Reisen in Zeiten der Corona-Pandemie
„Eine andere Art von Urlaub“

Greven -

Corona hat das Leben der Menschen verändert und auch die Ferienzeit ordentlich durcheinandergewirbelt. Für viele Länder gilt noch eine Reisewarnung. Reisen ist aber dennoch möglich, berichten Mitarbeiter aus Grevener Reisebüros übereinstimmend. Aber: Es ist eben anders.

Mittwoch, 08.07.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 16:23 Uhr
Reisen in Zeiten der Corona-Pandemie: „Eine andere Art von Urlaub“

Urlaub, der ist in diesem Jahr anders. Das Coronavirus hat die Ferienzeit ordentlich durcheinandergewirbelt. Für viele Länder gilt noch eine Reisewarnung. Reisen ist aber dennoch möglich, berichten Mitarbeiter aus Grevener Reisebüros übereinstimmend. Lilia Peitsch vom Reisebüro Weischer empfiehlt Urlaub auf den spanischen oder griechischen Inseln. Dort habe es im Verhältnis relativ wenige Corona-Infektionen gegeben.

Bedacht werden müsse jedoch, dass die Anreise mit dem Flugzeug erfolge, sagt Kerstin Jöris , Inhaberin des Reisebüros „Meer erleben – Reislounge Greven“ aus Reckenfeld. Das bedeute, dass Reisende vom Flughafen, über den Flug bis zur Ankunft im Hotel eine Schutzmaske tragen müssen. Im Flieger kann es sein, dass Urlauber dicht nebeneinander sitzen. Nur einige Airlines sorgten dafür, dass der Mittelsitz frei bliebe, sagt Kerstin Jöris. Mit ungetrübtem Strandgenuss darf ebenfalls nicht an allen Orten gerechnet werden. Die Zahl der Besucher an den Stränden sei zumeist begrenzt.

Auch in den Hotels gelten weiterhin strenge Hygienevorschriften, berichten die Reiseexperten. Allerdings hätten viele Anbieter die Gerätezahl reduziert, sodass es nicht allzuvoll werden dürfte.

Wer auf die Flugreise verzichten will, der könne mit dem Auto nach Kroatien fahren, gibt Jöris als Tipp. Auch dort gebe es zwar die überall geltenden Einschränkungen, dafür könne dort ein wunderbares Land erlebt werden, gerät Kerstin Jöris ins Schwärmen.

Komplett raus sind in diesem Jahr Fernreisen in die USA oder nach Asien. Dafür wollen viele Urlauber im eigenen Land bleiben. Auch in Deutschland gebe es viele sehr schöne Regionen, an denen Erholung garantiert sei. Ziele an Nord- und Ostsee seien sehr beliebt. So beliebt, dass dort derzeit kaum noch etwas zu bekommen sei. Spontan loszufahren und zu hoffen, für ein, zwei Nächte ein Hotelbett zu ergattern, davon raten sowohl Peitsch als auch Jöris ab. Tagesgäste nähmen Hotels in Regel in diesen Zeiten nicht, weil aufgrund der hohen Hygieneanforderungen eine sehr intensive Desinfektion jedes Zimmers nach der Abreise jedes Gastes erforderlich ist. Deshalb seien zumeist nur Gäste willkommen, die mindestens eine Woche bleiben.

An den Stränden gelten ebenfalls Zugangsbeschränkungen. Peitsch weiß von Stränden, an denen Alarmsignale ertönen, wenn keine zusätzlichen Personen mehr erlaubt seien. „Es ist eben eine andere Art von Urlaub.“

Erste Kreuzfahrten seien auch wieder möglich. Nicht die großen über die Meere, aber kleinere über Flüsse, mit weniger Passagieren und weiniger Landgängen, berichtet Jöris. Die Veranstalter testeten langsam aus, was wieder möglich ist.

Mit dem Bus gehen Urlauber ebenfalls wieder auf Reisen. „Im Fahrzeug halten wir den Mindestabstand ein, sodass Reisende während der Fahrt auf die Mund-Nasen-Maske verzichten können. nur beim ein- und aussteigen ist sie zu tragen“, sagt eine Mitarbeiterin von Weilke Touristik.

„Wir behalten die aktuelle Pandemie-Lage und die neuesten Reiseentwicklungen immer im Blick“, versichert Kerstin Jöris. „So können wir unsere Kunden umfassend beraten, wo sie sich auf welche Hygieneregeln oder Einschränkungen einstellen müssen“, sagt die Reisefachfrau. Trotz dieser eingeschränkten Urlaubsfreude freuten sich viele darauf, endlich einmal wieder raus zu kommen, ist Lilia Peitsch überzeugt. Nur wenige Kunden wollen in diesem Jahr zu Hause bleiben und hätten ihre Reise auf das kommende Jahr umgebucht.

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