Reckenfelderin Eva Gerth hat ihren zweiten Krimi veröffentlicht
Ein Skelett-Fund ändert alles

Reckenfeld -

Eva Gerth hat ihren zweiten Krimi veröffentlicht. „Der Kerzenmacher“ ist nichts für zarte Gemüter. Denn bei Taschendiebstählen – so fängt die Geschichte an – bleibt es nicht.

Dienstag, 17.11.2020, 11:25 Uhr aktualisiert: 17.11.2020, 11:30 Uhr
Eva Gerth denkt sich in ihrer Freizeit schaurige Kriminalgeschichten aus. Nun hat sie „Der Kerzenmacher“ fertiggestellt.
Eva Gerth denkt sich in ihrer Freizeit schaurige Kriminalgeschichten aus. Nun hat sie „Der Kerzenmacher“ fertiggestellt. Foto: Oliver Hengst

Ein neuer Fall für Ermittlerin Nette Lottmann und ihr Team: Die Reckenfelder Autorin Eva Gerth hat ihren zweiten Krimi fertiggestellt – und „ihrer“ Kommissarin damit wieder zu Arbeit verholfen. „Es ist aber kein Nachfolge-Roman, sondern eine eigenständige Geschichte“, betont die Autorin. Auch wenn es hier und da Anknüpfungspunkte gebe und erneut das bekannte Ermittlerteam auftrete (allerdings ist auch eine neue Kollegin mit an Bord), müsse man den ersten Krimi nicht gelesen haben, um die Handlung des zweiten nachvollziehen zu können.

„Der Kerzenmacher“ ist Eva Gerths viertes Buch. Nach zwei Kinderbüchern und dem Erstling für erwachsene Krimi-Leser („Mord an der Ems“) hat sie sich nun wieder im Krimi-Genre ausgetobt. „Der Kerzenmacher“ ist vor wenigen Tagen erschienen.

Wieder hat die Autorin viel Lokalkolorit eingebaut. Reckenfeld taucht auf, die Grevener Marktstraße, Ottos Kneipe (das Stammlokal der Ermittler) – Grevener Leser dürften ihren Ort an vielen Stellen wiedererkennen. Alles beginnt mit einer Serie von Handtaschenrauben, die der Polizei reichlich Arbeit beschert. Doch spätestens nach einem Skelett-Fund scheint klar zu sein, dass in Greven noch viel ungeheuerlichere Dinge vor sich gehen. Und dann verschwindet auch noch die beste Freundin von Nette Lottmanns Tochter. Alles nur Zufall oder steckt mehr, viel mehr, dahinter?

Am neuen Buch hat Eva Gerth rund ein dreiviertel Jahr gearbeitet. Teilweise schrieb sie an Szenen, die im kalten Winter spielten, während sie auf der heimischen Terrasse vor der Hitze in den Schatten floh.

Wie üblich machte sie sich zunächst mit einem groben Gerüst an die Arbeit. Alles weitere ließ sie sich entwickeln. Blätter, auf denen sie handschriftliche Notizen und Ideen gesammelt hatte, wurden auf dem Esstisch hin und her geschoben, um alle Ideen in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. „Es muss am Ende schon alles passen.“ Aus einem zunächst handschriftlichen Entwurf wurde schließlich via Laptop ein digitaler, an dem Eva Gerth immer weiter feilte. Bis der Tag gekommen war, da sie den Text an den Verlag schickte.

Nun liegt das gedruckte Buch vor ihr. Trotz aller Erfahrung, die sie in diesem Metier inzwischen gesammelt hat, ist das jedes Mal ein besonderer Moment. „Ich bin dann immer noch aufgeregt, natürlich“, sagt sie. „Das Schreiben ist und bleibt weiter Hobby.“

Beruflich ist die Reckenfelderin im Blutspendedienst tätig. Dort holte sie sich auch so manchen wertvollen Tipp. Beim medizinischen Personal erkundigte sie sich beispielsweise danach, wie man einen Menschen ins Koma versetzen kann und ähnliches mehr. Mehr zur Handlung soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur soviel: „Der Kerzenmacher“ ist nichts für zarte Gemüter. Es geht bisweilen durchaus zur Sache. Aber längst nicht nur. Eva Gerth ist es auch wichtig, Situationskomik und lustige Dialoge einzubauen.

Nach dem Krimi ist vor dem Krimi. „Wenn ich die Zeit hätte, könnte ich schon den nächsten schreiben“, sagt Eva Gerth schmunzelnd. Die Idee für den dritten Krimi steht jedenfalls schon. Nun fehlt es „nur“ noch an der Zeit – und an Platz auf dem Esstisch.

  • Eva Gerth: Der Kerzenmacher, Engelsdorfer Verlag, 240 Seiten, 14,95 Euro. Der Roman ist auch im örtlichen Buchhandel erhältlich.
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