Lockerungen im Freizeitsport
Bolzplätze bleiben weiter gesperrt

Greven/Reckenfeld -

Die städtischen Bolzplätze bleiben weiter gesperrt. Zwar dürften sich beispielsweise Vater und Sohn dort theoretisch sportlich betätigen, aber die Tore sind aktuell nicht nutzbar. Das hat einen Grund.

Mittwoch, 03.03.2021, 06:19 Uhr
Auf dem Bolzer an der Ecke Steinfurter Straße / Wiesenstraße in Reckenfeld (und nicht nur dort) sind die Tore mit Bauzaun verschlossen, so dass das Bolzen praktisch unmöglich ist. Das wird vorerst auch so bleiben.
Auf dem Bolzer an der Ecke Steinfurter Straße / Wiesenstraße in Reckenfeld (und nicht nur dort) sind die Tore mit Bauzaun verschlossen, so dass das Bolzen praktisch unmöglich ist. Das wird vorerst auch so bleiben. Foto: Oliver Hengst

Den Ball schnappen und raus an die frische Luft, ein paar Schüsse aufs Tor abgeben – daraus wird momentan nichts. Zumindest nicht auf den städtischen Bolzplätzen. Die sind nach wie vor gesperrt. Schilder weisen darauf hin, dass sie wegen der gelten Coronaschutz-Verordnung nicht genutzt werden dürfen. Auf einigen Plätzen, etwa an der Ecke Wiesenstraße / Steinfurter Straße in Reckenfeld, sind die Tore zudem mit Bauzäunen abgesperrt.

Stadt reagierte auf Anwohner-Hinweise

Das, so erklärt Wolfgang Jung von der städtischen Pressestelle, geht auf Beschwerden von Anwohnern zurück, die größere Gruppen beobachtet hatten, die sich auf den Bolzplätzen aufhielten und dort eben auch Fußball spielten. Und das sei nun mal nach den aktuellen Vorgaben der Coronaschutzverordnung noch immer verboten, zumindest in größeren Gruppen.

Das Verbot gilt seit einigen Wochen und auf unbestimmte Zeit auf allen städtischen Bolzplätzen. Nicht betroffen sind jedoch öffentliche Spielplätze.

Einen konkreten Zeitpunkt für die Wieder-Freigabe der Plätze kann die Stadt derzeit nicht benennen. Die Bolzer bleiben „bis auf Weiteres“ gesperrt – was nichts anderes heißt als bis zu jenem Zeitpunkt, da die Coronaschutzverordnung etwas anderes vorgibt.

Tennis und Golf dürfen inzwischen wieder ausgeübt werden , wenn sich dafür maximal zwei Sportler oder Menschen aus demselben Hausstand treffen. Kann also auch Fußball unter diesen Bedingungen wieder möglich sein? Dürfen Vater und Sohn auf dem Bolzer um die Ecke wieder eine Runde kicken? Theoretisch schon . . .

Öffnung würde „das falsche Signal“ senden

„Es stimmt, dass laut Corona-Schutzverordnung Menschen aus einem Haushalt (oder auch maximal zwei Personen aus verschiedenen Haushalten) im Freien Sport miteinander treiben dürfen – allerdings ist das „Bolzen“, also das Mannschaftsspiel mit dem Ball auf entsprechenden Freiplätzen nach der Verordnung untersagt“, verdeutlicht Jung. Die Sperrung der Plätze, beziehungsweise der zugestellten Tore sollen „diese Regelung ganz klar machen und die Nutzung der Plätze als Bolzplätze für Gruppen unattraktiv machen. Wenn wir die Tore wieder freimachen würden, wäre das das falsche Signal: Es würde signalisieren, dass wir den Platz womöglich für seinen eigentlichen Zweck, das Mannschaftsspiel mit Körperkontakt, wieder freigeben. Das dürfen wir aber laut Corona-Schutzverordnung nicht“, führt der Stadtsprecher auf Anfrage aus.

„Für den Vater mit dem Sohn heißt das im Moment, dass sie sich gern auf dem Bolzplatz mit dem Ball sportlich betätigen dürfen – aber mit der Einschränkung, dass sie die Tore eben nicht nutzen können. Würden wir die Plätze wieder ,barrierefrei‘ machen, müssten wir die Einhaltung des Verbots von Mannschaftssport auf diesen Flächen permanent kontrollieren – dazu fehlt aber schlicht und einfach das Personal“, so Jung.

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