Soroptimisten engagieren sich
Orange Days – im Zeichen der Grundrechte von Frauen

Greven -

In Deutschland wird jede Stunde eine Frau zum Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Die Corona-Pandemie haut zu einem weiteren Anstieg geführt.

Dienstag, 01.12.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 09:45 Uhr
Orange Days 2020: (v.l.) SI-Vorstand Gerda Schröder und Ilka Kemper machen mit einem Banner auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam und starten Spendenaufruf
Orange Days 2020: (v.l.) SI-Vorstand Gerda Schröder und Ilka Kemper machen mit einem Banner auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam und starten Spendenaufruf Foto: Soroptimisten

„Orange the World – Stand up for Women“: Unter diesem Motto starteten am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die Orange Days.

Die weltweite Kampagne wurde 1991 vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen und macht 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam.

Soroptimist International (SI) ist eine der weltweit größten Service-Organisation berufstätiger Frauen mit Engagement von Frauen für Frauen. Deshalb sind die Orange-Days für die Soroptimistinnen jährlich eine wichtige Aktion, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen“, unterstreichen Gerda Schröder , die derzeitige Präsidentin des SI-Clubs Emsdetten-Greven-Saerbeck und Ilka Kemper, die ihr als Vizepräsidentin zur Seite steht. Die engagierten Sorores machen mit einem Banner, Flyern und orangefarbenen Schutzmasken auf die Kampagne aufmerksam

Die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen steht dabei im Fokus. Die Dauer von 16 Tagen ist kein Zufall: Die Orange Days enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Und dass wir noch lange nicht am Ziel sind, belegen Studien, die aufzeigen, dass etwa jede dritte Frau Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt wird.

In Deutschland wird jede Stunde eine Frau zum Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Die Corona-Pandemie hat zu einem weiteren Anstieg der Gewalt gegen Frauen, auch in den digitalen Medien, geführt.

„Wir möchten die Öffentlichkeit für die Problematik sensibilisieren und den Frauen, die sich oftmals in einer Gewaltspirale befinden, eine Stimme geben“, erklärt der Vorstand das Anliegen. „Seit Gründung unseres Clubs 2007 unterstützen wir mit unseren zahlreichen Projekten und Aktivitäten unter anderem das Frauenhaus in Rheine“, erklären sie.

„In diesem Jahr konnten wir coronabedingt zwar mit unserem Autokino Spendengelder generieren, aber normalerweise findet das Benefiz-Frauenkino zwei Mal im Jahr statt. Auch fehlen uns aus anderen Aktionen Erlöse, die wir jedes Jahr spenden.

Aber gerade jetzt wird unsere Hilfe besonders benötigt“, weisen sie auf die Notlage im Frauenhaus hin und begründen damit den Spendenaufruf des SI-Clubs Emsdetten-Greven Saerbeck, „helfen Sie uns zu helfen – und wird von unserm Förderverein komplett an das Frauenhaus in Rheine weitergeleitet.“

Kontakt: https://clubemsdetten-greven-saerbeck.soroptimist.de

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