Wieder ein Preis für die „Auszeit“ der Gesamtschule – einer, der herausragt
Deutscher Meister der Schülerfirmen

Greven -

Als beste Schülerfirma Deutschlands darf sich nun die „Auszeit“ der Mandela-Gesamtschule bezeichnen. Eine Jury sichtete 130 Bewerbungen und platzierte die Grevener ganz vorn.

Freitag, 18.09.2020, 09:41 Uhr aktualisiert: 18.09.2020, 09:45 Uhr
Großer Bahnhof: Im Beisein zahlreicher Ehrengäste nahmen die (hinter den Masken strahlenden) Schüler den Preis in Empfang.
Großer Bahnhof: Im Beisein zahlreicher Ehrengäste nahmen die (hinter den Masken strahlenden) Schüler den Preis in Empfang. Foto: Oliver Hengst

„Ich weiß nicht, wie man das noch toppen könnte“, sagte Schüler Nikolas Une­wisse. Kurz zuvor hatten er und seine Mitstreiter von der „Auszeit eSG“, der Schülerfirma der Nelson-Mandela-Gesamtschule, einen Preis überreicht bekommen. Wieder mal, könnte man meinen. Aber dieser Preis hatte es wahrhaftig in sich: Die Auszeit wurde unter 130 Bewerbern als bundesweit beste Schülerfirma ausgezeichnet. „Herausragend“, sagte Jörg Klose als betreuender Lehrer. Und Schüler Tilian Borchmann , Vorstandsvorsitzender der Schülerfirma, schloss sich an. Unter den vielen Preisen, die man schon erhalten habe, rage dieser eindeutig heraus. „Das ist eine Riesen-Ehre für uns alle.“ Alle, denen man von dem Preis erzählt habe, hätten sich mitgefreut. Angesichts der Reaktionen sei dem Team erst richtig bewusst geworden, „was wir hier eigentlich geschafft haben“.

Ellen Wallraff , die den Preis im Namen des Fachnetzwerkes der Schülerfirmen der Deutschen Kinder- und Jugendhilfe überreichte, hob das „tolle Gesamtkonzept“ der Auszeit hervor. Die Schülerfirma sei in der Schule „total toll verankert“, was sich schon an rund 60 engagierten Schüler ablesen lasse. Das Team setze Ideen professionell um und überzeugte die Fachjury mit ausgeprägter Selbstständigkeit. So sei das neue Schülercafé weitgehend in Eigenregie geplant worden. Es gebe viele Bausteine, die die Auszeit zu etwas Besonderem machten. Jeder einzelne sei „gut durchdacht und gut kalkuliert. Das hat uns sehr beeindruckt.“ Zudem gebe es tolle neue Visionen.

Diese sind nicht gratis umzusetzen. Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro kommt somit wie gerufen. Tilian Borchmann: „Das ist Geld, das uns hilft. Die Terrasse ist zum Beispiel noch nicht fertig.“ Zudem habe man viel ins Café investiert, sei aber durch Corona total ausgebremst worden. Zudem will man noch das Projekt Schulgarten angehen.

Klaus Pläger von der Bezirksregierung verglich den Preis mit einem Deutschen Meistertitel im Fußball. „Das ist wirklich eine Leistung.“ Er sei vom Ideenreichtum und Tatendrang „total beeindruckt“.

Cosimo Palomba, Beigeordneter der Stadt, versuchte direkt, die Stadt als potenziellen Arbeitgeber für die so gelobten Schüler ins Spiel zu bringen. „Wir sind stolz auf Euch und das tolle Projekt“, sagt er. Angesichts der tollen Auszeichnung finde er „keine vernünftigen Worte“, die beschreiben könnten, wie herausragend das sei, was die Schülerfirma auf die Beine stelle.

Zwei Vertreter der Auszeit werden im kommenden Jahr in die Jury eingeladen, die dann den Nachfolger kürt. Üblicherweise wird der Gewinner auch nach Berlin eingeladen, was coronabedingt ausfallen musste, wie Ellen Wallraff erläuterte. Möglicherweise wird die Einladung für einen Teil der Schülerfirma nachgeholt. Dass Berlin vorerst ausfiel, ist das eine – dass Wallraff stattdessen nach Greven durfte, das andere. „Ich bin total froh, dass ich heute hier herkommen konnte, um mir das mal anzusehen.“

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