Veranstaltungen in der Virus-Zeit
„Wir planen auf Sicht“

Greven -

Im Normalfall würde sich Hamelmann derzeit mit der Organisation des ersten Stadtfestes und der Grevener Musiknacht beschäftigen, aber das ist zur Zeit schwierig.

Mittwoch, 06.01.2021, 10:30 Uhr
So könnte es aussehen: „Sweety Glitter & The Sweethearts“ werden Anfang August in einem Zelt am Hallenbad auftreten – wenn der Virus es erlaubt.
So könnte es aussehen: „Sweety Glitter & The Sweethearts“ werden Anfang August in einem Zelt am Hallenbad auftreten – wenn der Virus es erlaubt. Foto: Astrid Springer

Nein, zu beneiden ist der Mann nicht. Denn Peter Hamelmann ist nicht nur Chef von Greven Marketing, erst ist auch Mitglied des Kulturinitiativen-Vorstands-Triumvirats und ist natürlich auch stark mit „Greven an die Ems“ verbandelt. Und all die planen Veranstaltungen. In Corona-Zeiten eine nicht gerade vergnügungssteuerpflichtige Beschäftigung.

Im Normalfall würde sich Hamelmann derzeit mit der Organisation des ersten Stadtfestes und der Grevener Musiknacht beschäftigen. Aber: „Das ist zur Zeit schwierig, ich sehe dieses beiden Veranstaltung als hochgradig gefährdet an“, so seine Einschätzung. Entschieden ist da noch nichts. „Aber irgendwann müssen wir Verträge mit Ausstellern und Musikern abschließend und uns spätestens dann entscheiden.“ Eine Entscheidung dazu werde aber, so Hamelmanns Einschätzung, im Januar noch nicht fallen.

Und überhaupt: Im ersten Halbjahr werde man gezwungenermaßen auf Sicht fahren. „Da lässt sich sicherlich erst kurzfristig einschätzen, ob und welche Veranstaltungen durchführbar sind.“

Aber: Für das zweite Halbjahr ist er durchaus optimistisch. „Ich gehe davon aus, dass wir dann wieder zur Normalität der Vor-Corona-Zeit zurückkehren können“, so Hamelmanns Einschätzung. Aber ob große Stadtfeste stattfinden können, sei erst noch dahin gestellt.

Die ersten Veranstaltungen der Kulturinitiative im Januar sind ja bereits abgesagt. „Ob die folgenden Veranstaltungen im Januar und Februar durchgeführt werden können, bezweifle ich“, so Hamelmanns Einschätzung. „Ich hoffe, dass wir dann zumindest die Konzerte von Andreas Kümmert und Heinz-Rudolf Kunze durchziehen können.“ Allerdings: Wenn ja, dann richtig. „Diese Konzerte unter Corna-Beschränkungen im kleinen Rahmen machen keinen Sinn und sind auch nicht finanzierbar.“

Bleibt „Greven an der Ems“. Auch da sieht Hamelmann nicht die großen Events. „Ich vermute, dass in etwa das Programm wie in diesem Jahr durchgeführt werden kann.“ Also kleine bis mittlere Veranstaltungen rund um Tankis Beachbar. „Da bin ich aber durchaus optimistisch, dass das klappt.“

Allerdings: Nicht nur Corona könnte für Absagen sorgen. Da gibt es ja auch noch die Diskussion um die Vereinbarkeit von Veranstaltungen mit dem Naturschutz in den Emsauen. „Da hat der neue Bürgermeister ja klar gemacht, dass er sich sich in diese Diskussion einbringen und Positives erreichen möchte.“

Allerdings – ein Beatclub-festival oder Klassik-Open-Air sieht er eher nicht. „Das müssen dann aber die Veranstalter selbst entscheiden.“

Der Beatclub selbst plant da wohl auch schon ein wenig kleiner. Angedacht ist ein 1000 Menschen fassendes Zelt, das am Hallenbad aufgebaut wird und zwei Wochen lang Schauplatz von mehreren Konzerten unter dem Motto „Sommer Festival im Beat-Club-Zelt“ sein soll. Festgezurrt ist da schon ein Konzert Anfang August mit der Band „Sweety Glitter & The Sweethearts“, die Rockmusik in Glitzer und Glamour der 70’er Jahre auf die Bühne bringen. Auch andere Vereine oder Institutionen sollen die Gelegenheit bekommen das Zelt für Konzerte zu nutzen.

Hört sich teilweise schon ganz gut an. Fraglich ist nur, ob das Virus mit all den schönen Plänen einverstanden ist. . .

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7753470?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Nachrichten-Ticker