutzen. „Beides Projekte, von denen nicht nur Senioren profitieren, betont Kriete, sondern auch Menschen mit Einschränkungen oder Eltern mit kleinen Kindern.

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