Umbau zum Bürgerhaus: Bauherren-Rolle für den ReBüVe denkbar / Gespräche laufen
Bürgerverein steht parat

Reckenfeld -

Bei der Frage, wer den Umbau des künftigen Bürgerhauses organisatorisch leitet, ist noch alles offen. „Die Rollen sind noch nicht endgültig verteilt“, betont Bürgermeister Dietrich Aden. „Wir befinden uns in enger Abstimmung mit dem ReBüVe, wie es umgesetzt wird.“

Donnerstag, 25.02.2021, 09:47 Uhr aktualisiert: 25.02.2021, 10:35 Uhr
Ein Teil des Hauptschul-Altbaus (Mitte, rotes Dach) soll künftig als Bürgerhaus genutzt werden. Dem Bürgerverein kommt dabei eine wichtige Rolle zu.
Ein Teil des Hauptschul-Altbaus (Mitte, rotes Dach) soll künftig als Bürgerhaus genutzt werden. Dem Bürgerverein kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Foto: Oliver Hengst

Noch sind beim Thema Umbau des künftigen Bürgerhauses alle Türen offen. Durchaus möglich, dass der Reckenfelder Bürgerverein das Projekt doch in Eigenregie stemmt. Anders als in dieser Zeitung berichtet ist noch keine Entscheidung gefallen. Dass der Umbau in Eigenregie (nach SCR-Vorbild beim Projekt Wittlerdamm) „vom Tisch“ sei und der ReBüVe einen Korb bekommen habe (so hatte es der Verfasser auch dieser Zeilen ausgedrückt), stimmt so nicht.

„Die Rollen sind noch nicht endgültig verteilt“, betont Bürgermeister Dietrich Aden . „Wir befinden uns in enger Abstimmung mit dem ReBüVe, wie es umgesetzt wird.“

Auch Ludger Mussenbrock, Vorstandsmitglied des Bürgervereins, tritt dem Eindruck entgegen, dass ein Umbau unter der Regie des ReBüVe vom Tisch sei. Bei der Reckenfelder Bezirksausschusssitzung habe man einen ganz anderen Eindruck gewonnen, betont Mussenbrock. „Das ist noch gar nicht entschieden“, sagt er. Auch für Jürgen Otto vom Bürgerverein ist diese Frage noch gänzlich offen. Man habe kürzlich, nach der Bezirksausschusssitzung, ein „sehr konstruktives Gespräch“ mit Verwaltungs-Vertretern gehabt und auch schon einen neuen Termin vereinbart. „Wir wollen im Gespräch bleiben“, sagt Otto, auch über bauliche Details. Vieles sei im Fluss, gerade auch die Frage, ob der Bürgerverein die bauliche Steuerung übernimmt. Damit könnte Geld gespart werden, das habe, so Otto, das Beispiel SCR eindrucksvoll gezeigt. Auch beim Projekt Wittlerdamm war Otto involviert. „Wir stehen Gewehr bei Fuß. Wir haben genug Fachleute im Verein“, sagt Otto.

An Bedarf für ein Bürgerhaus mangelt es offenkundig nicht. Es gibt nach Erhebungen des ReBüVe 38 eingetragene Vereine in Reckendfeld, bei einer Umfrage hätten rund 40 Prozent davon Raum-Bedarf für Vereinsaktivitäten angemeldet.

Für Bürgermeister Dietrich Aden steht fest: „Wir haben eine Verantwortung für das Gebäude.“ Deshalb habe er in der Bezirksausschusssitzung von einer Zuständigkeit der Technischen Betriebe Greven gesprochen. Damit sei keineswegs ausgeschlossen, dass man dem ReBüVe die Aufgabe des Bauherren übertrage. „Wenn wir es delegieren, müssen wie sehen, unter welchen Rahmenbedingungen“, betonte der Bürgermeister. Dem ReBüVe komme so oder so eine ganz zentrale Rolle zu. „Wir wollen Hand in Hand dafür sorgen, dass es ein Bürgerhaus gibt.“

Für einen Antrag, dem Reckenfelder Bürgerverein 500 000 Euro für den Ausbau des Bürgerhauses im Gebäude der alten Hauptschule zur Verfügung zu stellen, gab es im Hauptausschuss der Stadt derweil keine Mehrheit. Die Fraktion „Reckenfeld direkt“ hatte vorgeschlagen, diese Summe zur Verfügung zu stellen, damit der Bürgerverein den Umbau organisieren kann.

Dass es keine Mehrheit für den Antrag von Reckenfeld direkt gab, kann deren Fraktionsvorsitzender Ernst Reiling verschmerzen. Denn: Er habe von Aden gehört: „Herr Reiling ärgern Sie sich nicht, es geht doch in Ihre Richtung.“ „Das macht Mut“, sagte Reiling, der den Bürgermeister beim Wort nehmen will. „Darauf baue ich.“ Im Übrigen setze er, Reiling, weiter auf eine Lösung, die auch der Jugendarbeit zu Räumen im künftigen Bürgerhaus verhilft.

Reiling hat zwischenzeitlich NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach angeschrieben, um sich nach möglichen Zuschüssen zu erkundigen. Der Ministerin schrieb er unter anderem: „Der wachsende Ortsteil Reckenfeld braucht ein Zentrum, insbesondere für die Jugend. Wir haben einen Bürgerverein, der in der Lage wäre, das in Eigenregie in die Hand zu nehmen. Ein Nachweis über die Leistungsfähigkeit zeigte sich in der Beteiligung des Vereins am Bau einer neuen Sportanlage im Ort, wobei die städtischen Kostenvoranschläge um circa 30 Prozent verringert werden konnten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7836206?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Nachrichten-Ticker