Erste Aufführung am Freitag / Hygienekonzept für Besucher
Pension Schöller feiert Premiere

Reckenfeld -

„Pension Schöller“ steht am Freitag erneut auf dem Spielplan, die Freilichtbühne in Greven-Reckenfeld startet die Saison, durch Corona arg verkürzt.

Mittwoch, 29.07.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 10:03 Uhr
Philipp Klapproth (Mitte) wundert sich doch sehr über die illustren Gäste, die er trifft. Nicht immer ist klar: Wer ist hier eigentlich wirklich verrückt?
Philipp Klapproth (Mitte) wundert sich doch sehr über die illustren Gäste, die er trifft. Nicht immer ist klar: Wer ist hier eigentlich wirklich verrückt? Foto: Freilichtbühne

Die Freilichtbühne in Greven-Reckenfeld ist eine der wenigen Bühnen in Deutschland, die in diesem Jahr die Menschen ein wenig von der Corona-Pandemie ablenken möchte.

Ab Freitag (31. Juli) weht ein Hauch Nostalgie über der Freilichtbühne: „Pension Schöller“ steht erneut auf dem Spielplan und sorgt auch in dieser, durch Corona arg verkürzten Saison, mit diesem turbulenten Klassiker des Boulevardtheaters für Stimmung und Lacher.

Der Schwank „Pension Schöller“, geschrieben von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs , stammt aus dem Jahre 1890 und ist zu einem Klassiker des Lustspieltheaters geworden. Er wurde unzählige Male auf deutschsprachigen Bühnen gespielt und oft verfilmt. Bereits im letzten Jahr brachten Akteure der Freilichtbühne Greven-Reckenfeld die Pension Schöller auf die Bühne. Publikum und Presse waren gleichermaßen begeistert. Die Komödie wird an zwei Wochenenden insgesamt sechs Mal aufgeführt. Premiere ist am Freitag, 31. Juli, um 19 Uhr. Die nächsten Aufführungen folgen am Samstag, 1. August, um 19 Uhr und am Sonntag, 2. August, um 16 Uhr.

Die weiteren Termine sind: Freitag, 4. September, um 19 Uhr und am 5. und 6. September jeweils um 16 Uhr.

Nach intensiven Wiederaufnahmeproben unter den bestehenden Hygienebedingungen freut sich nun das spielfreudige Ensemble auf die Aufführungen um den Hauptprotagonist Philipp Klapproth. Der möchte sein Landhaus zum Irrenhaus umfunktionieren. Zu diesem Zweck wird er von seinem Neffen in ein vermeintliches Nervensanatorium geführt, um sich ein solches mal von innen anzusehen. Was Herr Klapproth allerdings nicht weiß: Sein Neffe kennt gar keine Nervenheilanstalt und führt ihn zusammen mit dem gerissenen Kellner Josef in eine Familienpension, die mit ihren schrillen und skurrilen Bewohnern alles bietet, was ein echtes Irrenhaus ausmacht. So nimmt die Komödie ihren Lauf. Wer nun wirklich verrückt ist, dass können die Zuschauer bei diesem herrlichen Spaß selber entscheiden.

In Abstimmung mit der Stadt Greven hat die Freilichtbühne Greven-Reckenfeld ein Hygienekonzept erarbeitet, das die Zuschauer und auch die Aktiven vor und hinter der Bühne schützt. Mitglieder der Freilichtbühne fungieren vor, während und nach den Vorstellungen als Ordner und stehen den Zuschauern bei Fragen zur Verfügung, um die Richtlinien einzuhalten. Das Tragen einer Maske ist auf dem Bühnengelände selbstverständlich Pflicht. Sie darf aber auf den Plätzen abgenommen werden. Auch besteht die Möglichkeit, etwas zum Essen mitzubringen, da aus aktuellem Anlass keine Speisen angeboten werden können. Gekühlte Getränke können an der Freilichtbühne gekauft werden, aus Hygienegründen in diesem Jahr allerdings nur in Flaschen.

Neben der „Pension Schöller“ werden in diesem Jahr noch zwei weitere Stücke aufgeführt. Die Komödie „Gretchen 89ff“ (Premiere 8. August) ist ein Kultstück, dass über das Leben im Theater auf- und hinter der Bühne erzählt. Es geht um die Frage, wie sich ein Stück verändert, wenn unterschiedliche Menschentypen beim Proben aufeinandertreffen. „Die Welle“ (Premiere 27. August) erzählt eine wahre Geschichte aus den USA, die schon mehrfach verfilmt wurde und in vielen Schulen auch als Pflichtlektüre im Unterricht gelesen wird. Dort hat ein Lehrer, während er mit seinen Schülern den Nationalsozialismus im Unterricht durchnimmt, ein ungewöhnliches Experiment gestartet. Dieses entgleitet ihm jedoch.

Weitere Informationen zu den Stücken und den Terminen sowie Tickets gibt es online unter www.reckenfeld-freilichtbuehne.de. Tickets können auch unter  02575/15 66 bestellt werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7512834?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Nachrichten-Ticker