Martin Dziersk und Micha Ende
Wie Kunst zu Müll wird und aus Müll Kunst entsteht

Greven -

Der außergewöhnliche Kunstvortrag findet am Freitag, 30. Oktober, um 19 Uhr in der Christuskirche am Wilhelmsplatz statt.

Donnerstag, 22.10.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 27.10.2020, 17:07 Uhr
Matrin Dziersk
Matrin Dziersk Foto: Jannis Beckermann

Die Galerie Hunold lädt zu einem außergewöhnlichen Kunstvortrag ein mit dem Titel „Waste Site Story“. Bei diesem Vortrag geht es nicht um das bekannte Musical über Liebe und Jugendbanden, sondern um Müll! Im ersten Teil der Veranstaltung beschreibt der Kunsthistoriker Martin Dziersk im historischen Zusammenhang, wie Kunst zu Müll wird, und wie aus Müll Kunst entsteht.

Im zweiten Teil wird der weltweit tätige Fotograf und Dokumentarfilmer Micha Ende den Staffelstab übernehmen und einen Blick auf jene Menschen ermöglichen, die rund um den Globus am Rande der Gesellschaft als Wertstoff-Sammler auf Müllkippen und in den Recycling-Depots arbeiten und somit vom und mit dem Müll leben.

Micha Ende nennt sie Treasure Hunters – Schatzsucher – und lichtet sie und ihre gefundenen Müll-Schätze ab wie Models mit kostbaren Konsumartikeln. Seine eindrücklichen Bilder sind bestens geeignet, Vorurteile gegenüber diesen Menschen abzubauen, das eigene Konsumverhalten zu überdenken und die Bedeutung des Recyclings ins Bewusstsein zu heben.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 30. Oktober, um 19 Uhr in der Christuskirche am Wilhelmsplatz statt. Einlass ist ab 18.30 Uhr, der Eintritt kostet 15 Euro, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Eintrittskarten werden in der Galerie Hunold verkauft, wo gleichzeitig auch die coronabedingten Formalitäten wie Aufnahme der Adressdaten zur Rückverfolgung und die Platzzuweisung erfolgen.

Martin Dziersk, Jahrgang 1953, ist bildender Künstler und promovierter Kunsthistoriker. Sein großes Anliegen ist es, einem breiten Publikum in Ausstellungen und Publikationen, vor allem aber durch Vorträge die Kunst als Sprache und Spiegel der Menschheitsgeschichte zu vermitteln.

Der deutsche Fotograf Micha Ende arbeitet seit 35 Jahren hauptsächlich in Südamerika und hat seinen Wohnsitz in Rio de Janeiro. Er publiziert, stellt weltweit aus und widmet sich seit 10 Jahren einem Projekt „Distant Neighbours”, das die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der BRICS-Länder zum Thema hat.

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