Stadt will nicht aufwendig sanieren, aber Schäden beseitigen
Alte Umkleide bleibt erhalten

Reckenfeld -

Als Umkleide wird sie nicht mehr genutzt, aber als Materiallager. Dafür soll das marode Gebäude am neuen SCR-Sportgelände saniert werden.

Freitag, 19.02.2021, 08:00 Uhr
Feuchtigkeit ist in das Mauerwerk eingedrungen.
Feuchtigkeit ist in das Mauerwerk eingedrungen. Foto: Privat

Es wurde mal als Umkleidegebäude genutzt. Doch das ist Jahre her. Feuchtigkeit und Schimmel haben dem Gebäude auf dem SCR-Gelände am Wittlerdamm arg zugesetzt. Heute wird es daher nur noch als Materiallager genutzt.

Die SPD hat sich dafür eingesetzt, dem weiteren Verfall einen Riegel vorzuschieben. Das Gebäude soll nach dem Willen der Sozialdemokraten saniert werden, die Kosten für dies Maßnahme sollen in den Haushalt eingestellt werden, hieß es in einem Antrag. Laut einer verwaltungsinternen Kalkulation müsste man dafür rund 100 000 Euro in die Hand nehmen.

Im Bezirksausschuss Reckenfeld wurde über den Zustand des Gebäudes und die Notwenigkeit der Sanierung intensiv debattiert. Wolfgang Klaus (SPD) begründete den Antrag seiner Fraktion vor allem damit, dass das Gebäude immerhin städtische Infrastruktur darstelle, die man nicht einfach weiter verkommen lassen dürfe. „Der Eigentümer des Gebäudes ist die Stadt Greven, die ist damit auch zuständig für den Werterhalt.“ Es gehe, erstmal unabhängig von der Nutzung, um eine klassische Bauerhaltungsmaßnahme.

Die Verwaltung hatte hingegen argumentiert, dass das Gebäude nicht Bestandteil des Projektes Sportanlage Wittlerdamm gewesen sei. Eben wegen der Sanierungsbedürftigkeit seien Umkleiden im Neubau eingerichtet worden. Der Altbau werde lediglich als Technik- und Abstellraum genutzt. Dafür sei „eine umfangreiche Sanierung des Gebäudes nicht erforderlich“.

Bürgermeister Dietrich Aden (zu Neubau-Zeiten noch nicht im Amt) erinnerte an einen Ratsbeschluss, demzufolge der Verein alles, was über 3 Millionen Euro für das Sportgelände hinausgehe, selbst tragen müsse. An solche Beschlüsse solle man sich auch halten. Zudem müsse man auch darauf achten, dass die Mittel, die für den Sport bereitgestellt werden, auf alle Grevener Vereine verteilt werden.

Klaus bohrte nach: Eben weil das Umkleidegebäude ausdrücklich nicht Bestandteil des Projektes Wittlerdamm gewesen sei, habe eine werterhaltende Sanierung nichts mit dem 3-Millionen-Deckel zu tun. Manfred Zilske (Grüne) unterstütze die SPD-Forderung. Das Gebäude sei noch nicht so alt und sollte nicht dem Abriss zugeführt werden. „Und eine Nutzung durch den Verein ist auf jeden Fall noch nötig.“

Auch in der Hauptausschusssitzung war die Sanierung Thema. Dort wurde deutlich, dass die angesetzten 100 000 Euro nur nötig wären, falls das Gebäude wieder als Umkleide hergerichtet werden soll. Das aber ist nicht der Fall. Um es weiter als Materiallager und Technikraum zu nutzen (so wie aktuell) ist eine weniger aufwendige Sanierung nötig, für die man mit einem geringeren Betrag auskäme.

Ergo sicherte Beigeordneter Cosimo Palomba zu: „Wir werden das im Rahmen der Bauunterhaltung abwickeln.“ Eine Zusage, die die SPD erfreut zur Kenntnis nahm. „Damit kann ich leben“, sagte Dr. Christian Kriegeskotte, Fraktionsvorsitzender der SPD.

In das Gebäude ist Feuchtigkeit eingedrungen, die unter anderen im Mauerwerk hochsteigt. Auch Dach und Fenster sollen nicht mehr im besten Zustand sein. In der Folge machte sich Schimmel breit – der natürlich auch dem Einsatz der Räume als Lager und als Technikraum entgegensteht.

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