Bauernprotest
50 Traktorfahrer blockieren Zufahrt von Aldi-Großlager

Greven -

Rund 50 Traktorfahrer haben in Greven im Kreis Steinfurt bei einer Protestaktion mit ihren Landmaschinen die Zufahrt zum Zentrallager einer Supermarktkette blockiert.

Montag, 26.10.2020, 16:23 Uhr aktualisiert: 26.10.2020, 18:57 Uhr
Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet.
Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner

Selbst Matthias Langkamp , Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsverbandes, wusste nichts von der Aktion. „Das liegt vielleicht daran, dass es in Greven kaum noch Milchvieh-Halter gibt“, so seine Vermutung. Bei der Aktion ging es um einen Protest vor dem Aldi-Großlager am Nien Esch in der Nacht von Sonntag auf Montag. Organisiert wurde die Aktion von der Basisbewegung „Land schafft Verbindung“. Das sind Landwirte, die keinem Verband, keiner Organisation und keiner Institution angehören.

Gegen 22  Uhr am Sonntagabend befanden sich etwa 50 Traktoren samt Fahrer vor dem Zentrallager der Firma Aldi . Ziel dieser Aktion war es, einem Verantwortlichen der Firma Aldi ein Positionspapier zu überreichen. Darin geht es um das Thema Preis für Frischmilch, der vom Discounter Aldi wohl gesenkt werden soll. Sehr zum Unwillen der Landwirte, die sowieso schon unter einem niedrigen Milchpreis zu leiden haben.

Bis zur Übergabe des Positionspapiers blieb die Zuwegung zum Gelände durch fünf Traktoren blockiert. Die Polizei begleitete die Versammlung. „Der Verlauf der Protestaktion war friedlich und störungsfrei“, heißt es in einer Presseinformation der Polizei. Erst gegen 8 Uhr am Montagmorgen waren nach Angaben der Polizei die letzten Traktoren verschwunden.

Unter anderem in Hessen und Baden-Württemberg gab es am Sonntag ähnliche Aktionen.

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