Corona-Infektionen
Krisenstab entscheidet Mittwoch über Maßnahmen in Greven

Greven -

Es wird ungemütlicher. Mundschutz in der City, erschwerte Besuchsregelung im Krankenhaus. Am Mittwoch will der Krisenstab beraten, „welche Auswirkungen die zweite Welle auf die Stadt haben wird“.

Montag, 26.10.2020, 20:00 Uhr
Im Grevener Krankenhaus sind Besuche nur bei Patienten ab dem zehnten Tag des Aufenthaltes gestattet.
Im Grevener Krankenhaus sind Besuche nur bei Patienten ab dem zehnten Tag des Aufenthaltes gestattet. Foto: Peter Beckmann

Die Corona-Pandemie hat Deutschland, NRW und auch Greven wieder voll im Griff. Der Kreis Steinfurt vermeldete für Montag 16 Personen in Greven, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden – Tendenz der vergangenen Tage steigend.

Am Mittwoch wird sich der Krisenstab der Grevener Stadtverwaltung zusammensetzen. „Dann wird unter anderem besprochen, wie die neuen Vorgaben umgesetzt werden und welche Auswirkungen die zweite Welle auf die Stadt haben wird“, sagte Wolfgang Jung , Pressesprecher der Stadtverwaltung.

Mundschutz-Pflicht in Grevens Fußgängerzone

Klar ist: Die Fußgängerzone darf nur noch mit Mundschutz betreten werden, der Alkoholausschank ist bis 23 Uhr begrenzt. Weitere Beschränkungen werden wohl folgen.

Derweil machen Wahrheiten, Gerüchte und Spekulationen die Runde. So vermeldete ein Anrufer, dass die Martin-Luther-Schule am Montag kurzfristig geschlossen worden sei, weil das Lehrer-Kollegium einen Corona-Plan erstellen wolle. „Quatsch“, sagte ein Mitglied des Lehrer-Kollegiums auf Anfrage. „Wir haben heute aufgrund einer lange geplanten Lehrer-Fortbildung geschlossen, die Eltern waren informiert.“

Corona-Fall in Kinderland-Kita

In der Kita Kinderland an der Teichstraße gibt es derweil eine bestätigte Covid-19-Infektion. Auf Nachfrage bestätigte Nadja Hildenberg, stellvertretende Einrichtungsleiterin, dass einige Kinder und Mitarbeitende deshalb in Quarantäne gegangen seien. Aus Datenschutzgründen könne sie zur Anzahl jedoch genauso wenig sagen wie zur Frage, ob es sich bei der infizierten Person um ein Kind oder jemanden aus dem Erzieherinnen-Team handelt.

„Der Betrieb geht weiter – aber anders“, sagte Hildenberg. Angesichts einiger Mitarbeiterinnen, die wegen Quarantäne nicht zur Verfügung stünden, könne man nur einen eingeschränkten Betrieb gewährleisten. Die Kita setze damit die Vorgaben des Gesundheitsamtes um, das keine komplette Schließung (wie in einem anderen Fall vor kurzem in Greven) anordnete.

Die Kinder und Mitarbeiter, die (zunächst diese Woche) in Quarantäne seien, werden laut Hilgenberg auf eine mögliche Infektion getestet – aus Sicherheitsgründen teste man auch die Mitarbeiter, die den Betrieb aufrecht erhalten. Bei den Kindern, die betreut werden, lege man das in die Verantwortung der Eltern. „Die Eltern sind mit im Boot und unterstützen uns“, freut sich die Erzieherin. Die Eltern sollen nach Informationen unsere Zeitung gebeten worden sein, die Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu lassen. Hilgenberg betont jedoch, dass man alle Kinder, für die die Eltern keine andere Lösung finden, auf jeden Fall betreue.

Derweil werden die ersten geplanten Veranstaltungen wieder abgesagt. Die für gestern Abend angesetzte Sitzung des Beirates für Menschen mit Behinderung wurde genau so abgesagt wie zum Beispiel die Probe des Männergesangsvereins Concordia.

Krankenhaus verschärft Besuchsregelung

Auch die Besuchsregelung im Grevener Krankenhaus wurde wieder deutlich verschärft. Ab heute sind Besuche nur bei Patienten ab dem zehnten Tag Aufenthalt im Krankenhaus gestattet. Die Besuche dürfen nur dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr stattfinden. Dabei gilt: Ein Besucher für jeweils eine Stunde pro Patient pro Patientenzimmer. Ausnahmen gelten lediglich für die Intensivstation und die Palliativstation. „Hier können Angehörige in Absprache mit dem Pflegeteam eine individuelle Besuchsregelung für Patienten mit kritischem Zustand vereinbaren“, heißt es in der Pressemitteilung des Krankenhauses.

Begleitpersonen von Patienten, die zu einem Untersuchungstermin ins Krankenhaus kommen, sind nur in Ausnahmesituationen erlaubt. Besuche des Ärztehauses sind von dieser Regelung nicht betroffen.

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