Helmut und Julia Bruns führen Bruns Agrarservice in der zweiten Generation
Mehr als nur Trecker fahren

Greven -

Das Einsatzgebiet des Lohnunternehmers ist weitgefasst: Im Grevener Gebiet wie im Umland kommen die Maschinen zum Einsatz.

Mittwoch, 14.10.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 18.10.2020, 17:04 Uhr
Helmut Bruns und seine Frau Julia – hier mit ihrem jüngsten Sohn Mattis – führen das Familienunternehmen Bruns Agrarservice in der zweiten Generation und bieten als Lohnunternehmen zehn Schlepper, drei Mähdrescher, einen Maishäcksler, drei Strohpressen, drei Güllefässer, einen Lkw und viele diverse Anbaugeräte.
Helmut Bruns und seine Frau Julia – hier mit ihrem jüngsten Sohn Mattis – führen das Familienunternehmen Bruns Agrarservice in der zweiten Generation und bieten als Lohnunternehmen zehn Schlepper, drei Mähdrescher, einen Maishäcksler, drei Strohpressen, drei Güllefässer, einen Lkw und viele diverse Anbaugeräte. Foto: Pia Weinekötter

Schon als Kind konnte er sich für die großen Trecker begeistern, die natürlich ganz korrekt Schlepper heißen. Aber auch das wusste Helmut Bruns als Knirps bereits: „Damals hatte mein Vater einen grünen Fendt-Schlepper und das war für mich natürlich das allergrößte.“

Sein Vater, das war Franz Bruns , der das Unternehmen Bruns Agrarservice gegründet hat. „Offiziell 1985, aber im Rahmen von Nachbarschaftshilfe wurden bereits seit den 60er Jahren mit große Maschinen gearbeitet“, erinnert sich Helmut Bruns zurück. Und wenn man mit so vielen Landmaschinen aufwächst, ist die Berufswahl kaum noch eine Frage. „Das stimmt“, lacht der 40-jährige Unternehmer, „erst habe ich meine Ausbildung zum Landmaschinen-Mechaniker bei Gerdemann in Greven gemacht, dann meinen Zivildienst bei der Landwirtschaftskammer in Münster absolviert und bin 2001 zuhause eingestiegen.“

Eingestiegen im wahrsten Sinne des Wortes, denn er stieg in das gut ausgestattete Führerhaus eines Mähdreschers. Und von dort aus betrieb er parallel sein Büro. „Das Telefon hörte manchmal kaum auf zu klingeln.“ Dank seines qualifizierten und verlässlichen Teams von fünf festangestellten Mitarbeitern und einem großen Pool von Aushilfen konnte er sich mehr und mehr auf Organisation und Planung von Einsätzen aus dem Büro heraus konzentrieren. „In der Hauptsaison sind es schon einige Aushilfen, die bei uns beschäftigt sind“, erklärt Julia Bruns, die ihren Mann im Büro unterstützt.

Die Erzieherin kommt selbst aus der Landwirtschaft. Doch zu Bruns Agrarservice, den Helmut Bruns 2011 von seinem Vater Franz übernommen hat, gehören nicht nur Menschen, sondern auch ein beeindruckender Maschinenpark: „Wir haben zehn Schlepper, drei Mähdrescher, einen Maishäcksler, drei Strohpressen, drei Güllefässer, einen Lkw und viele diverse Anbaugeräte.“ Damit ist ein Lohnunternehmen, also die Vermietung von landwirtschaftlichen Fahrzeugen in der Regel mit Fahrern, ein sehr kapitalintensives Geschäft, denn „ein Maishäcksler kostet zwischen 400 000 und 500 000 Euro.“

Wer jetzt allerdings glaubt, als Lohnunternehmer würde man nur sechs Wochen im Jahr während der Ernte arbeiten und den Rest des Jahres die Maschinen Instand halten, der irrt. „Im Frühjahr fangen wir mit der Gülleausbringung an, anschließend wird die Maisaussaat vorbereitet, dann folgen Gras-, Getreide- wie auch die Maisernte und im Winter übernehmen wir Räum- und Streudienste in und um Greven.“ Ganzjährig hingegen laufen die Erdtransporte beispielsweise zur Renaturierung der Ems in Greven. Das Einsatzgebiet des Lohnunternehmers ist weitgefasst: Im Grevener Gebiet wie im Umland kommen die Maschinen von der Schmedehausener Straße 15 zum Einsatz.

Genauso wie sein Vater Franz, der vor Gründung des Lohnunternehmens parallel zu seinem landwirtschaftlichen Betrieb für Fiege Lkw gefahren ist, hat Helmut Bruns auch nicht nur einen Job. Zusätzlich zum Lohnunternehmen betreibt er den Hof weiter, der seit mehr als fünf Generationen im Familienbesitz ist. „Wir betreiben Getreide- und Maisanbau und Bullenmast auf Stroh.“

Und die Leidenschaft für die großen Fahrzeuge hat der Familienvater auch schon an die Kinder weitergegeben: auch Jannik, Tim und Mattis begeistern sich für Schlepper, Mähdrescher, Maishäcksler & Co..

Seiner Begeisterung für große grüne Trecker, äh Schlepper, ist Helmut Bruns übrigens treu geblieben, nur dem Fabrikat ist der nicht mehr so treu: jetzt stehen bei Bruns Agrarservice auch grüne John Deers und saatengrüne Claas-Schlepper.

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