Jan Tietmeyer folgt Marita Dirks-Kortemeyer
Wachwechsel bei der Lebenshilfe

Ladbergen -

Marita Dirks-Kortemeyer verlässt den Vorstand des Vereins Lebenshilfe. Die Ladberger Politiker hatten sie im November kennengelernt, als sie im Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschuss die Werbetrommel für ein Wohnprojekt gerührt hatte, das der Verein im Heidedorf umsetzen möchte.

Donnerstag, 07.01.2021, 19:16 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 19:20 Uhr
Jan Tietmeyer folgt Marita Dirks-Kortemeyer: Wachwechsel bei der Lebenshilfe

Die gemischten Gefühle sind Marita Dirks-Kortemeyer anzusehen, als sie ihren Nachfolger Jan Tietmeyer vorstellt. „Jetzt wird es langsam konkret mit dem Ruhestand“, sagt sie. Marita Dirks-Kortemeyer ist ein Urgestein bei der Lebenshilfe im Kreis Steinfurt.

Laut einer Pressemitteilung des Vereins, der sich seit mehr als 50 Jahren für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzt, war sie die erste hauptamtliche Mitarbeiterin. „Dabei ist es bei Weitem nicht geblieben“, erzählt Marita Dirks-Kortemeyer. Inzwischen sind mehr als 60 Menschen hauptamtlich bei der Lebenshilfe tätig, dazu kommen etwa 200 freiwillige Helfer. Sie alle sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am Leben der Gesellschaft teilhaben können, heißt es in dem Schreiben.

Ganz praktisch hat Marita Dirks-Kortemeyer dies in der Beratungsstelle getan. „Ein unglaubliches Know-How im sozialrechtlichen Bereich“ wird ihr nachgesagt. Außerdem ist sie „bekannt wie ein bunter Hund“ im Kreis Steinfurt und gern gesehen in Arbeitskreisen und auf Veranstaltungen. Über die Beratungstätigkeit hinaus ist sie seit drei Jahren auch im Vorstand der Lebenshilfe aktiv. „Eine Rolle, die ich mir nicht unbedingt ausgesucht hätte“, sagt sie ehrlich. „Doch manchmal stellt das Leben einen vor Aufgaben, die es dann anzugehen gilt.“ Gemeinsam mit Nora Linden hat sie dies erfolgreich getan.

Die Ladberger Politiker hatten Dirks-Kortemeyer im November kennengelernt, als sie im Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschuss die Werbetrommel für ein Wohnprojekt des Vereins gerührt hatte. Er möchte im Rahmen des „Ambulant Unterstützten Wohnens“ ein Haus mit Wohnungen und WG-Zimmern für Menschen mit Behinderungen bauen und sucht in Ladbergen ein geeignetes Grundstück.

Dirks-Kortemeyers Amt wird Jan Tietmeyer übernehmen. Es gibt eine große Lücke zu füllen. Tietmeyer gehe die Aufgabe mit Optimismus und Motivation an, heißt es in dem Schreiben.

Der 41-jährige gebürtige Emsdettener war bisher als Geschäftsführer des Vereins Terra Nova tätig. Er freut sich darauf, sich mit der neuen Tätigkeit auch neue Schwerpunkte setzen zu können.

„Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung kenne ich bereits aus verschiedensten Zusammenhängen. Ich freue mich, nun auch ganz praktisch an der Verbesserung der Teilhabe und Selbstbestimmung arbeiten zu können“, erzählt er.

Bis die Lebenshilfe ihr neues Vorstandsmitglied begrüßen kann vergeht noch eine Weile – der erste Arbeitstag wird am 1. April sein. „Kein Scherz!“, fügt Nora Linden augenzwinkernd hinzu.

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