Kommunalwahl mit acht Parteien und drei Bürgermeister-Kandidaten
Die achtfache Qual der Wahl

Greven -

Vier Stimmzettel werden am 13. September abgegeben, drei Kandidaten wollen Bürgermeister werden.

Mittwoch, 29.07.2020, 10:00 Uhr
Am 13. September dürfen die Grevener nicht nur drei, sondern gleich vier Stimmzettel abgeben. Gewählt wird der Rat der Stadt, der Bürgermeister, der Kreistag und der Landrat
Am 13. September dürfen die Grevener nicht nur drei, sondern gleich vier Stimmzettel abgeben. Gewählt wird der Rat der Stadt, der Bürgermeister, der Kreistag und der Landrat Foto: Peter Beckmann

Jetzt ist es amtlich: Die Grevener werden bei der Kommunalwahl am 13. September die Qual der Wahl haben, und zwar mehr als sonst. Denn insgesamt stellen sich acht Parteien oder Wählergemeinschaften zur Wahl für das kommunale Parlament, drei Kandidaten wollen Bürgermeister werden. Am Montagabend war Meldeschluss für entsprechende Ambitionen. Heute abend werden im Rahmen des Wahlausschusses die Meldungen auf ihre Richtigkeit hin überprüft.

Neben der CDU , der SPD , den Grünen, der Linken und der FDP bewerben sich die drei Wählergemeinschaften „Reckenfeld direkt“, „Freie Wähler“ und „Unser Greven“ um die Plätze im Grevener Rat. Wobei die ersten beiden Wählergemeinschaften dort schon vertreten waren, „Unser Greven“ tritt zum ersten Mal an. Die AFD stellt sich in Greven nicht zur Kommunalwahl.

Bei den Bürgermeisterkandidaten hat sich in den vergangenen Wochen nichts Neues getan. Dietrich Aden (CDU), Dr. Christian Krieges­kotte (SPD) und Dr. Michael Kösters-Kraft (Grüne) bleiben unter sich.

Insgesamt wird in 19 Wahlkreisen jeweils ein Direkt-Kandidat gewählt, die anderen Mandate werden über die Reservelisten der Parteien vergeben. Alle Parteien und Wählergemeinschaften – bis auf „Reckenfeld direkt“ – haben Kandidaten für alle Wahlkreise aufgestellt. „Reckenfeld direkt“-Kandidaten stehen nur in den vier Reckenfelder Wahlbezirken zur Wahl.

Und natürlich hat jede Partei einen Spitzenkandidaten, der auf Platz eins der Reserveliste steht. Für die CDU ist dies Phillip Wimber, für die SPD Dr. Christian Krieges­kotte, der, wenn er denn zum Bürgermeister gewählt wird, sein Ratsmandat nicht antreten kann. Spitzenkandidatin der Grünen ist Janina Rebholz, der FDP Mechtild Hemmen und Spitzenkandidat der Linken Thomas Hudalla. Bei Reckenfeld direkt steht Ernst Reiling auf der 1, bei „Unser Greven“ Ulrich Stratmann und bei den Freien Wählern ist dies Olaf Wirl.

Neben den 19 Wahlbezirken wird es bei dieser Kommunalwahl mindestens fünf Briefwahlbezirke geben. „Die Erfahrungen der vergangenen Wahlen und natürlich die Corona-Zeit haben uns dazu veranlasst“, sagte Wolfgang Jung, Pressesprecher der Stadtverwaltung.

Auch die Frage der Wahllokale ist inzwischen geklärt. Viele Wähler werden sich an ein neues Lokal umgewöhnen müssen. Denn Seniorenheime oder Kindergärten werden aufgrund der Corona-Pandemie nicht als Wahllokal genutzt.

Auch das Briefwahl-Lokal wechselt bei dieser Wahl die Räumlichkeiten. Da das Rathaus selbst weiterhin nur nach Anmeldung betreten werden darf, werden in diesem Jahr die Räumlichkeiten der städtischen Finanzbuchhaltung genutzt. Die befinden sich schräg gegenüber des Rathauses in den Räumen, die vormals von der Immobilien-Abteilung der Sparkasse genutzt worden waren. „Diese Räumlichkeiten kann man dann auch spontan für eine Briefwahl besuchen“, sagte Jung.

Und nicht zuletzt ist die Frage der Wahlhelfer auch geklärt. „Da sieht es momentan gut aus, alle Wahllokale sind besetzt. Freiwillige können sich aber gerne noch melden“, so Jung abschließend.

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