Erste Grevener Ausschusssitzung als Videokonferenz
Kommunalpolitisches Neuland betreten

Greven/Reckenfeld -

Die Premiere der ersten Grevener Ausschusssitzung als Videokonferenz ist gelungen, in den kommenden Tagen werden weitere Videokonferenzen folgen.

Donnerstag, 04.02.2021, 10:30 Uhr
Bürgermeister Dietrich Aden ist mit dem Verlauf zufrieden und lobt das Rathaus-Team für die gute Vorbereitung.
Bürgermeister Dietrich Aden ist mit dem Verlauf zufrieden und lobt das Rathaus-Team für die gute Vorbereitung. Foto: Stadt Greven

Mit dem Bezirksausschuss Reckenfeld hat am Dienstag zum ersten Mal ein Grevener Ratsausschuss in einer Videokonferenz über die digitale Plattform „Zoom“ getagt. Verwaltung und Fraktionen hatten sich darauf verständigt, dass die meisten Ausschüsse ihre inhaltliche Arbeit während des Lockdowns auf diese Art fortführen.

„Ich bin froh, dass die Premiere mit dem Reckenfelder Bezirksausschuss überraschend gut funktioniert hat. Wir konnten auf dringende Bürgeranfragen eingehen und Ausschussmitglieder und Verwaltung haben die Möglichkeit genutzt, sich inhaltlich über anstehende Themen auszutauschen. Wir können so alle im Gespräch bleiben, das ist ganz, ganz wichtig“, fasst ein zufriedener Bürgermeister Dietrich Aden den Auftakt in einer städtischen Pressemitteilung zusammen und ergänzt: „Formalrechtlich handelte es sich um keine echte Ausschusssitzung, weil die Gemeindeordnung ein digitales Format nicht vorsieht. Dennoch muss der politische Diskurs auch in Pandemiezeiten fortgesetzt werden, weshalb wir mutig waren und fast alle Ausschüsse digitalisiert haben. Damit betreten wir kommunalpolitisches Neuland und vielleicht dient das auch einer Blaupause für die Gemeindeordnung, dass mehr digitale Formate in der Kommunalpolitik zugelassen werden“, so Aden.

In den kommenden Tagen werden weitere Videokonferenzen folgen. Eingeloggt hatten sich beim Bezirksausschuss Reckenfeld außer den Ausschussmitgliedern auch 13 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sowie die örtliche Presse – insgesamt mehr als 30 Personen. Gar nicht so einfach zu organisieren, wie der Bürgermeister hervorhebt: „Der Aufwand, den die Kolleginnen mit der Vorbereitung und Durchführung so einer Videokonferenz haben, ist viel, viel größer als bei Präsenzsitzungen. Da haben hier im Rathaus alle Beteiligten in den vergangenen Tagen einen klasse Job gemacht!“

Mehrere Technikchecks waren der Konferenz vorausgegangen, außerdem musste für alle Teilnehmenden eine Art Gebrauchsanweisung geschrieben und es mussten auch gemeinsam bestimmte Regeln der Kommunikation festgelegt werden. Ein Wortbeitrag in einer „Zoom“-Konferenz muss eben anders angemeldet werden als in einer Sitzung, in der alle miteinander im Raum sitzen. Alle Teilnehmenden mussten außerdem vorher mit dem passenden Link für die Konferenz versorgt und zu Beginn der Veranstaltung einzeln in das virtuelle Treffen „eingelassen“ werden. Und während der Videokonferenz müssen mindestens zwei Mitarbeiterinnen dafür sorgen, dass alles möglichst reibungslos und störungsfrei abläuft. „Bei Zoom-Konferenzen haben ja inzwischen zum Glück Manche schon eine gewisse Übung, aber je mehr Teilnehmer sich bei so einem digitalen Treffen zuschalten, umso eher können auch mal technische Fehler passieren. Ich bin jetzt aber sehr zuversichtlich, dass wir auch die kommenden Videokonferenzen gut über die Bühne bringen“, so Aden.

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