Lebenshilfe will im Sommer einen Integrativen Treffpunkt eröffnen
Mitten in der Stadt, mitten im Leben

Greven -

Man braucht schon etwas Phantasie, um sich vorstellen zu können, das aus der Immobilie mal ein einladender Treffpunkt werden soll. Denn genau das – einladend – ist die ehemalige Gaststätte Blue-Dog im jetzigen Zustand eher nicht. Die Lebenshilfe aber hat Phantasie genug. Und zum Glück einen Investor gefunden, der die Immobilie gekauft hat und sie für den künftigen Mieter Lebenshilfe herrichten wird.

Freitag, 01.01.2021, 15:55 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 17:16 Uhr
Andreas Döpker (Mitte) übergab im Beisein von Mit-Karnevalist und Lebenshilfe-Unterstützer Stevens Gomes den Erlös seiner Plätzchen-Aktion (777 Euro) an Nora Linden von der Lebenshilfe.
Andreas Döpker (Mitte) übergab im Beisein von Mit-Karnevalist und Lebenshilfe-Unterstützer Stevens Gomes den Erlös seiner Plätzchen-Aktion (777 Euro) an Nora Linden von der Lebenshilfe. Foto: Oliver Hengst

 

Doch was genau ist an der Bergstraße geplant? Die Lebenshilfe will dort, erläutert Nora Linden aus dem Vorstand, einen integrativen Treffpunkt einrichten. Er soll Anlaufstelle für alle sein, die Fragen zur Lebenshilfe haben, die eventuell ihre ehrenamtliche Mithilfe anbieten wollen, die einfach den Austausch suchen. Zielgruppe sind Menschen mit Behinderung und Menschen, die ihnen zur Seite stehen – aber auch und gerade jene, die bislang keinen Kontakt zur Lebenshilfe hatten. Der Standort in der GBS sei „sehr bürolastig“, sagt Linden. An der Bergstraße soll bis zum Sommer etwas entstehen, bei dem die Begegnung im Mittelpunkt steht. Und das ganz bewusst in der Fußgängerzone. „Viel mehr mitten drin geht ja wohl nicht“, sagt Nora Linden. Man wolle kein Café einrichten (es gab Fragen dazu), gleichwohl sei eine gute Kaffeemaschine natürlich Pflicht – das fördert den Austausch. Und auch die mögliche Öffnung für externe Nutzer. Denkbar ist zum Beispiel, die Räume auch befreundeten Vereinen für Sitzungen oder ähnliches zu überlassen – alles, was mehr Miteinander fördert, sei willkommen.

Willkommen sind auch Spenden, die das neue Projekt möglich machen. So wie jene stolze Summe, die nun Andreas Döpker überreichen konnte: 777 Euro aus seiner privaten Plätzchen-Aktion (unsere Zeitung berichtete). „Eine Bombensumme“, freut sich Döpker über die enorme Resonanz. Obendrein gehen nochmal 400 Euro an die Aktion Lichtblicke. Ein finanzieller Erfolg, der alles bisherige toppt. „Das ist sicher auch ein bisschen coronabedingt“, sagt Döpker. Die in diesem Jahr zwangsläufig sehr organisierte Art der Plätzchen-Übergabe an die „Kunden“ habe die Spendenbereitschaft nochmal erhöht. „Ich bin schon sehr begeistert davon.“ Somit steht fest: „Auf jedem Fall wird in der nächsten Adventszeit wieder gebacken“, sagt Döpker.

Und am Rande der Übergabe reiften schon Pläne für eine gemeinsame Backaktion mit Karnevalisten und der Lebenshilfe . . .

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