Zum Jahresende fehlen zwei große Märkte in der Stadt
Verknappung am Lebensmittel-Markt

Greven -

K+K an der Bismarkstraße kämpft ums Überleben. Aber vermutlich muss der Supermarkt Ende des Jahres schließen, weil Edeka einen Marktkauf einrichten will. Ein Engpass auf dem Lebensmittelmarkt.

Freitag, 25.09.2020, 01:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 10:38 Uhr
Der K+K-Markt im Hansa-Viertel soll zum Jahresende geschlossen werden.
Der K+K-Markt im Hansa-Viertel soll zum Jahresende geschlossen werden. Foto: Günter Benning

Verhungern wird keiner. Aber zum Jahresende dürfte die Verkaufsfläche für Lebensmittel in Grevens Zentrum deutlich schrumpfen. An der Bismarkstraße müsste dann nämlich der heutige K+K-Markt schließen. Die Edeka-Genossenschaft will wenige Monate später an gleicher Stelle einen Marktkauf eröffnen. Dazwischen: Umbaupause.

Und beim Neubau des Aldi an der Molkereikreuzung hat sich bekanntlich durch notwendige Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes der geplante Termin für die Eröffnung ebenfalls verschoben. Vorgesehen hatte man den 1. Dezember, möglicherweise zieht sich die Baumaßnahme aber auch ins kommende Jahr hinein.

Die in Gronau ansässige K+K-Kette hat ihren größten Markt in Greven noch nicht aufgegeben. Mit Unterschriftenlisten an der Kasse und im Internet sowie mit einer umfangreichen Video-Kampagne in den sozialen Medien versuchen die Einzelhändler Stimmung für das Überleben ihres Geschäftes zu machen. „Aktuell gibt es allerdings nichts, was wir mitteilen könnten“, erklärt Lisa-Marie Klaas in der Gronauer Zentrale, „die Aktionen laufen noch.“

Stefan Deimann , Geschäftsführer der Grevener Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) sieht die Lage nicht dramatisch. Für Lebensmittelkäufe blieben auch ohne K+K und Aldi in der Innenstadt noch Netto, Rewe am Rathaus, Lidl an der Saerbecker Straße und zwei Edeka-Läden. Deimann: „Es ist nicht so, als ob man bei uns nicht mehr einkaufen könnte.“

Dass kurzfristig einige Tausend Quadratmeter Einkaufsfläche im Lebensmittelbereich wegfallen sei ein unglücklicher Zufall: „Darauf hat die Stadt aber keinen Einfluss.“

Deimann geht davon aus, dass im Hansaviertel nach einem Umbau der in die Tage gekommenen K+K-Immobilie, ein moderner Marktkauf entstehen werde.

Vorerst gebe es für diesen Markt die gleichen Sortimentsregelungen wie für den K+K, inklusive der Waren im Nicht-Lebensmittelbereich. Edeka hatte offenbar die Vorstellung, seine Sortimente noch zu erweitern. Doch das integrierte Handlungskonzept Einzelhandel setzt hier Schranken: was innenstadtrelevant ist, darf nicht verkauft werden. Man habe allerdings Edeka signalisiert, so Deimann, dass man in einigen Jahren über eine Erweiterung neu diskutieren könne.

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