Konrad Vierhaus sucht nach bäuerlichen Motiven
Herdplatten mit biblischen Geschichten

Greven -

Die gußeisernen Platten möchte Vierhaus mit ihren Darstellungen gerne erfassen, inhaltlich und formal beschreiben und bittet um Mithilfe.

Freitag, 16.10.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 10:20 Uhr
Gusseisernen Herdfeuerplatten aus der Region: rechts die Geschichte der Samariterin, die für Jesus Wasser aus dem Jakobsbrunnen schöpft, links die Geschichte vom barmherzigen Samariter
Gusseisernen Herdfeuerplatten aus der Region: rechts die Geschichte der Samariterin, die für Jesus Wasser aus dem Jakobsbrunnen schöpft, links die Geschichte vom barmherzigen Samariter

Einmal war Konrad Vierhaus beim Frisör. Als er herauskam, sah er eine Eisenplatte, die an einem Baum gelehnt war: „Die hatte die Müllabfuhr wohl stehen lassen.“ Der ehemalige Geschäftsführer der Bäuerlichen Bezugs- und Absatz-Genossenschaft Greven sackte seinen Fund ein. Und schon war die Neugier in ihm geweckt. Bei der Platte handelte es sich nämlich um eine der vielen Herdfeuerplatten, die es früher vor allem auf Bauernhöfen gab.

„Die Platten sind oft verkauft worden“, sagt Vierhaus, „weil die Leute mit den Motiven nichts anfangen konnten.“ Schade eigentlich, findet der Hobby-Historiker. Er hat sich vorgenommen, noch vorhandene Motivplatten zu sammeln und zumindest fotografisch festzuhalten.

Zwei Bilder hat er schon in einer Mail an die Redaktion geschickt. Die abgebildeten gusseisernen Herdfeuerplatten stammen aus der Grevener Gegend und zeigen biblische Szenen: die Geschichte der Samariterin, die für Jesus Wasser aus dem Jakobsbrunnen schöpft (Johannes 4, 6-15), und die Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas, 10, 25-37). In Bauersfamilien war man mitunter nicht so sehr belesen – aber dennoch bibelfest. Die Darstellungen sind oft fromme Szenen aus dem Buch der Bücher.

Konrad Vierhaus kennt aus seiner Zeit von 1971 bis 2001 als Geschäftsführer der Raiffeisen Greven fast jede bäuerliche Diele in Greven mit ihren besonderen und wertvollen Herdfeuern. „Damals wurden in der Zeitung von Dr. Westrup viele von ihnen beschrieben“, sagt Vierhaus. Der Landwirtschaftsexperte aus Greven hat viele Höfe im Detail beschrieben.

Die gußeisernen Platten möchte Vierhaus mit ihren Darstellungen gerne erfassen, inhaltlich und formal beschreiben. Er bittet deshalb alle, die derartige Herdfeuerplatten oder sonstige kunstvolle Besonderheiten besitzen, bei dieser Dokumentation behilflich zu sein.

Erreichen kann man ihn in Sprakel unter   0251 / 216667, um einen Fototermin zu vereinbaren. Man kann ihm aber auch selbst ein Foto als Emailanhang schicken: vierhaus-konrad@t-online.de.

Inzwischen sammelt Vierhaus auch selber weiter: „Morgen bin ich zum Kartenspielen bei Wauligmann – da werde ich die Herdplatte fotografieren.“

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