Stichwahl am Sonntag
Nach Peter: Christian oder Dietrich?

Greven -

Nicht vergessen. Sonntag ist Stichwahl. Wir sagen kurz, worum es geht und was zu tun ist.

Samstag, 26.09.2020, 08:00 Uhr
Nein, diesmal dürfen die Grevener Wähler keine vier oder drei (Bild) Stimmen abgeben, sondern nur zwei.
Nein, diesmal dürfen die Grevener Wähler keine vier oder drei (Bild) Stimmen abgeben, sondern nur zwei. Foto: Peter Beckmann

Sonntag wird gewählt. Schon wieder?, wird sich so manch einer fragen. Ja, schon wieder. Diesmal aber mit garantierter Entscheidung. Denn in der Stichwahl geht es nicht mehr um die absolute Mehrheit. Nein, wer die meisten Stimmen bekommt, gewinnt.

Durfte man vor 14 Tagen noch vier Kreuzchen machen, sind es am Sonntag nur noch zwei. Zum einen geht es um den Bürgermeister-Job in Greven. Dietrich Aden ( CDU ) und Dr. Christian Kriegeskotte (SPD) haben es ins Finale geschafft und machen unter sich den Sieger aus.

Genau so bei der Wahl des Landrates des Kreises Steinfurt. Da stehen sich mit Dr. Martin Sommer, amtierender Kreisdirektor, ehemaliges CDU-Mitglied und nach seinen Angaben aktuell parteilos, und Matthias Krümpel (CDU) zwei Männer aus der eher konservativen Ecke gegenüber. Auch hier gilt: Wer kreisweit die meisten Stimmen bekommt, hat den Job.

Wählen kann jeder, der schon bei der Kommunalwahl vor 14 Tagen wahlberechtigt war. Das bisherige Wählerverzeichnis bleibt für die Stichwahl gültig. Auch wer die Wahlbenachrichtigung verdötkert hat, kann problemlos wählen. Einfach den Personalausweis vorzeigen reicht aus. Wahlbenachrichtigungen werden für die Stichwahl nicht erneut versendet.

Gewählt wird in den Wahllokalen, in denen auch vor 14 Tagen gewählt wurde. Die sind wie immer von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen müssen am Wahltag bis spätestens 16 Uhr bei der Stadt Greven eingehen, damit sie bei der Auszählung berücksichtigt werden können.

Ab 18 Uhr wird ausgezählt. Aktuelle Informationen dazu gibt es im Liveticker dieser Zeitung unter www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Greven. Außerdem bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit der Abenteuerkiste ein Wahlstudio an – allerdings nur mit vorheriger Anmeldung auf der Seite der Stadt Greven.

Besonders spannend ist für die Grevener natürlich die Wahl des neuen Bürgermeisters. Bei der Wahl vor zwei Wochen erreichte Dietrich Aden 44,41 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Für Dr. Christian Kriegeskotte sprachen sich 33,09 Prozent aller Wähler aus. Den dritten Platz belegte Dr. Michael Kösters-Kraft (Grüne) mit 22,5 Prozent aller Stimmen und schied damit aus.

Besonders spannend wird auch sein, wie sich zum Beispiel die Wähler von Kösters-Kraft entscheiden werden. Ein Wahlempfehlung sprachen die Grünen, wie fast alle anderen Parteien und Wählergemeinschafte nicht aus. Nur die Linken forderten ihre Unterstützer auf, Kriegeskotte zu wählen.

Ach ja, knapp 6900 Wähler haben wieder die Briefwahlunterlagen zugesandt bekommen. Davon werden aber bei weitem nicht alle auch ihre Stimme abgeben. „Rund 10 Prozent tun dies nicht, das ist in etwa in allen Kommunen so“, verdeutlicht Wolfgang Jung, Pressesprecher der Stadtverwaltung.

Und dann kommt die Zeit nach der Wahl: Da tritt dann vermutlich erst einmal etwas Ruhe ein. Denn: Erst ab dem 1. November sind der neue Bürgermeister – wer immer das auch sein mag – und auch der neue Rat im Dienst. Bürgermeister Peter Vennemeyer wird offiziell am 30. Oktober verabschiedet, der neue Rat trifft sich am Mittwoch, 4. November zur konstituierenden Sitzung.

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