Rettungseinsätze in Greven und Hörstel
Zwei Tote bei Badeunfällen im Kreis Steinfurt

Greven/Hörstel -

Bei Badeunfällen an zwei Seen im Kreis Steinfurt sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Unglücke geschahen am Bockholter See in Greven und am Torfmoorsee in Hörstel.

Sonntag, 09.08.2020, 09:31 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 07:29 Uhr
Feuerwehrleute sind nach einem Badeunfall in Hörstel im Einsatz.
Feuerwehrleute sind nach einem Badeunfall in Hörstel im Einsatz. Foto: dpa

Tragisches Ende eines heißen Sommerabends am Bockholter See: Beim Baden in dem See im Bereich Guntruper Berge ist am Freitagabend ein 44-jähriger Mann aus Münster ertrunken. Gegen 21.30 Uhr hatte sich Unfall offenbar ereignet: Der 44-Jährige galt zunächst als vermisst, nachdem er sich zum Schwimmen in den See begeben hatte. Um 22.08 Uhr wurde dann ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus Greven und Rheine alarmiert. Doch die meisten der Rettungskräfte konnten ihre Anfahrt bereits nach kurzer Zeit abbrechen: Eine Gruppe campierender Jugendlicher hatte den Mann leblos im See entdeckt und aus dem Wasser gezogen.

Bis zum Eintreffen von Feuerwehr und Rettungsdienst leiteten die Jugendlichen laut Polizeiangaben auch eine Laienreanimation ein und versuchten, den Mann zu retten. Später übernahmen dann die Einsatzkräfte die Reanimation, doch für den 44-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Tödlicher Badeunfall am Bockholter See

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  • Beim Baden im Bockholter See zwischen Gimbte und Münster ist am Freitagabend ein 44-jähriger Mann aus Münster ertrunken.

    Foto: Jens Keblat
  • Eine Gruppe campierender Jugendlicher, die den Mann kannten, fanden ihn leblos im Wasser.

    Foto: Jens Keblat
  • Für den 44-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

    Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat

Ein Notfallseelsorger betreute noch bis in die Nachtstunden die Ersthelfer, die den Verstorbenen gut gekannt haben sollen. Offenbar gehörten alle zu einem Bekanntenkreis, der einem münsterischen Stadtteil entstammt und sommertags häufiger den See im Grünen ansteuert.

17-Jähriger in Hörstel ertrunken

Nur drei Stunden vor dem Unglück hatte sich bereits ein Badeunfall mit tödlichem Ausgang in Hörstel ereignet. Feuerwehrtaucher aus Rheine, die ebenso wie die DLRG aus Greven später auch zu dem Einsatz bei Gimbte alarmiert wurden, jedoch nicht mehr erforderlich waren, konnten bei dem vorangegangenen Einsatz einen 17-Jährigen nur noch tot aus einer Tiefe von 15 Metern bergen.

Der Teenager war am Freitagabend mit Bekannten an den Torfmoorsee gekommen. Sie meldeten den jungen Mann schließlich als vermisst.

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