Nachtschicht 2020 – mal ganz anders
Handy-Glimmen für PBS68

Greven -

Es war nur ein kleines illustres Publikum. Aber das hatte Heidenspaß bei der Nachtschicht 2020.

Donnerstag, 24.09.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 16:25 Uhr
Musikworkshop in der Karderie.
Musikworkshop in der Karderie. Foto: Karderie

Als etwa 150 Kinder und Jugendliche gemeinsam ihre Handy-Taschenlampen in die Luft hielten um den 14-jährigen Nachwuchs Rapper Efe alias “PBS68“ zu feiern, gab es kein Halten mehr. Das war sicherlich der bewegende Höhepunkt der Nachtschicht 2020, die am Freitag so ganz anders laufen musste, als in den letzten Jahren.

Christina Tenger, beim städtischen Team Jugendarbeit für die “Nachtschicht 2020“ im Rahmen des Jugendkulturrucksackes NRW zuständig, stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, heißt es in einer Pressemitteilung der Karderie.

„Ich hatte mit fünfzig oder sechzig Kindern und Jugendlichen gerechnet. Wir hatten diesmal nicht den Partybus dabei und mussten deutlich kleinere Brötchen backen. Denn, Hauptsache es findet überhaupt etwas für Kinder und Jugendliche statt“, sagt sie nach der Aktion.

Aber schon um 18 Uhr gab es die erste Überraschung.

Die Kooperationspartner Jugendarbeit Reckenfeld, Caritas Suchtvorbeugung, Abenteuerkiste, Karderie und Mobile Jugendarbeit Hansaviertel hatten insgesamt sechs Kreativworkshops im und um das GBS-Kulturzentrum vorbereitet.

Jeweils mit festen Personengruppen von acht Kindern und mit ihren Kursleitern. Und direkt zum Start ging nichts mehr.

Alle Workshops komplett ausgebucht und trotzdem musste kein Kind nach Hause geschickt werden.

„48 Anmeldungen bei gleichzeitig 48 Plätzen, besser geht es nicht“, freute sich Christina Tenger. Die Kinder konnten sich jeweils zwei Workshops aussuchen und verschiedene kulturelle Ausdrucksformen kennenlernen und ausprobieren.

Da wurde mit Müll gebastelt, Industriefolie besprüht, wilde Musikperformances am DJ – Pult und auf Schlaginstrumenten improvisiert und eine Play Area bespielt.

Und als Dankeschön nahmen die Kinder noch einen frisch gestylten Turnbeutel mit Nachtschicht Logo mit nach Hause.

Für die älteren Kinder und Jugendlichen ging die Party allerdings um 20.30 Uhr erst richtig los.

Aber wie feiern, wenn gleichzeitig Corona ist? Das hatten sich im Vorfeld die Jugendlichen des Karderie Securityteams gefragt. Die Lösung: Zwanzig abgesteckte Bereiche mit festen Personengruppen.

Andere Areale durften nur mit Mundschutz betreten werden. Leon, selber erst 19 Jahre alt, ist stolz: „Das ganze Sicherheitskonzept haben wir selber entwickelt. Am Eingang war es etwas wilder, aber die Jugendlichen haben sich unglaublich gut an unsere Vorgaben gehalten.“

Als die jungen Rapper „PBS68“ und „Valon ft. Kiam“ auf der Bühne standen, zeigte sich die Stärke eines mit Jugendlichen entwickelten Konzeptes.

Es war wild und ausgelassen, aber immer mit Maske oder Sicherheitsabstand, so der Karderie-Bericht.

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