In den Sprachcamps der Abenteuerkiste wird spielerisch gelernt
Bunte Nistkästen für Grevens Schulhöfe

Greven -

Die Nistkästen sind das sichtbare Ergebnis einer Projektwoche, in der die heimische Tierwelt im Mittelpunkt steht, bei der es aber auch um die Verbesserung von Deutschkenntnissen geht.

Mittwoch, 21.10.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 26.10.2020, 16:55 Uhr
Zum Abschluss des ersten Sprach-Camps übergaben die Mädchen und Jungen zusammen mit Sarah Höppener 13 Nistkästen an die Technischen Betriebe mit Meike Bücker-Gittel (ganz rechts), Jörg Poggemann (im Hubsteiger) und Andre Müther (Hausmeister Marienschulzentrum).
Zum Abschluss des ersten Sprach-Camps übergaben die Mädchen und Jungen zusammen mit Sarah Höppener 13 Nistkästen an die Technischen Betriebe mit Meike Bücker-Gittel (ganz rechts), Jörg Poggemann (im Hubsteiger) und Andre Müther (Hausmeister Marienschulzentrum). Foto: Stadt Greven

Sie haben geschliffen, geschraubt und gebohrt. Und ihren Holzkästen überdies einen farbigen Anstrich verpasst. Als die 13 Mädchen und Jungen am Freitagvormittag Meike Bücker-Gittel 13 kunterbunte Nistkästen überreichen, ist nicht nur die Leiterin der Technischen Betriebe (TBG) von dem Ergebnis beeindruckt. Auch die Kinder selbst sind mächtig stolz und verfolgen gespannt, als die Häuschen, die künftig Meisen ein Zuhause bieten sollen, an den Bäumen rund um das Marienschulzentrum angebracht werden. Dafür ist Jörg Poggemann eigens mit einem Hubwagen angerückt.

Die Nistkästen sind das sichtbare Ergebnis einer Projektwoche, in der die heimische Tierwelt im Mittelpunkt steht, bei der es aber auch um die Verbesserung von Deutschkenntnissen geht. Sarah Höppener leitet zusammen mit Florian Jäger das erste von zwei Sprach-Camps. Die pädagogischen Mitarbeiter der Abenteuerkiste begeben sich mit den Kindern auf eine Art Erkundungsreise und entdecken Tierwelt und Sprache spielerisch.

Eine prall gefüllte Bücherkiste der Stadtbibliothek hilft, heimische Tiere zu studieren. Auf direkte Tuchfühlung geht es beim Besuch des Wildfreigeheges in Westladenbergen. Und schließlich rückt die Familie von Tischlermeister Laurenz Pieper an, um mit den Kindern Nistkästen zu bauen. „Das Handwerken macht den Kindern besonders viel Spaß“, berichtet Sarah Höppener.

Die 13 Grundschüler, von denen viele in den vergangenen Jahren zugewandert sind, lernen fast schon nebenbei Deutsch. Und legen dafür in diesen Herbstferien Extraschichten in der Schule ein. Freiwillig.

Mit dem Programm, das die Abenteuerkiste in Zusammenarbeit mit der Stadt und den fünf Grundschulen zum wiederholten Mal auflegt, sollen sprachliche Hürden abgebaut werden. Fünf Tage lang tauchen die Mädchen und Jungen von früh morgens bis zum Nachmittag ein, um Deutschkenntnisse zu vertiefen und gleichzeitig Neues zu erkunden und gemeinsam Ferien zu verbringen.

Die beiden Sprach-Camps finden in den beiden Herbstferienwochen parallel zur Ferienkiste im Marienschulzentrum statt. Geleitet werden sie von pädagogischen Hilfskräften der Abenteuerkiste, die tatkräftig unterstützt werden. So von Laurenz Pieper, der die Bausätze für die Nistkästen zur Verfügung stellt, und dessen Kinder bei der Fertigung helfen. Oder von den Technischen Betrieben, die die Kästen nicht nur aufhängen, sondern sich künftig auch um die Pflege kümmern werden.

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